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Wer kann schon von sich sagen, ein Gedankengang gehöre ihm?

Bert Brecht hielt nicht viel vom Recht auf geistiges Eigentum. Wir auch nicht. Wir stellen die SoZ kostenlos ins Netz, damit möglichst viele Menschen das darin enthaltene Wissen nutzen und weiterverbreiten. Das heißt jedoch nicht, dass dies nicht Arbeit sei, die honoriert werden muss, weil Menschen davon leben.

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Nur Online Juni 2019

Crossing Europe 2019

Zum Filmfestival in Linz
von Kurt Hofmann

Kurz vor den Europawahlen vermochte das Filmfestival Crossing Europe, auch in seiner 16.Ausgabe zu überzeugen. Hier eine Auswahl. weiterlesen

Nur Online Juni 2019

Filmtipp: Streik

Frankreich 2018, Regie: Stéphane Brizé
von Rolf Euler

Fast zwei Stunden entführt uns der Film Streik in eine Szenerie, die wie aus einer anderen Welt erscheint: ein massiver Arbeitskampf über mehrere Monate in und vor einer Fabrik für Autoteile im französischen Agens.
Streik ist ein spannender, politischer, kritischer und wie ich finde: menschlicher Film aus Frankreich unter der Regie von Stéphane Brizé, wie man ihn sonst vielleicht von Ken Loach kennt. Hautnah an den Aktivisten der Streikfront wird eine Detailgeschichte des globalisierten Kapitalismus vor uns ausgebreitet, ein Arbeitskampf mit allen Höhen und Tiefen, getragen von einer Gruppe von Männern und Frauen, die ihren Arbeitsplatz verteidigen möchten. weiterlesen

Nur Online Mai 2019

Polnische Presseschau 133, 18.05.2019

NUR SAG ES NIEMANDEN https://studioopinii.pl/archiwa/192755

Es ist ein sehr bewegender Film über den Missbrauch durch Priester ist im Netz. Die Filmemacher geben den Opfern Raum, um ihr Leid zu schildern. Ganz anders als in schriftlichen Berichten sehen wir hier die Opfer und können auf diese Weise eher ermessen, was für eine Last sie das Leben lang begleitet. Es ist mutig und anerkennenswert von ihnen sich öffentlich mitzuteilen. Am Beginn wird eine Szene eingesprochen, bei der eine missbrauchte Frau vor einer kirchlichen Untersuchungskommission mit der Hand auf die Bibel den Eid nachsprechen muss: weiterlesen

Nur Online Mai 2019

Agnès Varda (1928–2019)

Zum letzten Film und ihren Werken
Paul B. Kleiser

Am 29.März ist die belgisch-französische Fotografin und Filmemacherin Agnès Varda in betagtem Alter gestorben. Bis zuletzt war sie als Regisseurin, aber auch als bildende Künstlerin aktiv; ihr letzter Film Varda par Agnès wurde auf der Berlinale uraufgeführt und soll bald in die Kinos kommen. weiterlesen

Nur Online Mai 2019

Zur Diagonale 2019

Das Filmfestival in Graz
von Kurt Hofmann

Die Diagonale 2019, das Festival des österreichischen Films, war eine Mischung aus vertrauten Programmformen und neuen Ansätzen. Wenig schien in diesem Jahrgang von ungefähr zu sein und vieles durchdacht.
Erst kürzlich haben die Angriffe der schwarz-blauen Rechtskoalition auf den ORF, die öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt, wieder zugenommen. weiterlesen

Nur Online April 2019

Berlinale 2019: Forum

Internationale Filmfestspiele Berlin
von Kurt Hofmann

Einige der gelungensten Produktionen der diesjährigen Auswahl des Forums waren dem (stets wichtigen) Wechselspiel zwischen Geschichte und Gegenwart gewidmet. weiterlesen

Nur Online Januar 2019

Der letzte große Italiener

Bernardo Bertolucci (1941–2018)
von Paul B. Kleiser

Am 26.November 2018 starb in Rom der italienische Filmemacher Bernardo Bertolucci im Alter von 77 Jahren. Mit ihm endet (vorläufig?) die große Zeit der italienischen Filmemacher von Weltrang. weiterlesen

Nur Online Dezember 2018

Zur Viennale 2018

Drei Beispiele der Verfremdung
von Kurt Hofmann

Die diesjährige Viennale – das internationale Filmfestival in Wien – wurde erstmals von Eva Sangiorgi verantwortet.
Eine «politische Viennale» sei es geworden, wurde vielfach angemerkt. Das ist zutreffend, doch war das «politisch» im Sinne von Godards Diktum zu verstehen, nicht «politische Filme» zu machen, sondern Filme politisch zu machen. weiterlesen

Nur Online November 2018

Über Leben in Demmin

Deutschland 2017, Regie: Martin Farkas
von Peter Nowak

Am Ende des Films rufen Antifaschisten den Neonazis die Parole zu: «Ihr habt den Krieg verloren.» Der Spruch wird auf vielen Antifademos gerufen. Doch in der mecklenburgischen Kleinstadt Demmin hat er eine besondere Bedeutung. Dort haben sich im Mai 1945 nach der Niederlage Nazideutschlands über 600 Menschen das Leben genommen. Sie haben sich erhängt oder sind mit Steinen in den Manteltaschen ins Wasser gegangen. Familien haben erst ihre Kinder und dann sich selber erschossen. Ein Film über diese Ereignisse kann schnell in Kitsch und deutschen Opfermythos enden. Doch der im Allgäu geborene Regisseur Martin Farkas hat es mit seinem Film Über Leben in Demmin geschafft, die Stimmung in einer Kleinstadt in Ostdeutschland in der Gegenwart einzufangen. weiterlesen

Nur Online Oktober 2018

«Wenn wir den Klassenkampf nicht verstehen, verstehen wir gar nichts»

Über die Bedeutung von Klassenbewusstsein
Gespräch mit Ken Loach

Der britische Filmregisseur Ken Loach ist einer der angesehensten Filmemacher unserer Zeit. Er ist ein sehr engagierter Künstler und einer der wenigen Regisseure, die zweimal die prestigeträchtige Goldene Palme von Cannes erhalten haben. In seinem Werk greift er oft soziale oder politische Themen auf. weiterlesen