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Monatsarchiv für Februar 2011

Buch, Februar 2011

Die Legende vom widerständigen Köln

Horst Matzerath, Köln in der Zeit des Nationalsozialismus 1933–1945
Teil des Gesamtwerks Geschichte der Stadt Köln, Bd.12
Köln: Greven, 2009, 657 S., 60 Euro

von Larissa Peiffer-Rüssmann
Bis in die 70er Jahre hielt sich die Legende, derzufolge die rheinische Metropole Köln angeblich prinzipiell gegen den Nationalsozialismus eingestellt gewesen sei, gar ein Hort des Widerstands.
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Buch, Februar 2011

Solidarische Ökonomie: Ein Wegweiser und ein Denkweiser

Gisela Notz, Theorien alternativen Wirtschaftens.
Fenster in eine andere Welt, Stuttgart: Schmetterling, 2010

Elisabeth Voß, Wegweiser Solidarische Ökonomie.
Anders Wirtschaften ist möglich!, Neu-Ulm: AG SPAK, 2010

von Rolf Euler

Nachstehend werden ein “Wegweiser” und ein “Denkweiser” vorgestellt: Elisabeth Voß stellt einen “Wegweiser Solidarische Ökonomie” zusammen, Gisela Notz eine Übersicht über “Theorien alternativen Wirtschaftens”.

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Buch, Februar 2011

Stefan Klein, Der Sinn des Gebens

Warum Selbstlosigkeit in der Evolution siegt und wir mit Egoismus nicht weiterkommen
Frankfurt: S.Fischer, 2010, 335 S., 19,95 Euro

von Paul B. Kleiser

Der wirtschaftliche und ideologische Siegeszug des Neoliberalismus seit den 80er Jahren hat auch in den Gesellschaftswissenschaften zu einer Anthropologie geführt, die den Menschen als ein zutiefst eigennütziges Wesen beschreibt.

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Buch, Februar 2011

Fritz Keller, Gelebter Internationalismus

Österreichs Linke und der algerische Widerstand (1958–1963)
Wien: Promedia, 2010, 315 S., 19,90 Euro

von Paul Kleiser

Der Wiener Fritz Keller hat sich als Historiker der (nicht nur) österreichischen Arbeiterbewegung einen Namen gemacht. Sein neuestes Buch schließt eine nicht unbedeutende Lücke.

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Feuilleton, Februar 2011

Hanna Behrend (1922–2010)

von Gisela Notz

“Ich stelle mir vor, dass sich meine Oma am 30.November 2010 plötzlich an einem warmen Frühsommertag wiederfindet. Schmerzfrei und gut zu Fuß begibt sie sich einen kleinen Weg entlang und hinter einer Kurve steht mein Opa, wie er immer da stand, das Kinn leicht nach oben, als wolle er in den Himmel schauen und wartet. Er bemerkt sie, macht eine kleine Handbewegung und alle die Haustiere, die schon bei ihm sind, kommen herbei. Meine Oma lächelt ihn an. Er sagt: «Da bist du ja.» Und sie sagt: «Ich habe alles geregelt, sie trauern, aber es geht ihnen bald wieder gut. Ich habe ihnen gesagt, sie sollen mich in guter Erinnerung behalten; an dich haben sie sich auch immer erinnert.» Dann machen sie mit den Hunden und Katzen einen Spaziergang.”
Katharina Gruhle, Berlin, 1.12.2010

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Feuilleton, Februar 2011

Peter O. Chotjewitz, 1934–2010

Jedem Trend zum Trotz
von Jörg Sundermeier

Am 15.Dezember ist Peter O. Chotjewitz gestorben. Einer der letzten Großen der Nachkriegsliteratur ist damit tot, und einer ihrer vielseitigsten Autoren, vielleicht der vielseitigste von ihnen allen.

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Feuilleton, Februar 2011

Peter Turrini, Wie verdächtig ist der Mensch?

Wortmeldungen. (Hg. Silke Hassler)
Berlin: Suhrkamp, 2010, 286 S., 9 Euro

von Dieter Braeg

Noch gibt es im deutschen Sprachraum, der politisch mehr und mehr zu einer unterentwickelten Kulturruine wird, Zuhörerinnen und Zuhörer. Jetzt können sie auch lesen, was ihnen Peter Turrini zu sagen hat. Bislang hat er hauptsächlich Theaterstücke geschrieben, dies ist das erste Mal, dass seine Reden und verstreuten politichen Texte in einem Sammelband erschienen sind.

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Film, Februar 2011

The Coca-Cola Case

Kanada 2010, Regie: Germán Gutiérrez und Carmen Garcia
von Angela Huemer

Gleich zu Beginn erfahren wir drastisch worum es geht. Dan Kovalik, Anwalt der Stahlarbeitergewerkschaft United Steelworkers of America hält sich in Kolumbien zu einer Pressekonferenz auf. 470 Gewerkschafter, erzählt er, sind seit 2002 in Kolumbien ermordet worden.

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Krimi, Februar 2011

Wolfgang Klaes, Todfreunde

Reinbek: Rowohlt, 2004, 507 Seiten
von Udo Bonn

Was Wolfgang Klaes da als Krimi abgeliefert hat, ist schon eine Sonderklasse. Er, der bei vielen zweitklassigen Zeitschriften und Zeitungen rund um Bonn geschrieben hat, bietet hier Erstklassiges.

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Feuilleton, Februar 2011

Hexen, Zauberer und andere Verfolgte

Immer geht es um die Erhaltung der Macht
von Hanna Behrend

Aus Anlass ihres Todes am 30.11.2010 bringen wir Auszüge aus einem Text, den Hanna Behrend 2003 geschrieben hat.*

Massenverfolgungen und -ausrottungen Unschuldiger im Auftrag von Amtsträgern sind in der Geschichte der Menschheit nichts Ungewöhnliches. Die Verfolgung und Hinrichtung wegen Hexerei von Frauen, aber auch Männern vor allem in Europa zwischen dem 15. und 18.Jahrhundert war zwar keineswegs die früheste Massentötung unschuldiger Menschen, sie war aber eine der spektakulärsten und folgenreichsten in der Geschichte.

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