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Artikel gespeichert unter 'Krise'

Krise, August 2010

Die deutsche Bankenkrise

Vom Finanzplatz zum Schrottplatz
Eine deutsche Immobilienpleite

von Paul Kleiser

Die deutsche Bankenkrise ist durchaus hausgemacht: Seit den 90er Jahren versuchen die deutschen Großbanken, an die Konkurrenz aufzuschließen und Deutschland zu einem internationalen Finanzplatz zu machen. Dafür musste der Steuerzahler jetzt bezahlen.
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Krise, Juli 2010

Das Wirken der Ratingagenturen und der Unwille zu ihrer Kontrolle

Die Komplizen
von Benedict Ugarte Chacón

Ratingagenturen haben die Finanzmarktkrise mitverursacht doch ihre Regulierung findet nur höchst zaghaft statt. Im Zuge der Finanzmarktkrise gerieten auch die Ratingagenturen ins Blickfeld der Öffentlichkeit. Ihnen wird mittlerweile auch von staatlichen Stellen eine Mitschuld an der Finanzmarktkrise bescheinigt.

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Krise, Juni 2010

Finanztransaktionssteuer

Durchbruch für Attac-Forderung?
von Peter Wahl

«Eine idiotische Idee!» nannte einst der Nobelpreisträger und neoliberale Hardliner, Robert Mundell, die Tobin-Steuer. Jetzt sieht es aber so aus, als ob Attac kurz vor der Verwirklichung seiner Gründungsforderung stünde.

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Krise, Juni 2010

Europa auf neue Füße stellen

von Michel Husson

Die Krise des Euro hat die Unstimmigkeiten und Widersprüche des Euro und der Europäischen Union auf schmerzliche Weise offen gelegt. Eine gemeinsame Währung setzt einen erhöhten Grad an Übereinstimmung zwischen den beteiligten Ländern voraus - oder politische Entscheidungen und Institutionen, die in der Lage sind, eine solche Übereinstimmung herzustellen. Keine dieser beiden Voraussetzungen ist gegeben.

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Krise, Juni 2010

Der IWF im Haus der EU

Solidarität mit dem griechischen Volk ist die beste Anlage
von Pascal Franchet

Die Lesart der Eurokrise durch die Medien muss zurückgewiesen werden. Die Sparprogramme lösen die aufgeworfenen Probleme nicht im Mindesten.

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Krise, Juni 2010

Die Schulden sind illegitim

von Angela Klein

Es gibt Berichte, die reißen «die Märkte» aus ihrer Anonymität und geben einem Geschehen wie der angeblichen Staatspleite Griechenlands Gesichter, Namen, Adressen. Es war eine traute Runde, die am Abend des 8.Februar in New York zusammentrat. Vertreter mehrerer Hedgefonds trafen sich in Manhattan zu einem privaten Dinner.

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Krise, April 2010

Die angekündigte Bankenabgabe ist ein Schmierenstück

Sand in die Augen
von Benedict Ugarte Chacón

«Neue Krisen vermeiden» ist das vorgebliche Ziel der Bundesregierung. Zumindest kündigte sie dies zusammen mit einem Maßnahmenpaket an, das unter anderem eine sog. Bankenabgabe vorsieht. Mit dieser Abgabe sollen die Banken an den Folgekosten der von ihnen - Hand in Hand mit der stets auf Deregulierung setzenden Politik - verursachten Krise beteiligt werden. Formuliert wurde das Paket vom Finanz- und Justizministerium, das Bundeskabinett beschloss es am 31.März.

Neben der Bankenabgabe soll zudem ein Verfahren entwickelt werden, das es der staatlichen Bankenaufsicht möglich macht, schon im Vorfeld der Insolvenz einer «systemrelevanten» Bank einzugreifen. Diese Ankündigung ist ein - wahrscheinlich unbeabsichtigtes - Eingeständnis, dass die staatliche Bankenaufsicht bisher wohl eher eine Art zahnloser Tiger ist. Weiterhin sollen die Bedingungen für die Sanierung von in Schieflage geratenen «systemrelevanten» Banken geändert und die Verjährungsfrist bei Pflichtverletzungen von Bankvorständen von fünf auf zehn Jahre verlängert werden.

Zur sog. Bankenangabe heißt es beim Bundesfinanzministerium: «Bei Rettung von Banken im Zuge der Finanzkrise ist die öffentliche Hand mit enormen Beträgen in Vorleistung gegangen. Deshalb soll sichergestellt werden, dass sich auch die Kreditwirtschaft an den Kosten zur Bewältigung künftiger Krisen und der Restrukturierung von systemrelevanten Banken beteiligt.» Dies solle mit einer Sonderabgabe für alle Kreditinstitute geschehen, deren Höhe sich nach dem Risiko bemisst, das von einer Schieflage der entsprechenden Bank auf das Finanzsystem ausgehen würde: die Abgabe soll in einen neu zu errichtenden Stabilitätsfonds eingezahlt werden. Über die Gesamthöhe dieser Abgabe wurde berichtet, sie werde sich jährlich bei 1,2 Mrd. Euro bewegen.

