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	<title>SoZ - Sozialistische Zeitung &#187; Krimi</title>
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		<title>Hallgrímur Helgason: Zehn Tipps, das Morden zu beenden und mit dem Abwasch zu beginnen / Christopher G. Moore: Der Untreue-Index</title>
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		<pubDate>Sun, 01 Jan 2012 15:36:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>harald</dc:creator>
				<category><![CDATA[Krimi]]></category>
		<category><![CDATA[Neue Ausgabe]]></category>

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		<description><![CDATA[Hallgrímur Helgason: Zehn Tipps, das Morden zu beenden und mit dem Abwasch zu beginnen, M&#252;nchen: dtv, 2011, 271 S., 9,95 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Hallgrímur Helgason: Zehn Tipps, das Morden zu beenden und mit dem Abwasch zu beginnen, M&#252;nchen: dtv, 2011, 271 S., 9,95 Euro /Christopher G. Moore: Der Untreue-Index, Berlin: Unionsverlag, 2011, 378 S., 16,90 Euro</strong></p>
<p>von <em>Udo Bonn</em></p>
<p>Es klingelt an der T&#252;r. Er ist entdeckt. Auf Socken verschwindet Tomislav Boksic aus dem Haus seiner Gastgeber in das k&#252;hle Reykjavík. Aber wo soll er hin in der isl&#228;ndischen Hauptstadt, in der er sich nicht auskennt, in der er nicht sein will, aus der er nicht entkommen kann?<br />
<span id="more-3684"></span>Tomislav Boksic, genannt Toxic, wollte eigentlich nach Kroatien, seine Heimat, nachdem er als erfolgreicher Mafiakiller irrt&#252;mlich einen FBI-Agenten umgelegt hat. Und dann konnte er auf dem NewYorker Flughafen seiner Festnahme nur entgehen, indem er sich eine falsche Identit&#228;t besorgte, auf die &#252;bliche Art. Sein Pech: Sein Opfer war ein bekannter Fernsehprediger, und das Ticket war auf Reykjavík ausgestellt. Und bevor er sich bei seiner Ankunft umorientieren kann, wird er von einem freundliche Pfarrersehepaar in Empfang und in Beschlag genommen: Er ist jetzt Father Friendly aus Richmond, Virginia, und er predigt im Glaubens-TV mit jugoslawischem Akzent, weil er dort unter dem Kommunismus die frohe Botschaft verk&#252;ndet hatte.</p>
<p>Hallgrímur Helgasons temporeicher Roman Zehn Tipps, das Morden zu beenden und mit dem Abwasch zu beginnen erlaubt mit dem doppelt fremden Blick eines in den USA lebenden Kroaten, der im zerfallenden Jugoslawien seine Familie, seine Heimat und seine Moral verloren hat, eine beil&#228;ufige Analyse seiner neuen Heimat, in der es keine Waffen zu kaufen gibt, in der nur die Armen &#246;ffentliche Verkehrsmittel benutzen, in der es die angesagteste Clubszene der westlichen Welt gibt, in der osteurop&#228;ische Bauarbeiter genauso ausgebeutet werden wie auf dem europ&#228;ischen Festland. Toxic muss sich dieser Insel stellen – aber da muss er zun&#228;chst noch mit seinen Gangsterkumpel aus Amerika fertig werden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Christopher G. Moores Roman Der Untreue-Index erz&#228;hlt die Geschichte des in Bangkok h&#228;ngengebliebenen Privatdetektivs Calvino weiter, angelangt ist er in der Zeit der politischen Polarisierung der thail&#228;ndischen Gesellschaft: Calvinos Sekret&#228;rin tr&#228;gt den gelben Schal, geht auf Demonstrationen und will einen Massageclub, der sich neben dem B&#252;ro angesiedelt hat, wieder los werden: So schmutzig wie Masturbation ist das Hinterherschn&#252;ffeln hinter Ehebrechern nicht. Calvino selbst hat genug von Bangkok, der aktuelle Auftrag, Handel mit gef&#228;lschten Medikamenten aufzudecken, scheint ihm einen Weg nach New York und zur WHO zu erm&#246;glichen, die einen Chefermittler sucht.</p>
<p>Aber der Auftraggeber stirbt und bei dessen Arbeitgeber will man von dem Job nichts wissen. &#196;rgerlich genug, doch dann findet er noch ein totes M&#228;dchen in dem Massagesalon, und die Polizei wird auf ihn aufmerksam. Kurz darauf wird ihm der Kontakt zu einem italienischkochenden Frauenkreis erm&#246;glicht, deren Teilnehmerinnen die Ehetreue ihrer M&#228;nner &#252;berpr&#252;ft haben wollen. Merkw&#252;rdig wird die Angelegenheit, als sich herausstellt, dass zu dem Kreis auch die Witwe des toten Anwalts geh&#246;rt, der ihn mit der F&#228;lschungsangelegenheit beauftragt hatte.</p>
