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	<title>SoZ - Sozialistische Zeitung &#187; Mindestlohn</title>
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		<title>Der gemerkelte Mindestlohn</title>
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		<pubDate>Wed, 30 Nov 2011 12:56:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>harald</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mindestlohn]]></category>

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		<description><![CDATA[Marktwirtschaftlich muss er sein von Manfred Dietenberger Als rosaroter Tiger namens Mindestlohn gestartet, als Bettvorleger Marke Lohnuntergrenze vor dem Krankenbett [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Marktwirtschaftlich muss er sein</strong></p>
<p>von <em>Manfred Dietenberger</em></p>
<p>Als rosaroter Tiger namens Mindestlohn gestartet, als Bettvorleger Marke Lohnuntergrenze vor dem Krankenbett des Kapitals gelandet, so k&#246;nnte man kurz das Schicksal des mit viel Ged&#246;ns medienwirksam inszenierten, neuesten T&#228;uschungsversuchs der CDU beschreiben.</p>
<p><span id="more-3571"></span>Die Menschen brauchen einen Lohn von dem man auch leben kann, so Angela Merkel noch kurz vor dem CDU-Parteitag in Leipzig. Der t&#228;te auch wirklich Not, denn der Anteil der Vollzeitbesch&#228;ftigten, die in diesem unserem Lande im Niedriglohnsektor arbeiten, liegt inzwischen bei rund 4,6 Millionen Besch&#228;ftigten. Mehr als dreieinhalb Millionen Besch&#228;ftigte arbeiteten 2009 in der Deutschland AG f&#252;r weniger als 7 Euro brutto pro Stunde. &#220;ber 1,2 Mio. wurden sogar mit einem Stundenlohn von weniger als 5 Euro abgespeist. Selbst bei einer Vollzeitbesch&#228;ftigung liegt das monatliche Erwerbseinkommen bei solchen Stundenl&#246;hnen h&#246;chstens bei rund 800 Euro, eher noch darunter.</p>
<p>Nicht einmal Alleinstehende k&#246;nnen von solchen Hungerl&#246;hnen leben. Diese Armutsl&#246;hne sind Ergebnis der Gro&#223;en Koalition aus Kapital/CDU/CSU/FDP/SPD/Gr&#252;ne und der Tarifflucht vieler Kapitalisten. Damit haben die Gewerkschaften erheblich an Einfluss auf die Entwicklung der L&#246;hne eingeb&#252;&#223;t. Nur noch 53% der Besch&#228;ftigten unterliegen einem Branchen- bzw. Fl&#228;chentarifvertrag. Durch die Hartz-Reformen am Arbeitsmarkt und Agenda 2010 wurde das gesamte Lohngef&#252;ge unter Druck gesetzt und die Verhandlungsmacht der Gewerkschaften geschw&#228;cht. Stagnierende L&#246;hne, krebsartige Ausweitung von Billigjobs und Leiharbeit sind die Folge.</p>
<p>F&#252;r Menschen, die mit Hungerl&#246;hnen abgespeist werden, bleibt auch nach dem CDU-Lohnuntergrenzen-Beschluss der Mindestlohn die Ausnahme von der Regel. Denn beschlossen wurde: «Die Lohnuntergrenze wird durch eine Kommission der Tarifpartner festgelegt und soll sich an den f&#252;r allgemein verbindlich erkl&#228;rten tariflich vereinbarten Lohnuntergrenzen orientieren.»</p>
<p>Der Leipziger Parteitag einigte sich somit auf verbindliche Lohnuntergrenzen f&#252;r bislang tarifvertragsfreie Branchen. &#220;ber deren H&#246;he und konkrete Ausgestaltung soll jedoch nicht der Staat, sondern eine Kommission aus Arbeitgebern und Gewerkschaften entscheiden. Wie aber sollen/k&#246;nnen die Gewerkschaften ausgerechnet in den bisher tarifvertragsfreien Branchen, wo sie nur schwach bis gar nicht organisiert und somit nicht streikf&#228;hig sind, ausgerechnet am Verhandlungstisch den Kapitalisten anst&#228;ndige L&#246;hne abringen k&#246;nnen&#8230;? Allein mit den richtigen Argumenten konnten Gewerkschaften noch nie L&#246;hne erk&#228;mpfen, die der «W&#252;rde der Arbeitnehmer» (Merkel) entsprechen, lehrt uns unsere Klassenkampferfahrung.</p>