Angesichts der «enormen Beträge», die die Bundesregierung im Zuge der Bankenrettung gezahlt hat, wirkt diese Summe geradezu lächerlich. Der Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung (SoFFin), der abseits der parlamentarischen Kontrolle und auf Zuruf Kapital und Garantien an Banken und Versicherungen ausreicht, meldete im Dezember 2009, dass er rund 30,9 Mrd. Euro für Eigenkapitalzuführungen und Risikoübernahmen ausgezahlt habe. Hinzu kommen 117,7 Milliarden für die Gewährung von Garantien. Bleibt die jetzige Bankenabgabe also bei der jetzt veranschlagten jährlichen Summe, müssten die Banken fast 30 Jahre lang einzahlen, allein um die bisherigen Ausgaben des SoFFin zur «Finanzmarktstabilisierung» auszugleichen. Nicht hinzugerechnet sind die Mittel für Kapital und Garantien, die vor der Errichtung des SoFFin ausgereicht wurden oder für die die Eigentümer der Landesbanken (u.a. Länder und Kommunen) aufkommen mussten.

Es zeigt sich also, dass es sich bei der Merkel/Schäuble-Bankenabgabe um nichts als lauwarme Luft handelt. Erstaunlich daran ist allerdings, dass ein solcher Vorschlag von vielen Journalisten ernst genommen wird.

Viele Medien machen auch in diesem Fall keine gute Figur. «Der tagesaktuelle deutsche Wirtschaftsjournalismus stand dem globalen Finanzmarkt gegenüber wie ein ergrauter Stadtarchivar dem ersten Computer - mit einer Mischung aus Ignoranz und Bewunderung, ohne Wissen, wie er funktioniert, ohne Ahnung von den folgenreichen Zusammenhängen, die sich aufbauen; im Zweifel schloss man sich der vorherrschenden Meinung an.» Dies schreiben Hans-Jürgen Arlt und Wolfgang Storz am Anfang ihrer Studie Wirtschaftsjournalismus in der Krise.

Bei der bundespolitischen Verarbeitung der Krise scheint sich Ähnliches abzuspielen. Das Krisenmanagement der Bundesregierung gleicht eher einem Eiertanz des Vertuschens, Beschwichtigens und Vertagens. Das hat seinen Grund allerdings auch darin, dass bislang weder inner- noch außerparlamentarisch ein solcher Druck aufgebaut wurde, dass er der Regierung einen finanzpolitischen Nonsens wie die angekündigte Bankenabgabe einfach nicht durchgehen lässt.

Attac hat mit seinem Bankentribunal im April einen ersten zivilgesellschaftlichen Schritt unternommen. Wenn darauf keine Entwicklung fachlich seriöser Alternativen folgt, wenn es nicht verstärkt zu Aktionen des zivilen Ungehorsams kommt, werden die Regierenden und ihre Stichwortgeber aus den Banken so weiter machen wie bisher. Es bräuchte eben eine gesellschaftliche Linke, die sich nicht ständig im abgehoben-theoretischen Kleinklein verliert und sich in der ewigen Proklamation der immer gleichen Allgemeinplätze gefällt.

Krise, April 2010

Bundeshaushalt 2010

Wo sind die Löcher und weshalb?
von Rainer Roth

Die meisten Löcher im Bundeshaushalt gäbe es nicht, wenn die Sozialkassen nicht genutzt würden, um die Unternehmerprofite aufzubessern.

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Krise, April 2010

«Es ist unmöglich, unter den Regeln von Maastricht zu leben»

Die Folgen der Krise für Griechenland
von Yannis Almpanis

Mit dem Eintritt in die Eurozone haben die griechischen Regierungen den Reedern und Kaufleuten geholfen, Anschluss an das europäische Finanzkapital zu finden dafür wurden Bilanzen gefälscht und die Staatskasse geplündert. Jetzt ist das Debakel perfekt, und wieder bedient der sog. Rettungsplan nur die Interessen der Spekulanten und Banken.
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Krise, April 2010

Unter deutschem Diktat

Griechenland und die EU
von Angela Klein

Dass Griechenland in die Krise geraten ist, hat nicht nur mit dem Angriff angelsächsischer Spekulanten zu tun, sondern auch mit dem Euro und der Konstruktion der EU. Die Krise 2008 hat die bestehenden wirtschaftlichen Ungleichgewichte in der Eurozone verschärft.
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