<p>Calvino fragt impertinent weiter und kommt langsam einem landesbekannten Gesch&#228;ftsmann in die Quere, der kurz vor seinem politischen Aufstieg steht. Und damit ist Calvino auf die Abschussliste gesetzt.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Zeit des Zorns</title>
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		<pubDate>Wed, 30 Nov 2011 10:31:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>harald</dc:creator>
				<category><![CDATA[Buch]]></category>
		<category><![CDATA[Krimi]]></category>

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		<description><![CDATA[Don Winslow: Zeit des Zorns, Berlin: Suhrkamp, 2011, 338 S., 14,95 Euro von Udo Bonn Ophelia liebt Ben, den liebevollen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Don Winslow: Zeit des Zorns, Berlin: Suhrkamp, 2011, 338 S., 14,95 Euro</strong><br />
von <em>Udo Bonn</em></p>
<p>Ophelia liebt Ben, den liebevollen Weltenbummler, der sein Geld in soziale Projekte steckt. Ophelia liebt Chon, den harten Ex-Marine. Ben und Chon sind Freunde, die in gro&#223;em Umfang Gourmet-Marihuana z&#252;chten und im s&#252;dlichen Kalifornien an die ausgesuchte Kundschaft bringen. Bis ihnen das mexikanische Baja-Kartell in die Quere kommt:<br />
<span id="more-3494"></span>Da deren Heroin, Kokain, Crack die K&#228;ufer in relativ kurzer Zeit ins Grab bef&#246;rdert, will das im Bandenkrieg geschw&#228;chte Kartell auf dem lukrativen Dopemarkt einsteigen. Ben und Chon haben keine Wahl, dies wird den beiden anhand eines brutalen Videos deutlich gemacht. Und als Ophelia entf&#252;hrt wird, wird ihnen auch der Weg des Abhauens auf eine Tropeninsel unm&#246;glich gemacht. Eine L&#246;sung k&#246;nnte darin liegen, 20 Millionen US-Dollar Abl&#246;sesumme zu zahlen, aber so viel k&#246;nnen beide nicht fl&#252;ssig machen. Also m&#252;ssen sie das Geld stehlen und wer w&#252;rde sich dabei anbieten?</p>
<p>Don Winslows Zeit des Zorns schlie&#223;t an seinen gro&#223;artigen Roman Tage der Toten an, verengt das dortige Panorama auf einen kurzen Zeitraum, ein kleineres Personenensemble und verfolgt doch seine Analyse der Kannibalisierung gesellschaftlicher und individueller Beziehungen konsequent weiter: M&#228;rkte m&#252;ssen durchdrungen und erobert werden, daf&#252;r jegliche Loyalit&#228;ten aufgegeben werden.Verb&#252;ndete stehen jederzeit bereit, Vertragspartner zu liquidieren. Zeit des Zorns ist ein harter Roman, dem man die manchmal lustig-, flippig-ironischen Stellen nicht traut. Und doch ist die Erz&#228;hlung der menage à trois ein Trost in einer Welt, in der das Gesch&#228;ftsdurchsetzungmodell der Drogenkartelle nur besonders brutal ist.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Die Stunde des Schakals</title>
		<link>http://www.sozonline.de/2011/11/die-stunde-des-schakals/</link>
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		<pubDate>Tue, 08 Nov 2011 08:01:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>harald</dc:creator>
				<category><![CDATA[Buch]]></category>
		<category><![CDATA[Krimi]]></category>

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		<description><![CDATA[Bernhard Jaumann: Die Stunde des Schakals, Reinbek: Rowohlt, 2011, 318 S., 9,99 Euro von Udo Bonn Bernhard Jaumann hat in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Bernhard Jaumann: Die Stunde des Schakals, Reinbek: Rowohlt, 2011, 318 S., 9,99 Euro</strong><br />
von <em>Udo Bonn</em><br />
Bernhard Jaumann hat in seinem zu Recht mit dem deutschen Krimipreis 2011 gew&#252;rdigten Roman Die Stunde des Schakals eine Frauenrolle entwickelt, die so tough und dabei so lebensecht ist, dass sie dem Leser nur staunende Bewunderung entlockt.<br />
