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Wer kann schon von sich sagen, ein Gedankengang gehöre ihm?

Bert Brecht hielt nicht viel vom Recht auf geistiges Eigentum. Wir auch nicht. Wir stellen die SoZ kostenlos ins Netz, damit möglichst viele Menschen das darin enthaltene Wissen nutzen und weiterverbreiten. Das heißt jedoch nicht, dass dies nicht Arbeit sei, die honoriert werden muss, weil Menschen davon leben.

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Nur Online Mai 2017 Arbeitswelt, | 

Gestohlene Zeit

Immer mehr Beschäftigte pendeln immer weiter zur Arbeit
von Manfred Dietenberger

Werktag für Werktag das gleiche Szenario: Stockender Verkehr und Stau auf den Straßen, nicht nur in den großen Ballungszentren Frankfurt, Hamburg, Berlin, Stuttgart und München. Millionen Berufspendler sind täglich im Auto und auf der Schiene von und zur Arbeit unterwegs. Dazu kommen Tausende, die so weit entfernt von der Familie arbeiten, dass sie sich am Sonntagabend oder Montagmorgen für die ganze Woche von ihr oder den Freunden verabschieden müssen. weiterlesen

Nur Online Mai 2017 Arbeitswelt, | 

Arbeit 4.0

Geht uns die Arbeit aus?
von Werner Seppmann

Seit einiger Zeit überbieten sich die Medien mit Nachrichten über die arbeitsplatzvernichtenden Konsequenzen der Digitalisierung von Produktion, Distribution und Verwaltung. Das intensive Eindringen der IT-Technologien in die Arbeitswelt werde, so verkünden sie, eine gewaltige Rationalisierungswelle in Gang setzen und Millionen Beschäftigungsmöglichkeiten vernichten. Die Aufmerksamkeit der Medien gewinnt nicht, wer plausible Analysen über die tatsächlichen Konsequenzen des intensiven Computereinsatzes vorlegt – und die sind dramatisch genug! –, sondern wer die «spektakulärsten» Zahlen präsentiert. weiterlesen

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Computerisierung der Arbeitswelt

Fluch oder Segen für die Lohnabhängigen?
von Werner Seppmann

Computereinsatz führt zu einer erheblichen Intensivierung der Arbeit. Denn es sollen damit nicht nur die Produktions- und Administrationsvorgänge effektiver gestaltet werden, auch die Überwachung der Beschäftigten soll intensiviert werden – die üblichen kapitalistischen Prozesse der Profitmaximierung werden dadurch auf die Spitze getrieben. weiterlesen

Nur Online Mai 2017 Arbeitswelt, | 

Entqualifizierung und der Zwang zu überflüssiger Arbeit

Reihe Arbeit 4.0
von Werner Seppmann

Zum Kernbestand der kapitalistischen Legenden, dem auch viele Linke anhängen, gehört die Behauptung, der industrielle Fortschritte hätte zu mehr Arbeitsplätzen mit hohen Qualifikationsanforderungen geführt. Das steht im Widerspruch zu vielen industriesoziologischen «Befunden» und stimmt für die großen Rationalisierungswellen seit den 70er Jahren des 20.Jahrhunderts so nicht. weiterlesen

Nur Online Mai 2017 Arbeitswelt, | 

Das Ende der Arbeit?

Reihe Arbeit 4.0
von Werner Seppmann

Digital gesteuerte Produktionsverfahren haben bereits in großem Stil neue Verunsicherungen in die Arbeitswelt gebracht, ohne dass sie deshalb an Legitimität verlieren würden. Dabei hat schon die potenzielle Gefahr, dass Menschen durch Maschinen verdrängt werden, disziplinierende Effekte – vor allem vor dem Hintergrund der Durchlöcherung der sozialen Sicherungssysteme. weiterlesen

Nur Online Mai 2017 Arbeitswelt, | 

Lebendige Arbeit ist unverzichtbar!

Reihe Arbeit 4.0
von Werner Seppmann*

Gleichgültig wie und an welcher Stelle des Industriesystems sie eingesetzt wird: Das Kapital kann, um seine (Selbst-)Verwertung sicherzustellen, auf die lebendige Arbeit nicht verzichten!

Aus betriebswirtschaftlicher Sicht werden optimale Automatisierungsergebnisse in der materiellen Produktion dort erzielt, wo (teil)automatisierte Prozesse und menschliche Arbeit aufeinander abgestimmt sind. Die menschliche Arbeit scheint sich also eher in neue Formen zu verlagern, als vollständig von Robotern und Maschinen ersetzt zu werden. weiterlesen

Nur Online Mai 2017 Arbeitswelt, | 

Das Weißbuch «Arbeiten 4.0»

Die Unternehmer setzen sich durch
von Marcus Schwarzbach

Das Weißbuch «Arbeiten 4.0» aus dem Haus der Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles behauptet, die Trends der digitalen Arbeit anzugehen. Die Reaktionen zeigen jedoch, es stärkt die Position der Unternehmer im Kampf gegen das Arbeitszeitgesetz.

Mit dem Weißbuch Arbeiten 4.0 findet ein anderthalb Jahre währender «Dialogprozess» seinen vorläufigen Abschluss. weiterlesen

Nur Online Mai 2017 Arbeitswelt,Gesellschaft, | 

Das Reich der Freiheit

Protestantische Arbeitsethik, Verkürzung des Arbeitstags, bedingungsloses Grundeinkommen
von Michael Löwy

Eine der großen Herausforderungen für die Arbeiterbewegung ist es, sich von den bürgerlichen Arbeitsideologien zu befreien. Unter ihnen hat die protestantische Arbeitsethik eine wichtige Rolle gespielt, nicht nur für die Entwicklung der kapitalistischen Denkweise in Ländern wie England, Deutschland und den USA, sondern auch und vor allem für die Unterwerfung der Arbeitenden unter den «ethischen» Imperativ der Arbeit im Dienst der Bosse. weiterlesen

Nur Online März 2017 Arbeitswelt,Geschichte,Gewerkschaften, | 

Fragebogenaktionen können militanter sein

So hat Karl Marx sie angelegt
von Manfred Dietenberger

Der Fragebogen als Mittel der Untersuchung der Lage und Wünsche der arbeitenden Klassen geht auf Karl Marx zurück.

In der ersten Aprilhälfte 1880 verfasste Marx einen Fragebogen für Arbeiter auf Englisch (deutsch in MEW 19, S.230–237). Er erschien erstmals – in französischer Übersetzung und anonym – am 20.April 1880 in der Zeitschrift La Revue Socialiste, weiterlesen

Nur Online Februar 2017 Arbeitswelt,Kolumne Manfred Dietenberger, | 

Gesetzentwurf zur Teilzeitarbeit

Gebt den Kolleginnen das Kommando!
von Manfred Dietenberger

Bundessozialministerin Andrea Nahles (SPD) hat am 17.1.2017 auf einer Konferenz der Friedrich-Ebert-Stiftung in Berlin einen Gesetzentwurf vorgelegt, der es Beschäftigten ermöglichen soll, zeitlich befristet in Teilzeit zu arbeiten, danach aber wieder zur vollen Arbeitszeit zurückkehren zu können. weiterlesen