<p>Die CDU-Lohnuntergrenzen durch die Tarifparteien festlegen zu lassen, bezeichnete Detlef Wetzel, Zweiter Vorsitzender der IG Metall, daher v&#246;llig zu Recht als «Unsinn». «Wir haben das doch schon bei den Lohnuntergrenzenkommissionen und den Allgemeinverbindlichkeitskommissionen erlebt. Da sitzen die Gewerkschaften und sagen 8,50 Euro. Die Arbeitgeber sagen 5,50 Euro. Und dann? Soll da gew&#252;rfelt werden? Wer entscheidet, was letztendlich passiert?»</p>
<p>Das bedeutet in der Praxis: Die tariflich vereinbarten Niedrigstl&#246;hne – beispielsweise 3,06 Euro f&#252;r Friseure in Sachsen – wird es weiter geben. Zudem werden zahlreiche Abweichungen sogar noch nach weiter unten m&#246;glich. Das Mogelpaket Lohnuntergrenze hat mit dem von den Gewerkschaften geforderten fl&#228;chendeckenden und verbindlich geltenden Mindestlohn nichts zu tun.</p>
<p>Vor dem CDU-Parteitag erkl&#228;rte Angela Merkel, es gehe beim Mindestlohn um die W&#252;rde der Menschen. F&#228;ngt die W&#252;rde f&#252;r Friseure und Floristen woanders an als im Callcenter? Da war nach dem Beschluss Ministerin von der Leyen schon etwas ehrlicher: «Wir wollen keinen politischen, sondern einen marktwirtschaftlichen Mindestlohn.» Und so bleibt es dabei, dass wir weiter um den gesetzlichen Mindestlohn k&#228;mpfen m&#252;ssen – denn uns von den Hungerl&#246;hnen zu erl&#246;sen, k&#246;nnen wir nur selber tun!</p>
<p><em>Manfred Dietenberger ist Gewerkschafter seit 1969, politisiert durch die Lehrlingsbewegung, zuletzt DGB-Kreisvorsitzender in Waldshut. Oberschwabe und Internationalist, arbeitet heute als Referent und Autor zu sozialpolitischen und sozialgeschichtlichen Themen.</em></p>
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		<title>Leiharbeit: Gewaltig auf dem Vormarsch</title>
		<link>http://www.sozonline.de/2011/02/leiharbeit-gewaltig-auf-dem-vormarsch/</link>
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		<pubDate>Wed, 02 Feb 2011 17:23:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>herausgeber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mindestlohn]]></category>

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		<description><![CDATA[Tarifvertr&#228;ge konnten Zeitarbeit bisher nicht eind&#228;mmen von Jochen Gester Leiharbeiter waren der gro&#223;e Joker im j&#252;ngsten Kriseneinbruch: Sie wurden im [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!-- p { margin-bottom: 0.21cm; } --></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><strong>Tarifvertr&#228;ge konnten Zeitarbeit bisher nicht eind&#228;mmen</strong><br />
<em>von Jochen Gester</em></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Leiharbeiter waren der gro&#223;e Joker im j&#252;ngsten Kriseneinbruch: Sie wurden im Herbst 2008 als erste gefeuert – ohne &#246;ffentlichen Protest; und im darauffolgenden Aufschwung sind sie es, die vorzugsweise eingestellt werden – auf Kosten regul&#228;rer Besch&#228;ftigung. Die daraus folgenden Verwerfungen versuchen Union und SPD jetzt mit einem Mindestlohn f&#252;r Leiharbeiter in den Griff zu bekommen; angebrachter w&#228;re die R&#252;ckkehr zu einer alten Gewerkschaftsforderung: Verbot der Leiharbeit.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span id="more-1962"></span>Die Leiharbeit hat sich in den letzten Jahren zu einem sozialpolitischen Thema ersten Ranges entwickelt. Sie steht wie kaum ein anderes Konfliktfeld stellvertretend f&#252;r den Umbau der Arbeitswelt in Richtung Prekarisierung.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Dabei gibt es das Recht auf die sog. Arbeitnehmer&#252;berlassung bereits seit 1952 und die Gr&#252;ndung der ersten Unternehmen, die sich darauf spezialisierten, erfolgte Anfang der 60er Jahre des letzten Jahrhunderts. 