<span id="more-3318"></span>Clemencia Garises ist Kriminalpolizistin in Windhoek und sie ist ganz froh dar&#252;ber, mit ihrem Job den beengten Familienverh&#228;ltnissen entkommen zu k&#246;nnen. Der Vater ist nach dem Tod seiner Frau irgendwohin entr&#252;ckt, der j&#252;ngere Bruder, wenn nicht betrunken, begibt sich andauernd in halbkriminelle Verstrickungen, die weiblichen Angeh&#246;rigen sind in magischen Angelegenheiten unterwegs. Und immer der Kampf um ein wenig Privatsph&#228;re.<br />
Das Leben schleppt sich so hin, bis im d&#252;rretrockenen Januar ein Mann im Reichenviertel Ludwigsdorf mit einer Salve aus einer AK47 erschossen wird. Die Ehefrau des Mordopfers ist nicht besonders kooperativ, doch es stellt sich recht schnell heraus, dass der Tote wohl an dem unges&#252;hnten Mord an dem popul&#228;ren SWAPO-Anwalt Anton Lubowski beteiligt gewesen sein k&#246;nnte. Ist Rache nach 19 Jahren denkbar? Clemencias Chef Oshivelo, ein alter K&#228;mpfer aus dem Antiapartheidskampf, wiegelt lange ab.<br />
Und dies so nachdr&#252;cklich, dass der Eindruck entstehen k&#246;nnte, der SWAPO-Anwalt sei m&#246;glicherweise von innerparteilichen Rivalen umgebracht worden. Angula, Clemencias zuverl&#228;ssigster Mitarbeiter ist davon sowieso &#252;berzeugt, er hat mit dem Befreiungsscharlatan noch ein H&#252;hnchen zu rupfen. Weitere Morde geschehen, selbst in einem Gef&#228;ngnis in S&#252;dafrika wird einer aus dem m&#246;glichen Attent&#228;terkreis umgebracht. Die Spur des Mannes f&#252;hrt &#252;ber Namibia, Botswana und S&#252;dafrika zur&#252;ck an ihren Ausgangspunkt, und kein ehemaliger S&#246;ldner des wei&#223;en Rassistenregimes ist ihm gewachsen.</p>
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		<title>Dominique Manotti, Roter Glamour</title>
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		<pubDate>Fri, 27 May 2011 12:51:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>herausgeber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Krimi]]></category>

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		<description><![CDATA[Hamburg: Ariadne Argument, 2011, 246 S., 12,90 Euro von Udo Bonn In wohliger Erinnerung an den Beginn der ersten Pr&#228;sidentschaft [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Hamburg: Ariadne Argument, 2011, 246 S., 12,90 Euro</strong><br />
<em>von Udo Bonn</em></p>
<p>In wohliger Erinnerung an den Beginn der ersten Pr&#228;sidentschaft  François Mitterrands 1981 wollte die Sozialistische Partei Frankreichs (PS) ihre Kandidatenk&#252;r f&#252;r die Wahlen im n&#228;chsten Jahr gestalten. Doch ein geiler Mann in New York hat sich selbst (und die PS?) aus dem Rennen katapultiert und der &#214;ffentlichkeit noch einmal demonstriert, um was es bei der gro&#223;en Politik geht: Geld, Macht und Sex , dessen Zugang und Formen nicht unwesentlich von ersteren Faktoren bestimmt sind.</p>
<p><span id="more-2366"></span>Dominique Manottis Roman Roter Glamour ist gerade zum richtigen Zeitpunkt erschienen (eigentlich sollte in diesem Monat ein anderer Krimi besprochen werden), um die Dreckigkeit der Macht- und Egospiele auch «linker» Regierungen vorzuf&#252;hren.</p>
<p>1985, kurz vor Ablauf der Pr&#228;sidentschaft Mitterrands, dessen Wiederwahl alles andere als gesichert ist, werden im Libanon Franzosen als Geiseln genommen, ein illegaler Waffendeal mit dem Iran soll deren Freilassung beschleunigen. Bei einer Feierlichkeit in einem Edelbordell erreicht die an dem Deal Beteiligten die Nachricht, dass das Flugzeug &#252;ber der T&#252;rkei abgest&#252;rzt ist. Ein Ungl&#252;ck ist nicht wahrscheinlich, den politischen Konkurrenten mit ihren alten frankoafrikanischen Netzwerken ist ein Anschlag genauso zuzutrauen wie dem Irak, der sich mit dem Iran im Krieg befindet, es k&#246;nnten aber auch die gro&#223;en franz&#246;sischen Milit&#228;rkonzerne sein, die bei einem Sieg des Iran um die Bezahlung ihrer Lieferungen an Saddam Hussein f&#252;rchten m&#252;ssen.</p>
