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Wer kann schon von sich sagen, ein Gedankengang gehöre ihm?

Bert Brecht hielt nicht viel vom Recht auf geistiges Eigentum. Wir auch nicht. Wir stellen die SoZ kostenlos ins Netz, damit möglichst viele Menschen das darin enthaltene Wissen nutzen und weiterverbreiten. Das heißt jedoch nicht, dass dies nicht Arbeit sei, die honoriert werden muss, weil Menschen davon leben.

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Nur Online Juli 2018

Das Konzeptwerk Neue Ökonomie stellt sich vor

Was verbindet Degrowth, Klimaschutz und menschenwürdige Sorgearbeit?
Ein Gespräch mit Charlotte Hitzfelder vom Konzeptwerk Neue Ökonomie

Der Konzeptwerk Neue Ökonomie e.V. ist ein unabhängiger Verein in Leipzig, der 2011 gegründet wurde. Seine Mitglieder verstehen sich als Teil der Degrowth-Bewegung und wollen eine andere Wirtschaftsweise schon heute erfahrbar machen. Ein Pfeiler der Vereinsaktivität ist die Bildungsarbeit. Der andere Pfeiler ist die Vernetzung verschiedener Bewegungen mit Hilfe von Projekten. Die Degrowth-Sommerschule ist hier ein bekanntes Beispiel.
Für die SoZ sprach Petra Stanius mit Charlotte Hitzfelder. Sie arbeitet seit 2015 beim Konzeptwerk Neue Ökonomie und ist im Netzwerk Care Revolution aktiv. Eine kaufmännische Ausbildung im Krankenhaus prägte ihre Erfahrungen mit dem Gesundheitssystem. An der Schnittstelle von Wachstumskritik/Degrowth und Care setzt sie sich für eine Neuausrichtung der Wirtschaft und für ein gutes Leben für alle ein. weiterlesen

Nur Online Juli 2018

Stuttgart 21 wackelt

Thilo Sarrazin bestätigt, dass die Bahn gelogen hat
von Paul Michel

Im Vorfeld der Anhörung zu Stuttgart 21 im Verkehrsausschuss des Bundestags Anfang Juni bekamen die Gegner von Stuttgart 21 unerwartete Unterstützung. Thilo Sarrazin, in den Jahren 2000 und 2001 Netzvorstand bei der Deutschen Bahn und von der AfD als «Experte» ausgewählt, plauderte plötzlich aus dem Nähkästchen. Sarrazin erklärte, damals, 2000/2001, sei im Bahnvorstand allen klar gewesen, dass die Kosten wesentlich höher ausfallen würden als offiziell angegeben. weiterlesen

Nur Online Juli 2018

Die Kohlekommission nimmt ihre Arbeit auf

Koalition der Bremser
von Hanno von Raußendorf

Wird die «Kommission für Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung» in der Lage sein, für einen schnellen Stopp der Braunkohleförderung, die Abschaltung dreckiger Kohlekraftwerke und die Einhaltung der Klimaziele aus dem Klimaabkommen von Paris zu sorgen? Die Zeichen stehen schlecht. weiterlesen

Nur Online Juni 2018

Der Bauer kann zusehen …

Zur Agrarpolitik der EU
von Hanno von Raußendorf*

Seit den Römischen Verträgen von 1957 betreibt Europa eine gemeinsame Agrarpolitik (GAP). Überaus erfolgreich war sie in Hinblick auf das dort formulierte Ziel der „Versorgungssicherung mit Lebensmitteln zu angemessenen Preisen durch Produktivitätssteigerung“. Ernährte ein Landwirt zur Zeit der römischen Verträge noch um die zehn Personen, so sind es heute in etwa 140. Nicht so gut funktioniert hat die „Steigerung des pro Kopf Einkommens, um den in der Landwirtschaft beschäftigten eine angemessene Lebenshaltung zu gewährleisten“. Das mittlere Einkommen je Landwirt in Deutschland liegt um etwa 9 Prozent unter einem gewerblichen Vergleichslohn. weiterlesen

Nur Online Juni 2018

Bestürzend schön

Natur erleben
von Rolf Euler

Rad- und Wandertage in diesem sonnigen Frühjahr verführen mich, an den Rand mal über Schönheiten am Wege zu schreiben.