1970 schloss die damalige DAG den ersten Tarifvertrag mit einem Zeitarbeitsunternehmen ab. In den 70er Jahren wurden gesetzliche Regelungen f&#252;r einen sozialen Mindestschutz der Zeitarbeiter beschlossen. In der Kohl-&#196;ra wurde das Baugewerbe aus dem Bereich der erlaubten Leiharbeit herausgenommen und die H&#246;chstverleihdauer von 3 auf 6 Monate verl&#228;ngert.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Richtig in Fahrt kam die Branche jedoch erst durch die Regierung Schr&#246;der, die 1997 eine Reform des A&#220;G auf den Weg brachte. Die H&#246;chstverleihdauer wurde von 9 auf 12 Monate verl&#228;ngert, und der Start ins Berufsleben wurde als Leiharbeit m&#246;glich. Die Befristung des Arbeitsvertrags ohne Vorliegen sachlicher Gr&#252;nde wurde ebenso erlaubt wie die l&#252;ckenlose Aufeinanderfolge von Leiharbeitsvertr&#228;gen. Schlie&#223;lich entfiel die Wartefrist f&#252;r die Wiedereinstellung von Zeitarbeitern. 1999 schloss die IG Metall einen ersten Arbeitsvertrag in der A&#220;G f&#252;r die Expo in Hannover ab.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Die SPD schob auch die zweite Reform der Arbeitnehmer&#252;berlassung an. Im Rahmen der Hartz-Gesetze wurde 2004 das Gesetz «f&#252;r moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt» verabschiedet. Es hob die zeitliche Grenze f&#252;rs Verleihen ganz auf und auch das sog. Synchronisationsverbot – Zeitarbeitsunternehmen k&#246;nnen Arbeitnehmer danach f&#252;r einen zeitlich befristeten Bedarf an einen einzigen Arbeitgeber ausleihen und danach k&#252;ndigen.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><strong>Miese Bedingungen trotz Tarifvertr&#228;ge</strong></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Inzwischen gibt es &#252;ber 42.000 Betriebe in der Zeitarbeit. Mitgliederst&#228;rkster Verband ist der Arbeitgeberverband der Mittelst&#228;ndischen Personaldienstleister (AMP). Der Umfang der abgeschlossenen Arbeitsvertr&#228;ge hat sich binnen eines Jahrzehnts fast verdreifacht. Ermittelte der DGB-Bundesvorstand f&#252;r 2001 noch 367.000 Zeitarbeiter, so waren es 2010 923.000. Dieses Jahr erwartet er das &#220;berschreiten der Millionengrenze. IG-Metall-Vorstand Wetzel h&#228;lt es nicht f&#252;r ausgeschlossen, dass diese Entwicklung anh&#228;lt und am Ende 2,5 Millionen abh&#228;ngig Besch&#228;ftigte in dieen Bereich verschoben werden. Diese Gr&#246;&#223;enordnung hat der Bezirksleiter der IGM Hannover, J&#246;rg K&#246;ther, aus den Prognosen der Branchenverb&#228;nde hochgerechnet.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Eine Umfrage unter 5150 Betriebsr&#228;ten im Organisationsbereich der IG Metall ergab, dass 85% der 2009 bis Mitte 2010 einstellenden Betriebe &#252;berwiegend auf prek&#228;re Arbeitsverh&#228;ltnisse setzten. Leiharbeiter sind mit 43% darunter die gr&#246;&#223;te Gruppe. Zeitarbeit ist ein dauerhaftes und wachsendes Segment des Arbeitsmarkts geworden, sie ist kein Wirtschaftszweig, der nur die ber&#252;hmten Auftragsspitzen abarbeitet oder Arbeitskr&#228;fte f&#252;r saisonale oder projektbegrenzte T&#228;tigkeiten vermittelt.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Der Lohn eines Leiharbeiters liegt im Durchschnitt 30% unter dem Einkommen ihrer Kollegen aus den sog. Stammbelegschaften. Auch 50% sind keinesfalls eine gro&#223;e Ausnahme. Diese Schlechterstellung trifft auch den Teil der Zeitarbeiter, der eine Ausbildung hat: auch sie erhalten oft weniger als unqualifizierte Festangestellte. Die Mehrheit der Besch&#228;ftigten in der Zeitarbeit geh&#246;rt zum Niedriglohnsektor. Der durchschnittliche Lohn einer Vollzeitkraft in diesem Bereich betrug 2009 1393 Euro brutto, einschlie&#223;lich s&#228;mtlicher Zulagen. Nach Berechnungen der Bundesagentur f&#252;r Arbeit hat die Branche mit 12% auch den gr&#246;&#223;ten Anteil an Hartz IV-Aufstockern. Nach einer Studie des DGB ist das Risiko, arbeitslos zu werden, f&#252;r Ausgeliehene im verarbeitenden Gewerbe zehnmal gr&#246;&#223;er als f&#252;r Stammbelegschaften. Die Chance auf &#220;berwindung des Leiharbeiterstatus und auf eine dauerhafte &#220;bernahme in ein regul&#228;res Arbeitsverh&#228;ltnis liegt bei gerade 7%.