<p>Bornand, eine wichtige Figur im Hintergrund des Pr&#228;sidenten, mit einer Vergangenheit als Kollaborateur, Beziehungen nach Afrika und in den Nahen Osten, sexbesessen und vollkommen skrupellos, macht sich an die Aufr&#228;umarbeiten, nicht zuletzt, weil seine libanesische Hausbank den Waffenhandel vorfinanziert hat. Sein Handlanger ist ein «linker» Polizist, der absichtslos eine junge Frau t&#246;tet und damit sich selbst und seinen Herren zunehmend in die Bredouille bringt.</p>
<p>Es wird gestohlen, erpresst, gemordet. Und vor allem: Frauen werden gedem&#252;tigt, auf dem Polizeirevier, in Edelclubs, in der Familie. Doch einige behaupten sich, so die junge Polizistin Noria Ghozali, aber auch die Ehefrau Bornands, die die Tyrannei ihres &#252;berm&#228;chtigen Gatten auf eine recht banale Art beendet.</p>
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		<title>Patrick Pecherot, Belleville-Barcelona</title>
		<link>http://www.sozonline.de/2011/04/patrick-pecherot-belleville-barcelona/</link>
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		<pubDate>Wed, 20 Apr 2011 15:19:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>herausgeber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Krimi]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Krimi zur Zeit der Volksfront in Paris. Hamburg: Edition Nautilus, 2011 224 Seiten, 14,90 Euro von Udo Bonn Vor [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ein Krimi zur Zeit der Volksfront in Paris.</strong><br />
Hamburg: Edition Nautilus, 2011<br />
224 Seiten, 14,90 Euro<br />
<em>von Udo Bonn</em></p>
<p>Vor einiger Zeit wurde an dieser Stelle Vilars wunderbarer Roman Die Verschwundenen vorgestellt. Paris 1938, die Endphase der Volksfrontregierung unter Leon Blum, der Vormarsch der Faschisten in Spanien, die dritten Moskauer Prozesse.</p>
<p><span id="more-2263"></span>In diesem Zeitraum und vor eben jenem Hintergrund l&#228;sst Patrick Pecherot Leo Malets Detektiv Nestor Burma in seinem Krimi Belleville-Barcelona wieder aufleben (oder genauer: sein Vorleben schildern).</p>
<p>Es ist die typische Szene eines Dashiell-Hammet-Romans: der gelangweilte Detektiv, der den Auftrag erh&#228;lt, eine Industriellentochter, die sich in einen Hilfsarbeiter verliebt hat, zu suchen und sie wieder den b&#252;rgerlichen Kreisen zuzuf&#252;hren.</p>
<p>Eine einfache Angelegenheit, an der aber nicht so ist, wie es scheint. Die junge Frau ist schnell gefunden, aber sie weigert sich, Pietro Lema zu verlassen. Aber der ist pl&#246;tzlich verschwunden. Eine enthauptete Leiche taucht auf: Ist das ihr Freund, ein Roter, der in eine Flasche abgef&#252;llt, nicht vom Rotwein zu unterscheiden w&#228;re? So ger&#228;t Burma in politische Auseinandersetzungen zwischen Unterst&#252;tzern der POUM und der Anarchisten, die einen gro&#223; angelegten Waffenschmuggel organisieren wollen, um die milit&#228;rische Austrocknung der spanischen radikalen Linken zu verhindern, und Moskaus GPU-Agenten – w&#228;hrend rechtsextreme Trupps marodierend durch Belleville ziehen.<br />
Pecherot gelingt es auf faszinierende Weise, den Leser in das traditionelle volkst&#252;mliche Viertel von Paris zu ziehen, in dem Begr&#228;bnisse Tausende von Menschen anziehen, die den Weg zum Friedhof zu einer alltagsgew&#246;hnlichen Manifestation des Widerstands machen. Belleville, in dem Kleinkriminelle zu Cabarettstars werden, die jazzigen Bands, die Lebenslust, die aus einer sch&#252;chternen Detektei-Sekret&#228;rin eine verf&#252;hrerische Salon-Mata Hari werden l&#228;sst. Aber der H&#246;hepunkt des politischen und kulturellen Aufbruchs ist &#252;berschritten, Léon Blum tritt zur&#252;ck und André Breton k&#228;mpft, verlassen von seinen Surrealistenfreunden, auf einsamem Posten f&#252;r eine freie Kunst und eine libert&#228;re Politik.</p>
<p>Und so endet der Roman mit der Zeile eines Kinderliedes: «Am besten l&#228;uft man so wie wir, setzt einen Fu&#223; vor den anderen und beginnt wieder von vorn.»</p>
