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Wer kann schon von sich sagen, ein Gedankengang gehöre ihm?

Bert Brecht hielt nicht viel vom Recht auf geistiges Eigentum. Wir auch nicht. Wir stellen die SoZ kostenlos ins Netz, damit möglichst viele Menschen das darin enthaltene Wissen nutzen und weiterverbreiten. Das heißt jedoch nicht, dass dies nicht Arbeit sei, die honoriert werden muss, weil Menschen davon leben.

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Nur Online Juni 2019

Volk der Linken

Ein Beitrag zur sozialistischen Strategiediskussion
von Manuel Kellner

Thomas E. Goes: Klassen im Kampf. Vorschläge für ­eine populare Linke. Köln: PapyRossa, 2019. 182 S., 14,90 Euro

In seinem neuen, lesenswerten Buch präzisiert Thomas Goes seine Vorstellungen zur strategischen Orientierung der sozialistischen und revolutionären Linken, die er zusammen mit Violetta Bock 2017 in Ein unanständiges Angebot? Mit linkem Populismus gegen Eliten und Rechte vorgestellt hatte. weiterlesen

Nur Online Juni 2019

Frankreich: Text über und für die Gelbwesten

«Jede Person, die eine Gelbweste verunglimpft, beleidigt meinen Vater»
von Édouard Louis

Dieser im Dezember 2018 verfasste Text des französischen Schriftstellers Édouard Louis erschien mit dessen freundlicher Genehmigung in l’Anticapitaliste, der Monatszeitschrift der Neuen Antikapitalistischen Partei (NPA) (Nr.103, Januar 2019). Ebenfalls im Januar ist das neueste Buch von Édouard Louis unter dem Titel Wer hat meinen Vater umgebracht auf Deutsch erschienen (S.Fischer, 80 S., 16 Euro). weiterlesen

Nur Online Juni 2019

1968 im Sport. Eine historische ­Bilderreise

Hildesheim: Arete Verlag, 2018. 124 S., 18 Euro
von Kai Böhne

Das Jahr 1968 im Spitzensport
Walter Ulbricht und Erich Honecker lächelnd und händeschüttelnd mit breitkremprigen Sombreros auf dem Kopf – dieses seltsame Foto stammt aus dem Bildband 1968 im Sport. Die Hüte waren ein Mitbringsel des Präsidenten des Nationalen Olympischen Komitees der DDR, gefeiert wurde das erfolgreiche Abschneiden der DDR-Sportler bei den Olympischen Spielen in Mexiko. weiterlesen

Nur Online Juni 2019

Versailles – der überforderte Frieden

Eine Last, an der wir heute noch tragen
von Paul B. Kleiser

Jörn Leonhard: Der überforderte Frieden. Versailles und die Welt 1918–1923. München: C.H.Beck, 2018. 1531 S., 38 Euro

Die Konferenz von Paris und Versailles, die am 28.Juni 1919 mit einem umfangreichen Vertragswerk zu Ende ging, hat im 20.Jahrhundert weitreichende Auswirkungen gehabt. weiterlesen

Nur Online Mai 2019

Munition für den Klassenfeind?

Die Rote Hilfe im Kreuzfeuer der Kritik
von Angela Klein

Am 7.Oktober dieses Jahres jährt sich zum 70.Mal die Gründung der DDR – 40 Jahre später war der 7.Oktober 1989 der Auftakt zu ihrem Zusammenbruch.
Nicht zu diesem Anlass, aber in diesem Kontext hat die Rote Hilfe ein Sonderheft herausgegeben, das sich mit der Unterdrückung der linken Opposition in der DDR beschäftigt. Das hat auf der Seite der unverbesserlichen Verteidiger der DDR einen Sturm der Entrüstung hervorgebracht – von der jungen Welt über die DKP, den Freidenkerverband, das Ostdeutsche Kuratorium der Verbände… Antworten darauf gab es u.a. von Teilen der ehemaligen Vereinigten Linken der DDR und der Zeitschrift telegraph. weiterlesen