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Die Zeitarbeit hat ihr anf&#228;ngliches Nischendasein hinter sich gelassen und ist zu einem wirksamen Hebel geworden, mit dem Unternehmen die Geh&#228;lter und Arbeitsbedingungen ihrer Belegschaften verschlechtern k&#246;nnen. Sie ersetzt Teile der Stammbesch&#228;ftigten durch Arbeitnehmer, die weniger verdienen und l&#228;nger arbeiten. Die Betroffenen sind einem starken Anpassungsdruck ausgesetzt, weil sie sich im Status «st&#228;ndiger Probezeit» befinden. Ihre K&#252;ndigung ist problemlos. Die noch verbleibenden regul&#228;r Besch&#228;ftigten wiederum bekommen vorgef&#252;hrt, was ihr Schicksal sein kann, sollten die Firma mit ihrer Arbeitsleistung nicht mehr zufrieden sein.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><strong>Auf dem Vormarsch</strong></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Leiharbeit ist im verarbeitenden Gewerbe auf dem Vormarsch und boomt auch im Dienstleistungssektor. Gro&#223;e Unternehmen wie die Volkswagen AG unterhalten eigene Zeitarbeitsfirmen (Autovsion): Letztere wurde etwas bekannter, als ein Teil der in der Krise abgebauten Zeitarbeitnehmer sich gegen ihre Entlassung mit einem Hungerstreik &#246;ffentlichkeitswirksam zur Wehr setzten. BMW hat die Leiharbeiterquote seines Leipziger Werks auf 30% erh&#246;ht, und auch die Daimler AG will den Anteil ihrer Zeitarbeit &#252;ber die mit dem Betriebsrat vereinbarte H&#246;chstgrenze hinaus aufstocken. Ob der Verlag Gruner + Jahr, Wohlfahrtsverb&#228;nde wie die AWO, die in Dortmund allein vier eigene Zeitarbeitsfirmen betreibt, oder &#246;ffentliche Einrichtungen wie das Klinikum Essen, das gern 3000 der 5500 Besch&#228;ftigten als hauseigene Leihkr&#228;fte besch&#228;ftigen m&#246;chte – &#252;berall wird zum Angriff auf gewerkschaftlich erk&#228;mpfte Sozialstandards und Rechte geblasen.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">In besonders dreister Form versuchte es der Drogeriediscounter Schlecker, der Dutzende von Standorten schlie&#223;en und sie dann als XL-M&#228;rkte wieder &#246;ffnen wollte. Tausende von Besch&#228;ftigten sollten &#252;ber eine als 100%ige Tochter firmierende Zeitarbeitsfima so verschoben werden, dass sie entweder ihren Job los gewesen oder bereit gewesen w&#228;ren, als Leiharbeiter ohne Tarifbindung bei halbierten L&#246;hnen und ohne Zahlung von Urlaubs- und Weihnachtsgeld weiterzuarbeiten. Dieser Coup konnte jedoch durch &#246;ffentlichen Druck verhindert werden.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Schlecker unterschrieb eine Vereinbarung mit Ver.di, die k&#252;nftig allen 34000 Besch&#228;ftigten den Tarifvertrag des Einzelhandels zusichert. Die Grauzone ist wahrscheinlich riesig. So wurde durch einen Selbsttest im Niedriglohnsektor des Journalisten Markus Breitscheidel bekannt, dass die Bayer AG ihren Festangestellten in der Pillenproduktion 17,50 Euro plus Zulagen zahlt, Leiharbeiter jedoch mit einem Hungerlohn von 6,42 Euro abspeist.