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		<title>Dominique Manotti, Letzte Schicht</title>
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		<pubDate>Thu, 24 Mar 2011 12:01:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>herausgeber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Krimi]]></category>

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		<title>Wolfgang Klaes, Todfreunde</title>
		<link>http://www.sozonline.de/2011/02/wolfgang-klaes-todfreunde/</link>
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		<pubDate>Wed, 02 Feb 2011 15:03:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>herausgeber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Krimi]]></category>

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		<description><![CDATA[Reinbek: Rowohlt, 2004, 507 Seiten von Udo Bonn Was Wolfgang Klaes da als Krimi abgeliefert hat, ist schon eine Sonderklasse. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!-- p { margin-bottom: 0.21cm; } --></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><strong><span style="font-family: Verdana,sans-serif;">Reinbek: Rowohlt, 2004, 507 Seiten</span></strong><span style="font-family: Verdana,sans-serif;"><br />
<em>von Udo Bonn</em></span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-family: Verdana,sans-serif;">Was Wolfgang Klaes da als Krimi abgeliefert hat, ist schon eine Sonderklasse. Er, der bei vielen zweitklassigen Zeitschriften und Zeitungen rund um Bonn geschrieben hat, bietet hier Erstklassiges.</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-family: Verdana,sans-serif;"><span id="more-1913"></span>In seinem Krimi Todfreunde tritt teilweise James-Bond-m&#228;&#223;ig ein Team auf, ohne die sexistischen Bond-Peinlichkeiten. Daf&#252;r gibt es starke soziale Bindungen – mit allen Verquerungen, die Familien und Freunde haben k&#246;nnen.</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-family: Verdana,sans-serif;">Die Verbrecher sind im richtigen Milieu zu Haus: im Politikerbereich und Unternehmertum. Anders als in der Tatort-Reihe im Fernsehen, sind das die T&#228;ter und nicht, wie im Fernsehen, nur gelegentlich Politiker zweiten Ranges und die G&#228;rtner der Wirtschaftsbosse. Jeweils die erste Garde der zwei Kasten sind die T&#228;ter.</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-family: Verdana,sans-serif;">Es geht um Wirtschaftskriminalit&#228;t mit Bluterpr&#228;paraten und P&#228;dophilie.</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-family: Verdana,sans-serif;">Es geht um die Verstrickung von Wirtschaft und Politik vornehmlich im Bonner und K&#246;lner Raum.</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-family: Verdana,sans-serif;">Dagegen gesetzt wird ein Team, welches kampff&#228;hig, sozial vernetzt und in der Bonner und K&#246;lner Szene verwurzelt ist.</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-family: Verdana,sans-serif;">Bei den vielen Toten bleibt Klaes immer in der Spur, Nebens&#228;chliches bleibt nebens&#228;chlich, und der Hauptwiderspruch «Profitgier im Kapitalismus « und seine «Schamlosigkeit» wird nicht ausgeklammert.</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-family: Verdana,sans-serif;">Und wenn Klaes international wird, geht es nicht nur nach Holland, sein Weg f&#252;hrt auch nach Lateinamerika.</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-family: Verdana,sans-serif;">Auf 507 Seiten werden die Entrechteten, Gedem&#252;tigten und Missbrauchten dargestellt, und sie sind nicht nur die Guten. Aber die wirklich Schlechten sind die Akteure im Unternehmerlager und in der Politik, und die werden weder von der Staatsanwaltschaft, noch von der Polizei, der Presse und auch nicht vom guten Team zur Strecke gebracht – die machen teilweise weiter, anders als in jedem Tatort.</span></p>
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		<title>Blinde Zeugen und London Boulevard</title>
