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Monatsarchiv für November 2010

Europa,Rassismus/Antifa, November 2010

Schweden: Rassisten im Reichstag

Nach den Wahlen im September kann sich die bürgerliche Minderheitsregierung auf die rechtsradikalen «Schwedendemokraten» stützen.
von Edeltraut Felfe

Schweden wurde von 1932 bis in die Mitte der 70er Jahre ununterbrochen, danach bis 2006 die längste Zeit, von der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei (SAP) regiert. Auch unter Linken in der Bundesrepublik galt Schweden bis in die jüngste Zeit als nachahmenswertes Beispiel eines demokratisch und sozial regulierten Kapitalismus.

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Lateinamerika, November 2010

Wirtschaftsreformen in Kuba

Den Karren vor die Ochsen gespannt. Linke Kritiker fordern einen anderen Weg
von Pedro Campos

Anfang August kündigte Kubas Staatspräsident Raúl Castro an, 1,3 Millionen Arbeitsstellen im kubanischen Staatsdienst zu streichen. Zugleich solle das Wachstum privater Unternehmen im Dienstleistungsbereich gefördert werden. Beschwichtigend meinte er, die Maßnahmen seien lediglich ein «Update» des kubanischen Wirtschaftssystems und keine «Marktreformen» nach «kapitalistischem Rezept».

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Feuilleton, November 2010

Sarrazin, Grotjahn, Olberg…

Die Rede vom Volkstod. Über sozialdemokratische Volksverbesserung und eugenischen Sozialismus
von Wolfgang Ratzel

Sarrazins Weckruf «Deutschland schafft sich ab!» gebührt das Verdienst, die sorgsam verdrängte eugenische und rassenhygienische Dimension des Sozialdemokratismus ins Bewusstsein gezerrt zu haben. «Deutschland schafft sich ab», samt Intelligenzvererbung, Geburtensteuerungs-, Unterschichts- und Zuwandererdebatte, aktualisiert nämlich die Rede vom «Volkstod», vom «Volk, das von innen stirbt» – so nannten das seine sozialdemokratischen Vordenker (und nicht nur die).

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Kolumne Ingo Schmidt, November 2010

Serie zur Krisentheorie: III.Unterkonsumtion

Von der Konsumankurbelung zum Börsenkrach und zur ökologischen Krise
von Ingo Schmidt

In der SoZ vom September 2010 haben wir eine Serie zur Krisentheorie und Krisenpolitik begonnen. Alle Beiträge der Serie gehen jeweils einem Strang der marxistischen Theorie nach und klopfen ihn auf seine historische und aktuelle Relevanz ab.

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Feuilleton, November 2010

Mario Vargas Llosa

Literaturnobelpreis 2010: Von der nueva novela zum Kandidaten der Konservativen
von Paul Kleiser

Nachdem er seit bald vierzig Jahren als Anwärter gehandelt wurde, hat der 1936 im peruanischen Arequipa geborene Mario Vargas Llosa in diesem Herbst nun endlich den Nobelpreis für Literatur erhalten. Er folgt damit auf seinen früheren Freund und heutigen Gegenspieler Gabriel García Márquez, der 1982 ausgezeichnet wurde, sowie auf den Mexikaner Octavio Paz, der 1990 an der Reihe war.

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Nordamerika, November 2010

Halbzeit für Obama

Tariq Ali
The Obama Syndrome – Surrender at Home, War Abroad
London: Verso, 2010

von Hermann Dierkes

Was hat sich im Weißen Haus seit dem Wechsel von Bush zu Obama tatsächlich geändert? Bis auf die stimmungsvolle Musik sehr wenig, so der pakistanisch-britische Autor, Aktivist und Filmemacher Tariq Ali in seinem neuesten, bisher nur auf Englisch vorliegenden Buch The Obama Syndrome.

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Geschichte, November 2010

Verordnetes Schweigen

«Auf Leichen im Keller kann keine neue Gesellschaft aufgebaut werden» (Stanislaw Jerzy Lec). Die Verfolgung deutscher Antifaschisten in der Sowjetunion
von Jochen Gester

Unter dem Motto «Das verordnete Schweigen» fand im Vorsommer im Berliner Haus der Demokratie ein Seminar zum Schicksal deutscher Antifaschisten statt, die in der Sowjetunion Opfer politischer Verfolgung durch das NKWD (Volkskommissariat für innere Angelegenheiten, das Innenministerium) wurden. Veranstalter waren die Helle Panke, die Berliner VVN (Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes) und die Stiftung des Hauses der Demokratie.

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Buch, November 2010

Günter Benser/Michael Schneider (Hg.), Bewahren – Verbreiten – Aufklären

Archivare, Bibliothekare und Sammler der Quellen der deutschsprachigen Arbeiterbewegung.
Bonn/Bad Godesberg: Friedrich-Ebert-Stiftung, 2009
376 Seiten, kostenlos

von Gisela Notz

Über die Geschichte der Archive und Bibliotheken der Arbeiterbewegung im deutschsprachigen Raum gibt es bereits zahlreiche wissenschaftliche Veröffentlichungen. Über die Menschen, die sie gegründet oder unterstützt haben oder in ihnen maßgeblich tätig gewesen sind, wissen wir wenig.

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Buch, November 2010

Iris Gusner/Helke Sander, Fantasie und Arbeit

Biografische Zwiesprache, Marburg: Schüren, 2009
291 Seiten,  19,90 Euro.

von Gisela Notz

20 Jahre nach dem Mauerfall haben die beiden Filmemacherinnen Iris Gusner (DDR) und Helke Sander (BRD), in 30 Kapiteln eine deutsch-deutsche Doppelbiografie geschrieben.

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Buch, November 2010

Abdullah Öcalan: Jenseits von Staat, Macht und Gewalt

Köln: Mesopotamien Verlag, 2010
573 Seiten, 15 Euro
von Ulf Petersen

In den letzten 10 bis 15 Jahren findet ein Prozess der Umwandlung der PKK zu einer antinational, antistaatlich, feministisch und ökologisch orientierten Bewegung statt. Treibende Kraft ist dabei der politische Führer Abdullah Öcalan, der seit seiner Entführung durch den türkischen Geheimdienst 1999 in Einzelhaft auf der Gefängnisinsel Imrali lebt.

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