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><strong>DGB blamiert</strong></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Die Politik der Gewerkschaften in diesem Bereich ist lehrreich, jedoch nicht unbedingt im positiven Sinn. Bis zur rot-gr&#252;nen &#196;ra lehnte der DGB das Vertragsverh&#228;ltnis der Leiharbeit ab, da sie die Unsicherheit und Abh&#228;ngigkeit der Arbeitnehmer f&#246;rdert. Zeitarbeitsfirmen hatten den Ruch moderner Sklavenhalter. Doch dann stimmte der DGB der A&#220;G-Reform der Schr&#246;der-Fischer-Regierung zu und vollzog – getrieben durch die sog. christlichen Gewerkschaften, die im gro&#223;en Stil begannen, Gef&#228;lligkeitstarifvertr&#228;ge abzuschlie&#223;en – die Wende von der Ablehnung zur Regulierung der Zeitarbeit.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Das Ergebnis ist f&#252;r gewerkschaftliche Anspr&#252;che ein Desaster. Die von der Tarifgemeinschaft der christlichen Gewerkschaften CGZP vereinbarten Mindestl&#246;hne (Entgeltgruppe 1) – sie gelten f&#252;r 200.000–300.000 Besch&#228;ftigte – liegen aktuell bei 7,60 Euro (West) und 6,40 Euro (Ost). Die Einstiegsl&#246;hne der Tarifgemeinschaft des DGB, iGZ, die f&#252;r rund 500.000 Zeitarbeitnehmer Anwendung finden – liegen im Westen ebenfalls bei 7,60 Euro und sind im Osten mit 6,65 Euro gerade mal um 0,15 Euro g&#252;nstiger.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Bekanntlich betr&#228;gt die offizielle Mindestlohnforderung der DGB-Gewerkschaften 8,50 Euro. Und auch diese Forderung ist magere Kost, bedenkt man, dass – so eine Studie des WSI – ein Stundenlohn von 9,47 Euro &#252;ber 45 Versicherungsjahre n&#246;tig ist, um auch nur die Grundsicherung von 676 Euro zu erreichen.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Wenn jetzt das Bundesarbeitsgericht (BAG) die Tarifvertr&#228;ge der CGZP wegen fehlender Tariff&#228;higkeit f&#252;r nichtig erkl&#228;rt hat, k&#246;nnen die Besch&#228;ftigten in diesem Bereich auf Nachzahlungen hoffen, denn f&#252;r sie gilt jetzt die EU-Gleichstellungsrichtlinie. Die den Vertr&#228;gen der iGZ unterworfenen Leiharbeiter k&#246;nnen dies nicht. Statt den Spruch des BAG abzuwarten, haben die DGB-Vertreter einen Vertrag geschlossen, der bis zum 31.10.2013 gilt.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Der DGB-Vorstand hat die &#220;berlebenshoffnungen vieler Stammbelegschaften bedient, die darauf setzen, dass die Prekarisierung eines Teils der Besch&#228;ftigten die Wettbewerbsf&#228;higkeit der Firma verbessert und damit die Sicherheit des eigenen Arbeitsplatzes erh&#246;ht.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Doch die reale Entwicklung dokumentiert eher den Verfall gewerkschaftlicher Grundwerte. Und sie macht auch deutlich, dass dieses Kalk&#252;l nicht aufgeht. Denn die Unternehmen setzen gerade auf die Zeitarbeit, um die sog. Stammbelegschaften besser angreifen zu k&#246;nnen. Das ist jetzt auch in den Gewerkschaftsvorst&#228;nden angekommen. Doch zur naheliegenden Konsequenz k&#246;nnen sie sich nicht durchringen: R&#252;ckkehr zur Forderung nach Abschaffung der Leiharbeit.</p>
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		<title>Lidl fordert 10 Euro Mindestlohn</title>
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		<pubDate>Wed, 02 Feb 2011 14:14:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>herausgeber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mindestlohn]]></category>

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		<description><![CDATA[Unerhoffte Verb&#252;ndete von Jochen Gester Jahrelang stand der Name Lidl stellvertretend f&#252;r die Expansion der Billig-Discounter. Das &#246;ffentlichkeitsscheue schw&#228;bische Familienunternehmen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!-- pre.western { font-family: "Garuda"; }pre.cjk { font-family: "DejaVu Sans",monospace; }p { margin-bottom: 0.21cm; } --><strong>Unerhoffte Verb&#252;ndete</strong><br />