		<link>http://www.sozonline.de/2010/12/krimis/</link>
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		<pubDate>Mon, 06 Dec 2010 18:16:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>herausgeber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Krimi]]></category>

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		<description><![CDATA[Stuart MacBride Blinde Zeugen, Manhattan: 2010, 606 Seiten, 14,99 Euro Ken Bruen London Boulevard, Frankfurt: Suhrkamp 2010, 262 Seiten, 8,95 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!-- pre.western { font-family: "Garuda"; }pre.cjk { font-family: "DejaVu Sans",monospace; }p { margin-bottom: 0.21cm; } --><em>Stuart MacBride</em> <strong>Blinde Zeugen, </strong>Manhattan: 2010, 606 Seiten, 14,99 Euro<em><br />
Ken Bruen</em> <strong>London Boulevard</strong>, Frankfurt: Suhrkamp 2010, 262 Seiten, 8,95 Euro<br />
<em>von Udo Bonn</em></p>
<p><span id="more-1733"></span>Seit dem &#214;lboom vor der schottischen K&#252;ste ist die Polizeiarbeit in Aberdeen nicht leichter geworden. Die F&#246;rdert&#252;rme und das damit verdiente Geld ziehen auch das Verbrechen in die Stadt aus Granit. Und so bleibt lange unklar, ob die bestialischen Blendungen von osteurop&#228;ischen Migranten das Werk von Rassisten ist oder ob es sich um Revierk&#228;mpfe der eingewanderten Mafia handelt.</p>
<p>Detective Sergeant McRae ist ein ordentlicher Polizist, nicht korrupt, intelligent, bem&#252;ht in seiner Arbeit. Und obwohl nicht nur er, sondern auch seine Kollegen davon &#252;berzeugt sind, dass er einen guten Job macht, wird ein ausgemachter Trottel bei der Bef&#246;rderung bevorzugt. Trotz seines Frusts nimmt sich Logan McRae der F&#228;lle an, begleitet von seiner direkten Vorgesetzten DI Steel, die ihn zunehmend nervt. Um dem Kinderwunsch ihrer Frau entgegen zu kommen, versucht sie McRae zum Samenspenden zu &#252;berreden – mit immer drastischeren Methoden.</p>
<p>In Stuart MacBrides f&#252;nftem Roman <em>Blinde Zeugen</em> kommen die Unterschiede zu den B&#252;chern von Ian Rankin, mit dem er allzu oft verglichen wurde, deutlicher zu Tage. MacBrides Geschichte hat mehr Tempo und die Schilderung der Polizeitruppe als einen Haufen von Versagern – ihre slapstikartigen Eins&#228;tze haben schon eine besondere Qualit&#228;t – bringen den Leser h&#228;ufig zum Schmunzeln, trotz der m&#246;rderischen Hintergr&#252;nde.</p>
<p>Die Geschichte von einem aus der Haft Entlassenen, der sich nie wieder was zu Schulden kommen lassen will und sich dann erst recht in Verbrechen verwickelt, ist schon h&#228;ufig geschrieben und die ganze Filmgeschichte hindurch auf die Leinwand gebracht worden. Eine neue Variante erz&#228;hlt in H&#246;chstgeschwindigkeit Ken Bruen in<em> London Boulevard</em>.</p>
<p>Mitchell wird entlassen, von einem ehemaligen Kumpel aufgegabelt, in Geldeintreibergesch&#228;fte verwickelt, aus denen er durch einen Job bei einer ehemaligen Theaterschauspielerin herauszukommen glaubt. Seine Zukunft soll in Notting Hill und nicht in den Trabantenvierteln Londons liegen. Doch die Diva ist ihm zu sehr zugetan, der Gangsterboss zu gekr&#228;nkt, als dass sich die Konflikte ohne Gewalt l&#246;sen lie&#223;en. Und dann gibt es noch die kleptomanische Schwester und eine Frau, die die wahre Liebe bringt.</p>
<p>Ganz nebenbei stellt sich Mitchell als Kenner des Krimigenres heraus. Man muss sich nur die genannten Autoren merken, in den Buchhandlungen nach ihren Titeln suchen und kommt auf diese Weise zu spannenden Winterabenden.</p>
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		<title>Don Winslow: Tage der Toten</title>
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		<pubDate>Wed, 03 Nov 2010 16:12:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>herausgeber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Krimi]]></category>

