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Fasten-Jazz am Goldnen Horn
Das Festival Ramazanda Caz (14.-31.8.)
von Lothar A.Heinrich
Die vorherrschende Vorstellung hierzulande von türkischer Kultur, insbesondere von Musik, beschränkt sich auf Folklore mit Saz, Zurna und Davul, Bauchtanz, Arabesk Müzik und etwas Türk Pop. Grund dafür ist neben dem Desinteresse der hiesigen Massen der überwiegend ländliche soziale Hintergrund der hier lebenden türkischen «Gastarbeiter».
Stillleben A40
Es geht auch anders. Kulturhauptstadt von unten
von Rolf Euler
Am 18.Juli hat das Ruhrgebiet die Kulturhauptstadt in die Hand und unter die Füße genommen. Zwei Millionen Menschen haben gezeigt, dass sie ohne Zwischenfälle und in völlig entspannter Atmosphäre sich gemeinsam an etwas freuen können.
Fußball-WM in Südafrika
Was bleibt, ist ein Berg Schulden
Von Selbsttäuschung, Nationalstolz und sozialem Sprengstoff
von Neville Alexander
Mit der Regenbogennation ist es vorbei, das kann auch die WM nicht verhehlen.
Es ist verständlich, dass in Südafrika wegen der Fußball-WM große Aufregung herrscht. Immerhin ist es das erste Mal, dass dieses Spektakel der populärsten Sportart, die weltweit hauptsächlich von jungen Menschen aus der Arbeiterklasse betrieben wird, in Afrika stattfindet. Verständlich auch, dass die südafrikanische Regierung und, in vielleicht geringerem Maße, die meisten anderen afrikanischen Regierungen, der «Welt zeigen» wollen, dass Afrika wie alle anderen auch in der Lage ist, die «größte Show der Welt» aufzuführen.
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Echo-Preis erstmalig an Jazz-Musiker verliehen
Jazzpreise, Lounge und Rassismus
von Lothar A. Heinrich
Am 5.Mai wurde in der Jahrhunderthalle in Bochum der Echo von der Deutschen Phonoakademie und dem Kulturinstitut des Bundesverbands der Musikindustrie e.V. verliehen – und zwar erstmalig für den Bereich Jazz. Wer erhielt für was einen Preis? Und welche Botschaft sollte insbesondere die vom Fernsehen übertragene Show in Bochum aussenden?
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Balkanbeats
A Night in Berlin
Piranharecords Berlin, 2009
von Heiko Bolldorf
DJ Robert Soko verließ 1990 Bosnien-Herzegowina und landete in Berlin. Als sein Heimatland in einem grausamen Bürgerkrieg versank und Flüchtlinge nach Berlin kamen, begann er in der Kreuzberger Punkrockbar «Arcanoa» jugoslawischen Punkrock und Ska für die Flüchtlinge aufzulegen,
Adeus, Saramago
Variationen über eine moderne Apokalypse
von Francesca Borrelli
«Es gibt solche, die schreiben, um den Tod fernzuhalten», meinte einmal der portugiesische Dichter José Saramago, «ich tue es, um den Anderen kennenzulernen».
Saramago war 87 Jahre alt und an Leukämie erkrankt. Der Tod ereilte ihn auf Lanzarote, wohin er nach dem Streit um die Veröffentlichung seines Buches Das Evangelium nach Jesus Christus gezogen war.
Gut gekocht ist halb gegessen
Was man alles über Küchen nicht weiß
Antonia Surmann
Gute Küchen, wenig Arbeit
Berlin: WVB, 2010, 80 Euro
von Angela Huemer
Antonia Surmann schreibt über die Geschichte des Küchendesigns im 20.Jahrhundert.
Neo Rauch: Der Archetyp auf der Leinwand
von Jürgen Meier
Die Pinakothek der Moderne, München, und das Leipziger Museum der bildenden Künste richten dem Maler Neo Rauch zu seinem 50.Geburtstag in einer Doppelausstellung Jubiläumsschauen aus. Seine Bilder nennt Rauch «Begleiter», so heißt auch die Doppelausstellung, die bis zum 15.8. zu sehen ist.
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Sloterdijks Klassenanalyse …
… und Heinsohns Sozialhilfebegrenzung
Ist der Mensch ein Wesen, von dem es zu viele gibt?
von Wolfgang Ratzel
Der Staat schaufelt den öffentlichen Reichtum in die privaten Taschen und verarmt dabei. Seine Funktionsfähigkeit hält er dadurch aufrecht, dass er Leistungen für das untere Drittel der Bevölkerung kürzt. Wenn es unten nichts mehr zu streichen gibt, ist der Sozialstaat am Ende. Um solches durchzusetzen - und weitere Spardiktate zu rechtfertigen - muss der ideologische Boden vorbereitet werden, sonst akzeptiert die Gesellschaft das nicht.
Eine Weltkarte der Zeit
Der Digitale Peters ist eine engagierte und weitsichtige Fortsetzung von Arno Peters’ Synchronoptischer Weltgeschichte mit elektronischen Mitteln.
von Angela Huemer
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