<em>von Jochen Gester</em><br />
Jahrelang stand der Name Lidl stellvertretend f&#252;r die Expansion der Billig-Discounter. Das &#246;ffentlichkeitsscheue schw&#228;bische Familienunternehmen Schwarz katapulierte sich in die Top-Seller-Liste der oberen 10000 durch systematische Unterdr&#252;ckung von Betriebsratsgr&#252;ndungen und durch abschreckend entw&#252;rdige Arbeitsverh&#228;ltisse. Zum Schluss kam auf, dass die Abgesandten der Firma die Mitarbeiter per Videokameras bis in die intimsten Ecken oberserviert haben.</p>
<p><span id="more-1894"></span>Dazu mag die neuste Botschaft aus dem Hause Lidl gar nicht passen. Lidl hat sich in einem Brief an alle Fraktionen des Bundestags gewandt und fordert diese auf, einen allgemeinen Mindestlohn von 10 Euro einzuf&#252;hren, um das Lohndumping wirksam zu unterbinden. F&#252;r gleiche Arbeit m&#252;sse gleicher Lohn bezahlt werden.</p>
<p>Was ist passiert? Lidl ist ein sp&#228;tes Opfer des eigenen Erfolgs geworden. Denn der Siegeszug der Marke «Lidl ist billig» hat Nachahmer auf den Plan gerufen, die es noch billiger machen. So w&#228;chst die Edeka-Tochter Netto gerade durch die Einf&#252;hrung von Stundenl&#246;hnen, die bei vielen Mitarbeitern deutlich unter 6 Euro liegen. Hier kam man auch auf die feine Idee, die gesetzliche Verpflichtung zur Zahlung des Lohns im Krankheitsfall durch eine kleine «Sozialzulage» als abgegolten zu erkl&#228;ren.</p>
<p>Ver.di hat mit dem Hauptverband des Deutschen Einzelhandels (HDE) Verhandlungen &#252;ber einen Bundestarifvertrag vereinbart, der Mindestl&#246;hne festschreibt, die dann allgmeinverbindlich erkl&#228;rt werden sollen. Da ist es eine n&#252;tzliche Sch&#252;tzenhilfe, wenn einer der Gro&#223;en der Branche pl&#246;tzlich auf die 10 Euro-Forderung der au&#223;erparlamentarischen Bewegung umschwenkt und ganz nebenbei verdeutlicht, wie unangebracht bescheiden die 8,50 Euro, sind, auf die sich der DGB geeinigt hat.</p>
<p>Die Lidl-Initiative zeigt, dass Gewerkschaften die Konkurrenz der Unternehmen nutzen k&#246;nnen, um dem Lohndumping Grenzen zu setzen. Auch wenn die geplante Allgemeinverbindlicheit der neuen Lohnuntergrenze daran scheitern d&#252;rfte, dass der HDE im beschlie&#223;enden Tarifausschuss die erforderliche einstimmige Zustimmung f&#252;r einen 10 Euro-Mindestlohn verweigert, so steigt doch der &#246;ffentliche Druck f&#252;r die Durchsetzung einer Lohnuntergrenze, die armutsfest ist.</p>
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		<title>Neue Tarife in der Zeitarbeit</title>
		<link>http://www.sozonline.de/2010/04/neue-tarife-in-der-zeitarbeit/</link>
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		<pubDate>Fri, 23 Apr 2010 16:58:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>herausgeber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mindestlohn]]></category>

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		<description><![CDATA[7,60 Euro brutto ist ein Armutslohn von Herbert Thomsen Beim Abschluss des Tarifvertrags Zeitarbeit wurde der DBG von den Christlichen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>7,60 Euro brutto ist ein Armutslohn</strong><br />
<em>von Herbert Thomsen</em></p>
<p>Beim Abschluss des Tarifvertrags Zeitarbeit wurde der DBG von den Christlichen getrieben. Seit langem erhebt der DGB einen unerbittlichen Vorwurf gegen den Christlichen Gewerkschaftsbund (CGB), dieser sei nicht kampff&#228;hig genug, um ordentliche Tarifvertr&#228;ge abzuschliessen. Dies trifft tats&#228;chlich zu.</p>
<p><span id="more-945"></span>Sowohl das Arbeitsgericht Berlin als auch das Landesarbeitsgericht Berlin sprachen dem CGB wegen fehlender Mitglieder und Durchsetzungsst&#228;rke die Tariff&#228;higkeit ab.</p>