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			<content:encoded><![CDATA[<p><!-- pre.western { font-family: "Garuda"; }pre.cjk { font-family: "DejaVu Sans",monospace; }p { margin-bottom: 0.21cm; } --><strong>Frankfurt: Suhrkamp, 2010, 689 S., 14,95 Euro</strong><em><br />
von Udo Bonn</em></p>
<p>In den letzten Monaten werden vermehrt Meldungen ver&#246;ffentlicht, nach denen das mexikanische Milit&#228;r schwere Schl&#228;ge gegen die einheimischen Drogenkartelle f&#252;hrt und der Staat erstmalig seit dem Beginn des von Pr&#228;sident Calderón 2006 ausgerufenen Drogenkrieges in der Offensive ist.<br />
<span id="more-1599"></span>Wer Don Winslows Thriller <em>Tage der Toten</em> liest, wird solchen Meldungen zumindest misstrauisch gegen&#252;berstehen, zu komplex sind die politischen, &#246;konomischen und pers&#246;nlichen Geflechte, zu weit ragen sie &#252;ber die unmittelbar handelnden mafi&#246;sen Strukturen und Gangster hinaus, um der Verhaftung von Kartellbossen mehr abzugewinnen als die Tatsache eben dieser Verhaftung.</p>
<p>Don Winslows Roman geht zur&#252;ck in die 70er Jahre, New York. Die alten Gesch&#228;fte der italienischen Mafia laufen nicht mehr so richtig, aber ins Drogengesch&#228;ft einzusteigen ist ihr zu gef&#228;hrlich. Auch wenn die Beh&#246;rden korrupt sind, bei Drogen h&#246;rt der Spa&#223; auf. Und doch verb&#252;nden sich abtr&#252;nnige Gangster aus dem zweiten Glied mit irischen Kleinkriminellen, um von dem Gesch&#228;ftszweig der Zukunft zu profitieren.</p>
<p>In Mexiko erlebt der Drogenfahnder Art Keller, fr&#252;her ein CIA-Mann und jetzt unwillkommener Agent bei seinen neuen Kollegen der DEA, wie das Sinaloa-Imperium des Don Pedro &#246;konomisch und milit&#228;risch vernichtet wird, dabei werden keine Gefangenen gemacht. In Mexiko und in den USA hei&#223;t es nun: Es gibt kein Drogenproblem mehr im Mexiko.</p>
<p>Keller glaubt dieser Propaganda nicht und arbeitet verdeckt weiter. &#220;ber die Jahre erf&#228;hrt er, dass der hohe Sicherheitsbeauftragte des Gouverneurs von Sinaloa, Tio Barrera mittlerweile die Seiten gewechselt hat, neue Strukturen des Transports aufgebaut hat (der Anbau findet jetzt in Kolumbien statt) und die US-amerikanische Seite nicht umsonst schweigt: In ihrem Kreuzzug gegen die Linke in Zentral- und Lateinamerika werden B&#252;ndnisse mit den Narcotraficantes eingegangen, um die Todesschwadronen und Contras mit Waffen und Geld zu versorgen.</p>
<p>Kellers Untersuchungen und vor&#252;bergehende Erfolge, nach einem bestialischen Mord an einem seiner Kollegen von Hass vorangetrieben, f&#252;hren am Ende zu immer mehr Opfer unter Menschen, die ihm helfen wollen. Und gelingt ihm der gro&#223;e Schlag gegen die K&#246;pfe der Kartelle, steht schon die nachwachsende Generation bereit, mit neuen Marketingstrategien den Drogenfluss in die USA zu garantieren und zu optimieren. Eine neue Generation ohne irgendwelche Skrupel und Ehrgef&#252;hl. Wer sich ihr entgegenstellt, wird vernichtet. Wer von ihren politischen Verb&#252;ndeten zum Freiwild erkl&#228;rt wird, wird verraten, auch wenn diesen Menschen gegen&#252;ber gr&#246;&#223;ter Respekt oder Liebe empfunden wird.</p>
<p>Ein gro&#223;artiger Roman aus dem wahren Reich des B&#246;sen, oder wie James Ellroy kommentiert: «Winslow ist einfach der Hammer.»</p>
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		<title>Christopher Cook u.a.</title>
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		<pubDate>Mon, 30 Aug 2010 11:28:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>herausgeber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Krimi]]></category>

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		<description><![CDATA[Christopher Cook, Robbers, M&#252;nchen: Heyne 2010, 558 S., 9,95 Euro Roger Smith, Kap der Finsternis, M&#252;nchen: Heyne 2010, 356 S., [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!-- 		@page { margin: 2cm } 		PRE.western { font-family: "Times New Roman" } 		PRE.cjk { font-family: "DejaVu Sans", monospace } 		P { margin-bottom: 0.21cm } --><strong>Christopher Cook,</strong> <em>Robbers,</em> M&#252;nchen: Heyne 2010, 558 S., 9,95 Euro<br />