Nur Online Mai 2019

Rolf Geffken: Umgang mit dem Arbeitsrecht. Handbuch für Beschäftigte

Neuauflage und Altauflage in einem. 400 S., 26,80 Euro
von Michael Sankari

40 Jahre Erfahrung mit dem Arbeitsrecht – Um es gleich vorweg zu nehmen: wir können nur hoffen, dass das Buch von Rolf Geffken zum Standard in jedem Betriebsratsbüro und in jedem Buchregal betriebspolitisch interessierter und Organizer und Aktivisten wird. Wo wir es ganz sicher nicht finden werden, ist in den Stuben professioneller Konfliktabwickler, in den Büros der Versicherungen und den Schreibtischen des DGB-Rechtsschutz im Gewerkschaftshaus (sofern die nicht schon zum Call-Center umstrukturiert wurde) – nötig wäre es dort umso mehr. weiterlesen

Nur Online Mai 2019

Winfried Wolf: Mit dem Elektroauto in die Sackgasse. Warum E-Mobilität den Klimawandel beschleunigt

Wien: Promedia, 2019. 216 S., 17,90 Euro
von Rolf Euler

Über den Titel des Buches stolpert man erstmal: Ist nicht gerade die Vermeidung des Verbrauchs von fossilen Brennstoffen und damit des CO2-Ausstoßes ein dringendes Ziel und müsste das nicht im Verkehr durch den Einsatz von elektrischen Antrieben geschehen? Wieso dann Sackgasse?
Der Autor Winfried Wolf ist seit Jahrzehnten als Kritiker der Autokonzerne und als Verteidiger des öffentlichen Verkehrs bekannt. Seine Untersuchung zu den technischen, gesellschaftlichen und Umweltfolgen des Elektroautos sind überzeugend dargelegt: Tatsächlich handelt es sich um den Versuch der Autokonzerne, aus allen Krisen des motorisierten Individualverkehrs heraus eine neue Stufe der profitorientierten Autoproduktion zu erreichen. weiterlesen

Nur Online Mai 2019

Eine lesenswerte Studie zur deutschen Revolution

Axel Weipert: Die Zweite Revolution. Rätebewegung in Berlin 1919/1920
von mke

Berlin, Brandenburg: be.bra, 2015. 476 S., 32 Euro

Im Gegensatz zu dem, was der Titel ausdrückt, beschränkt sich die Studie nicht auf Berlin. Berlin war zwar der politische Mittelpunkt des deutschen Reichs und das Epizentrum der Arbeiter- und Soldatenrätebewegung, der Autor geht aber immer wieder auf Ereignisse in anderen Teilen Deutschlands ein. weiterlesen

Nur Online April 2019

Die Arbeit des Körpers im Kapitalismus

Warum technischer Fortschritt schwere körperliche Arbeit nicht abschafft
von Johann-Friedrich Anders

Wolfgang Hien: Die Arbeit des Körpers. Eine ­kritische Arbeitsgeschichte von der Hochindustrialisierung in ­Deutschland und Österreich bis zur neoliberalen Gegenwart. Wien: Mandelbaum, 2018. 344 S., 25 Euro

Was passiert mit den Körpern und der Psyche der Arbeiterinnen und Arbeiter bei der Arbeit in der kapitalistisch verfassten Industrie und im Dienstleistungsgewerbe? Wie erleben sie den Arbeitsprozess? weiterlesen

Nur Online April 2019

Die Zukunft ist Geschichte

Masha Gessen: Die Zukunft ist Geschichte. Wie Russland die Freiheit gewann und verlor. Berlin: Suhrkamp, 2019. 640 S., 26 Euro
von Paul B. Kleiser

Die besten Bücher über die untergegangene Sowjetunion und die postsowjetischen Erfahrungen stammen von Frauen. Das bekannteste Beispiel ist die Nobelpreisträgerin Swetlana Alexijewitsch und ihr Buch Secondhand-Zeit. Leben auf den Trümmern des Sozialismus. Oder aber die Bücher der erst 1967 geborenen Masha Gessen, deren neuestes Werk Die Zukunft ist Geschichte. Wie Russland die Freiheit gewann und verlor, gerade auf deutsch erschienen ist. weiterlesen