<p>Die DGB-Gewerkschaften bezichtigen den CGB fortw&#228;hrend, Dumpingabschl&#252;sse zum Wohl der Unternehmen zu vereinbaren. Im Februar und M&#228;rz 2010 schlossen sowohl der CGB als auch die Tarifgemeinschaft des DGB (IG Metall, Ver.di u.a.) f&#252;r das Zeitarbeitsgewerbe mit ihrem jeweiligen Verhandlungspartner einen neuen Tarifvertrag zum 1.Juli 2010 ab. Die unterste Lohngruppe West betr&#228;gt bei beiden Abschl&#252;ssen 7,60 Euro brutto.</p>
<p>Der «m&#228;chtige» DGB und die in der Zeitarbeit fast mitgliederlosen Christengewerkschaften kommen zu dem gleichen erb&#228;rmlichen Niedriglohn, der den Besch&#228;ftigten die Gewissheit gibt: Aufstockende Hartz-IV-Leistungen sind m&#246;glich. Angesichts der minimalen Unterschiede in den Eingruppierungen d&#252;rfte der Vorwurf, L&#246;hne auf Armutsniveau vereinbart zu haben, sowohl auf den CGB als auch auf den DGB zutreffen.</p>
<p>Dar&#252;ber hinaus vereinbarten der Arbeitgeberverband Mittelst&#228;ndischer Personaldienstleister (AMP) und der CGB f&#252;r Besch&#228;ftigte in der Metall- und Elektroindustrie einen Zuschlag von 40 Cent pro Stunde.</p>
<p><strong>Tarifschaukel</strong></p>
<p>Auf den ersten Blick ist mit Ausnahme des niedrigeren Osttarifs von AMP/CGB kein wesentlicher  Unterschied in der Lohnh&#246;he der untersten Lohngruppe  feststellbar. Beide liegen bei 7,60 Euro Brutto im Westen. Der DGB/BZA-Tarif f&#228;llt in den mittleren Lohngruppen g&#252;nstiger aus, um sich dann bei 17,11 Euro in der h&#246;chsten Lohngruppe wieder mit dem AMP-Tarif zu treffen.</p>
<p>Die Lachnummer ergibt sich jedoch aus dem Zeitablauf der Tarifabschl&#252;sse. Die Verhandlungen zwischen DGB und BZA sowie die von AMP und CGB fanden fast zeitgleich statt. Am 25.1.2010 vermeldeten DGB und BZA die Einigung auf neue Tarife ab Mai 2010. Sie vereinbarten jedoch lediglich eine Lohnerh&#246;hung von 2,5% f&#252;r 2010 und noch einmal f&#252;r 2011. Dies h&#228;tte einen Anstieg der untersten Lohngruppe West von 7,38 auf 7,56 Euro im Jahre 2010 bedeutet. Sonst gab es keine neuen Regelungen. F&#252;r die beidseitige Annahme dieser Vereinbarung galt eine Erkl&#228;rungsfrist.</p>
<p>Anfang Februar stellten AMP und CGB ihren Tarifabschluss vor. Hier wurde der neue DGB-Tarif um glatte 4 Cent im Westen &#252;berboten, ein Zuschlag von 40 Cent pro Stunde f&#252;r Besch&#228;ftigte in der Metall- und Elektroindustrie vereinbart (hat der DGB nicht) und die konzerninterne Arbeitnehmer&#252;berlassung per Tarifvertrag ausgeschlossen. Damit war das «Schlecker-Modell» durch den AMP/CGB-Tarifvertrag vom Tisch, weil Schlecker mit seiner eigenen Zeitarbeitsfirma den AMP-Tarifvertrag nicht h&#228;tte anwenden k&#246;nnen. Und ohne Tarifvertrag gilt: gleicher Lohn f&#252;r gleiche Arbeit. Zus&#228;tzlich stellten AMP und CGB in Aussicht, einen Mindestlohn zu vereinbaren und diesen beim Bundesministerium f&#252;r Arbeit und Soziales ins Arbeitnehmerentsendegesetz aufnehmen zu lassen.</p>
<p>Damit wurde der DGB-Abschluss glatt &#252;berboten. Diese Dem&#252;tigung durch die als kampfunf&#228;hig betitelte Christengewerkschaft konnte der DGB nicht hinnehmen. Ver.di und IG Metall blockten den eigenen Abschluss mit dem BZA innerhalb der Erkl&#228;rungsfrist. Neue Verhandlungen begannen und DGB/BZA schrieben bei AMP/Christen ab. Der Tarif wurde angehoben, die konzerninterne Arbeitnehmer&#252;berlassung (Schlecker-Modell) ausgeschlossen und die Aufnahme des Tarifs in das Arbeitnehmerentsendegesetz beschlossen.</p>
<p><strong>Das Interesse der Zeitarbeitsfirmen</strong></p>