<strong>Roger Smith,</strong> <em>Kap der Finsternis,</em> M&#252;nchen: Heyne 2010, 356 S., 8,95 Euro<br />
<strong>Robert Littell</strong>, <em>Die S&#246;hne Abrahams, </em>Frankfurt: S.Fischer 2010, 349 S., 8,95 Euro<br />
<strong>Jo Nesb&#246;,</strong> <em>Headhunter</em>, Berlin: Ullstein 2010, 302 S., 14,95 Euro</p>
<p><em>von Udo Bonn</em><br />
<span id="more-1306"></span>Ganze Landschaften in Texas sind von der jahrzehntelangen Exploration von &#214;l und seiner Verarbeitung zerst&#246;rt worden, die Luft ist zeitweise so giftig wie in den neuen Megacities. Durch diese Gegend treibt es die jugendlichen Gangster Eddie und Ray Bob, die f&#252;r Pennys und Tankf&#252;llungen Menschen umbringen. Besonders Ray Bob steigert sich immer mehr in einen Killerwahn und wird auch seinem Kumpel gef&#228;hrlich, weil er bef&#252;rchtet, die blutige Freundschaft k&#246;nnte an Eddies Gef&#252;hlen f&#252;r eine junge Frau zu Grunde gehen. <em>Robbers</em> ist ein mitrei&#223;ender Thriller, der ganz am Ende die Fahne der Hoffnung auf Erl&#246;sung aus willk&#252;rlicher Unmenschlichkeit hochzieht.</p>
<p>Mit der gleichen Wucht kommt <em>Kap der Finsternis</em> an. Ein US-amerikanischer Spieler ist mit seiner schwangeren Frau und seinem Sohn nach Kapstadt geflohen. Zur&#252;ckgezogen leben sie ein zwar unbefriedigendes, aber finanziell abgesichertes Leben, bis zwei junge Kerle aus den Cape Flats bei ihnen einbrechen. Jack Burn t&#246;tet die beiden. Und damit beginnt das Ende der Zufluchtsst&#228;tte und das Ende der Familie, denn Rudi Barnard, ein rassistischer Polizeikiller, ein &#220;berbleibsel der Todesschwadronen aus der Apartheid, findet die Leichen und nimmt ohne Auftrag Ermittlungen auf, genau so t&#246;dlich wie in seiner Vergangenheit.</p>
<p>Der Thriller <em>Die S&#246;hne Abrahams</em> ist Robert Littells Auseinandersetzung mit dem Nahostkonflikt. In K&#252;rze soll ein Friedensvertrag zwischen Israel und den Pal&#228;stinensern abgeschlossen werden. Da wird der ultraorthodoxe Rabbiner Apfulbaum, der schon in der israelischen Gesellschaft f&#252;r Aufsehen wegen seiner Unnachgiebigkeit gegen&#252;ber den Palstinensern gesorgt hat, entf&#252;hrt. Dr.Al-Shaath, der Kopf der Entf&#252;hrer, steht mit seinem religi&#246;sen Fanatismus seinem j&#252;dischen Kontrahenten in nichts nach. Beide wollen den Friedensvertrag nicht, beide leiten die Anspr&#252;che auf das ungeteilte Land aus ihrem Glauben ab. Und je n&#228;her das israelische Kommandounternehmen dem Versteck kommt, umso mehr n&#228;hern sich der Doktor und der Rabbi in ihrer Auseinandersetzung pers&#246;nlich an. Die Anerkennung der Hingabe zu Gottes Wort, die Erkenntnis, dass der religi&#246;se Wahn aufrechte Motive hat, macht die beiden zu Freunden im Tod.</p>
<p><em>Headhunter</em> ist Jo Nesb&#246;s erste deutsche Verffentlichung ohne Kommissar Harry Hole. Roger Brown ist ein kleiner Kerl und auch nicht besonders gutaussehend, moralisch ist er ein Mistst&#252;ck, aber er steht ganz oben auf der Karriereleiter: Wenn Konzerne ihre F&#252;hrungspositionen neu besetzen wollen, gehen sie zu ihm, dem norwegischen Top-Headhunter. Er genie&#223;t die Spielchen mit den Bewerbern, die er nach alten FBI-Methoden abcheckt und dabei ganz sch&#246;n fertig macht. Aber er &#252;berpr&#252;ft dabei nicht nur die Qualifikationen der Aspiranten, sondern erforscht auch deren Besitzt&#252;mer. Denn obwohl Brown gut verdient, leistet er sich und seiner Frau einen Lebensstil, den sie sich eigentlich nicht leisten k&#246;nnen. Alles geht solange gut, bis Brown in der Galerie seiner Frau Clas Greve kennen lernt, es ist so etwas wie ein Lotteriegewinn f&#252;r einen Headhunter. Eine Fehleinsch&#228;tzung, und Brown muss um sein Leben k&#228;mpfen, trauen kann er niemandem mehr.</p>
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