Die renaturierte Seseke, ein früher begradigtes und abwasserführendes kleines Nebenflüsschen der Lippe zwischen Kamen und Hamm, umfließt mit klarem Wasser wieder Kurven und Steine, Nachpflanzungen von Hasel- und Weidenbüschen am Ufer, freundliche Weggestaltung für Radler und Fußgänger. weiterlesen

Nur Online Juni 2018

Die Herbstaktionen von Ende Gelände

Energieversorgung demokratisieren, Wald und Klima retten
von Robin Herbst*

«Ende Gelände!» wird diesen Herbst mit einer Massenaktion zivilen Ungehorsams den Hambacher Forst im Rheinischen Braunkohlerevier schützen. Der Kampf gegen den Energieriesen RWE wirft die grundsätzliche Frage auf: Wollen wir eine weitere Machtkonzentration von Stromkonzernen – oder eine solidarische Gesellschaft, die ihre Energieversorgung ökologisch, dezentral, demokratisch und für alle bezahlbar gestaltet? weiterlesen

Nur Online Juni 2018

In Groningen bebt die Erde

Gegen Gas und für Klimagerechtigkeit in den Niederlanden
von Johanna Frei*

Im August werden Hunderte internationale Aktivistinnen und Aktivisten in der niederländischen Provinz Groningen zu einem Protestcamp erwartet. Der Grund: In Groningen bebt immer wieder die Erde.

Das letzte große Beben ereignete sich im Januar 2018 mit einer Stärke von 3,4 auf der Richterskala. Die Beben werden durch die seit 1963 betriebene massive Erdgasförderung in der Region verursacht. weiterlesen

Nur Online Mai 2018

Artensterben und Agroindustrie

Der Kampf gegen Glyphosat geht in die nächste Runde
von Klaus Meier

Im Sommer 2017 veröffentlichten deutsche Wissenschaftler eine Studie, wonach hierzulande 80 Prozent aller Insekten in den vergangenen zweieinhalb Jahrzehnten verschwunden sind. Peter Berthold, ein anerkannter Biologe und langjähriger Leiter des Max-Planck-Instituts für Vogelkunde, schreibt, dass sich die hiesige Vogelpopulation im Vergleich zum 19.Jahrhundert um über 80 Prozent verringert hat. weiterlesen

Nur Online Mai 2018

Digital: Smart und grün?

Informations- und Kommunikationstechnik verbraucht 10 Prozent der weltweiten Stromnachfrage
von Rolf Euler

Steffen Lange, Tilman Santarius: Smarte Grüne Welt? Digitalisierung zwischen Überwachung, Konsum und Nachhaltigkeit. München: Oekom, 2018. 268 S., 15 €

Der Oekom-Verlag bietet ein kritisches Buch zum rasanten Wachstum der IT-Industrie an, das sich mit dem Mythos dessen angeblich «grüner» Entwicklung auseinandersetzt. Was wird wirklich «gespart» bei Computern, Smartphones und Internet? weiterlesen

Nur Online April 2018

VW – Zahlen nach dem Skandal

11 Milliarden : 50 Millionen : 4100 Euro
von Rolf Euler

Der Volkswagenkonzern steigerte seinen Gewinn für die Aktionäre im Jahr 2017 auf über 11 Milliarden Euro, mehr als doppelt soviel wie im Vorjahr. Die Vergütung der Vorstände stieg um gut 25 Prozent auf 50 Millionen Euro, wovon allein der Vorstandsvorsitzende Müller über 10 Millionen einstreicht. Nicht unerwähnt soll sein, dass jeder VW-Mitarbeiter eine Jahresprämie von 4100 Euro bekommt. weiterlesen