<p>Nun soll keineswegs die Behauptung erhoben werden, der CGB habe tapfer gek&#228;mpft. Die von ihm gegengezeichneten Tarife und Manteltarifelemente sind ihm faktisch in den Schoss gefallen. Nicht nur Schlecker besitzt eine eigene Zeitarbeitsfirma. Dieses Gesch&#228;ftsmodell <em>-</em> lieber Zeitarbeiter der eigenen Verleihfirma mit niedrigen L&#246;hnen im eigenen Betrieb unterzubringen, ohne dabei den Profit mit anderen teilen zu m&#252;ssen <em>-</em> ist weit verbreitet und damit eine Bedrohung f&#252;r Gesch&#228;ft und Gewinn der traditionellen Zeitarbeitsfirmen. Diese sitzen jedoch, was den Abschluss von Tarifvertr&#228;gen angeht, am l&#228;ngeren Hebel. Dieses Monopol auf Tarifvertr&#228;ge bringen Letztere, allen voran der AMP, gegen die Konkurrenz der konzerneigenen Leihbetriebe in Stellung.</p>
<p>Die Vereinbarung eines Mindestlohns und seine geplante &#220;bernahme in das Entsendegesetz sind ein Schutz vor der sich ab 2011 abzeichnenden Konkurrenz aus den neuen EU L&#228;ndern. Beide Regelungen liegen im ureigensten Interesse der in der Zeitarbeitsbranche vertretenen Unternehmen. Dass der DGB und seine Gro&#223;gewerkschaften, IG Metall und Ver.di, diese «Notsituation» der Zeitarbeitsbranche nicht ausgenutzt haben, ist ihnen zum Vorwurf zu machen.</p>
<p>Schon im Jahr 2003, bei der &#196;nderung des Arbeitnehmer&#252;berlassungsgesetzes (A&#220;G) und dem Unterlaufen des Prinzips «gleicher Lohn f&#252;r gleiche Arbeit» h&#246;rte man von den DGB-Gewerkschaften nur einen leisen Lufthauch der Kritik am Gebaren ihres SPD-Genossen, Kanzler Schr&#246;der. Schlie&#223;lich sa&#223;en auch zwei ranghohe DGB-Gewerkschafter in der Hartz-Kommission, die Lohn- und Sozialabbau inhaltlich vorbereitete.</p>
<p><strong>Niedriglohn</strong></p>
<p>Seither haben die DGB Gewerkschaften ma&#223;geblich den Abbau von Lohnstandards, insbesondere den Ausbau des Niedriglohnsektors, unterst&#252;tzt. Nicht verbal, da haben die Gewerkschaftsf&#252;hrungen heftig gewettert. Unterst&#252;tzt haben sie den Lohnabbau durch Nichtstun. Gewerkschaften, die bei jeder Gelegenheit im Betrieb Entlassungen durchwinken und nur um die H&#246;he der Abfindung feilschen, die Lohnopfer bringen, um sich daf&#252;r wertlose <em>-</em> weil in den meisten F&#228;llen gebrochene <em>-</em> Arbeitsplatzgarantien vom Kapital zusagen zu lassen, die «ihre» sechs Millionen Mitglieder nicht mobilisieren, tragen durch «Nichtstun» dazu bei, die Lohnsenkungen des Kapitals durchzuwinken.</p>
<p>Von 1998 bis 2008 sind die Reall&#246;hne im Niedriglohnbereich um 17% gesunken. Der Anteil der L&#246;hne und Sozialleistungen am Volkseinkommen ist von 72% im Jahre 2000 auf 61% im Jahre 2008 gesunken. Dementsprechend stieg der Anteil aus Unternehmens- und Zinseink&#252;nften von 28 auf 39%.</p>
<p>Was hat der DGB (IG Metall und Ver.di) in der ersten Verhandlungsrunde abgeschlossen? (Fast) nichts. Allein die Konkurrenzsituation zum CGB hat sie veranlasst, den schon ausgehandelten Tarif noch einmal nachzuverhandeln und ein besseres Ergebnis zu erzielen.</p>
<p><strong>Fazit: Konkurrenz belebt das Gesch&#228;ft.</strong></p>
<p>«Am 9.11.1989 haben wir mit der Mauer&#246;ffnung auch die Abrissbirne gegen den Sozialstaat in Position gebracht. Hartz V bis VIII werden demn&#228;chst folgen. Es ist Klassenkampf und es ist gut so, dass der Gegner auf der anderen Seite kaum wahrzunehmen ist.» (Michael Rogowski, Vorsitzender des Bundesverbands der Deutschen Industrie am 16.12.2004 auf Phoenix.)</p>
<p>Da hatte er wohl nicht ganz Unrecht. Widerstand der Gewerkschaftsf&#252;hrungen gegen Lohn- und Sozialabbauma&#223;nahmen des Kapitals ist kaum wahrnehmbar. Der Tarifabschluss Zeitarbeit ist daf&#252;r ein deutlicher Beleg.</p>
<p><em>Der Autor ist einer der Initiatoren des Bremer Erwerbslosenverbands.</em></p>
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