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Wer kann schon von sich sagen, ein Gedankengang gehöre ihm?

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Nur Online PDF Version Artikellink per Mail Drucken Soz Nr. 11/2010 |

Günter Benser/Michael Schneider (Hg.), Bewahren – Verbreiten – Aufklären

Archivare, Bibliothekare und Sammler der Quellen der deutschsprachigen Arbeiterbewegung.
Bonn/Bad Godesberg: Friedrich-Ebert-Stiftung, 2009
376 Seiten, kostenlos

von Gisela Notz

Über die Geschichte der Archive und Bibliotheken der Arbeiterbewegung im deutschsprachigen Raum gibt es bereits zahlreiche wissenschaftliche Veröffentlichungen. Über die Menschen, die sie gegründet oder unterstützt haben oder in ihnen maßgeblich tätig gewesen sind, wissen wir wenig.

In Kooperation zwischen dem Archiv der sozialen Demokratie der Friedrich-Ebert-Stiftung und dem Förderkreis Archive und Bibliotheken zur Geschichte der Arbeiterbewegung in Berlin entstand ein Werk, das in 60 ausgewählten kurzen Biografien Archivare und Bibliothekare unterschiedlicher Generationen und parteipolitischer Lager, die sich um die Überlieferungen der Arbeiterbewegung im deutschsprachigen Raum verdient gemacht haben.

Vier Frauen sind unter den 60. Zum Beispiel Olga Konstantinowna Senekina, die Hüterin eines der größten Archivschätze: der literarischen Teilnachlässe von Marx und Engels. Theo Pinkus, der unvergessene Gründer der Studienbibliothek zur Geschichte der Arbeiterbewegung in Zürich, gab der Sammlung den Namen «Bewahren – verbreiten – aufklären».

Der Band ist weit mehr als eine Sammlung von Lebensbildern von Archivaren, Bibliothekaren und Sammlern aus Ost und West. Er bietet einen Einblick in den Alltag der Sammler, ihre Sammelleidenschaft, ihre Ziele und Methoden, und in die Geschichte der Archive. Nicht nur die Sammlungen, auch die Lebensgeschichten der Archivare und Bibliothekare sind ein untrennbarer Bestandteil der Kulturgeschichte der Arbeiterbewegung. Ein umfangreiches Personenregister schließt das Werk ab.

Zu bestellen bei archiv.auskunft@fes.de.


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