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Wer kann schon von sich sagen, ein Gedankengang gehöre ihm?

Bert Brecht hielt nicht viel vom Recht auf geistiges Eigentum. Wir auch nicht. Wir stellen die SoZ kostenlos ins Netz, damit möglichst viele Menschen das darin enthaltene Wissen nutzen und weiterverbreiten. Das heißt jedoch nicht, dass dies nicht Arbeit sei, die honoriert werden muss, weil Menschen davon leben.

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Nur Online November 2018

Von Barcelona bis Berlin

Widerstand gegen Uber & Co.!
von Michael Schilwa*

Taxistreiks in Madrid, Proteststernfahrten in Wien und Berlin, Blockade der Tower Bridge in London, brennende Uber-Karossen in Paris. Was ist da los in einer Branche, die bislang eher nicht durch übergroße Aufmüpfigkeit aufgefallen ist? Ganz einfach, es geht um die nackte Existenz eines ganzen Gewerbes, um Hunderttausende Jobs. weiterlesen

Nur Online November 2018

Die ArbeiterInnenklasse – ein zerbröseltes Subjekt?

Die Bedeutung der objektiven Interessenlage
von Jakob Schäfer

Seit einigen Jahren wird wieder vermehrt über die ArbeiterInnenklasse diskutiert. Nicht wirklich hilfreich allerdings sind dabei Betrachtungsweisen nach folgendem Muster: Von einer ArbeiterInnenklasse kann nur gesprochen werden, wenn sich die ArbeiterInnen als Klasse verstehen und sich im Kampf gegen das Kapital stellen. weiterlesen

Nur Online Oktober 2018

Streiks an Unikliniken

«Es ändert sich erst was, wenn wir anfangen, gemeinsam zu kämpfen»
Gespräch mit Alexandra Willer*

An den Krankenhäusern reißen die Streiks gegen den Personalmangel nicht ab. Ende Juni sind an den Unikliniken Düsseldorf und Essen Hunderte Beschäftigte für mehr Personal im Krankenhaus in den Streik getreten, Ende August haben sie ihren Streik mit einem Teilerfolg beendet. weiterlesen

Nur Online Oktober 2018

Zur aktuellen Situation in Österreich

12 Stunden am Tag, 60 Stunden die Woche – so geht Flexibilisierung
von Michael Sankari

Vor einigen Jahren noch hätten wir uns in Deutschland mit so grundsätzlichen Angriffen auf die Lebensbedingungen in unserem sprachlich so nahen Nachbarland Österreich beschäftigt. Zu groß wäre die Befürchtung gewesen, dass dies Teil einer größeren Entwicklung ist, die über kurz oder lang auch uns treffen kann. weiterlesen

Nur Online Oktober 2018

Ausbeutung real

Nach kräftigen Lohnsenkungen will die Supermarktkette Real ihre Märkte jetzt verkaufen
von Violetta Bock

«Der Einzelhandel ist ein elementarer Teil des täglichen Lebens. Doch die komplexe Gesamtleistung von Zehntausenden von Menschen wird häufig überlagert durch ein Bild von vermeintlich geringen Einkommen, langen Arbeitszeiten und körperlich anstrengenden Arbeitsbedingungen. Und doch setzen täglich rund 50 Millionen Kunden Vertrauen in die Branche. weiterlesen

Nur Online Oktober 2018

Die Fusion von Karstadt und Kaufhof

Beschäftigte fordern den Tarifvertrag Einzelhandel für beide Häuser
von Helmut Born

Am 11.September wurde offiziell verkündet, worüber die Medien seit Wochen berichteten: Die Fusion von Karstadt und Kaufhof, den beiden letzten Warenhausunternehmen in der Bundesrepublik, ist vollzogen. Vorausgegangen war eine klare Ansage der Banken, dass die Besitzer von Kaufhof, das US-kanadische Unternehmen Hudson Bay Company (HBC), eine Verlängerung ihres Kredits über etwa 1,3 Milliarden Euro, nur bekommen würden, wenn sie einer Fusion mit Karstadt zustimmten. Da die Geschäfte des Unternehmens in Europa, aber auch in Nordamerika, alles andere als erfolgreich sind, blieb HBC nichts anderes übrig, als der von ihnen immer abgelehnten Fusion zuzustimmen. weiterlesen

Nur Online Oktober 2018

Der Widerstand bei Ryanair wächst

Über Gewerkschafts- und Länder­grenzen hinweg
von vb

Michael O’Leary lebt auf seinem 250 Morgen großen Gut «Gigginstown House» bei Mullingar in der Nähe von Dublin. Er ist Chef der Billigairline Ryanair und kann die Forderungen der Gewerkschaften einfach nicht verstehen. Er hält sie weder für gerechtfertigt noch für empfehlenswert. Dies teilte er den Beschäftigten in einem persönlichen Brief vor dem Streik mit. Wie soll er auch verstehen, wie es ist, zu Niedriglöhnen zu schuften? weiterlesen

Nur Online Oktober 2018

Das Ende der Arbeiterbewegung, wie wir sie kannten

Schwerpunkt: Klassenanalyse
von Lidia Cirillo*

Seit der Finanzkrise ist die «soziale Frage» wieder stärker in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit von linken Aktivistinnen und Wissenschaftlern gerückt, und mit ihr die Frage: Wer ist heute eigentlich noch Arbeiterklasse? Nach den Umbrüchen, die der massiven Internationalisierung des Kapitals, landläufig Globalisierung genannt, und der Einführung von Hartz IV geschuldet sind, ist es alles andere als leicht, die Frage zu beantworten. weiterlesen

Nur Online Oktober 2018

Auf der Suche nach der Arbeiterklasse

Ein bisschen Empirie schadet nie
von Angela Klein

Auf der Suche nach der Arbeiterklasse muss Jörg Miehe tief graben. Denn es ist nicht nur so, dass die Beschäftigtenzahlen in der Grundstoffproduktion und dem verarbeitenden Gewerbe mit Ausnahme der Kfz-Produktion (und einiger stagnierender Bereiche wie der Mess- und Steuertechnik sowie der Energieversorgung) samt und sonders rückläufig sind. Es ist auch so, dass unter den Arbeitnehmern, die bei den einzelnen Wirtschaftszweigen aufgeführt sind, der Anteil der Arbeiter gegenüber dem der Angestellten rückläufig ist. Es boomen stattdessen Datenverarbeitung und Dienstleistungen ­«aller Art» für Unternehmen (häufig sind das Bereiche, die zuvor aus den Unternehmen ausgelagert wurden), Handel und Gastgewerbe sowie die Bereiche der Daseinsvorsorge Erziehung/Unterricht und Gesundheit. weiterlesen

Nur Online Oktober 2018

Klassenkampf findet alltäglich statt

Ist die Arbeiterklasse noch ein politisch relevantes Handlungssubjekt?
von Werner Seppmann

Vorbei sind die Zeiten, als selbst in linken Diskussionen problematisiert wurde, ob es eine Arbeiterklasse überhaupt noch gibt. Die große Krise hat zumindest in dieser Hinsicht für Klarheit gesorgt: Selbst im Parteiprogramm der LINKEN wird von der Arbeiterklasse gesprochen. weiterlesen