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Wer kann schon von sich sagen, ein Gedankengang gehöre ihm?

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Stuttgart 21 – oder: Wem gehört die Stadt?

Hg. V.Lösch/G.Stocker/S.Leidig/W.Wolf
Köln: PapyRossa, 2010, 199 S., 10 Eur
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von Paul B. Kleiser
Gegen den Umbau des Stuttgarter Kopfbahnhofs zu einem Durchgangsbahnhof und die «Beschleunigung» der Strecke über die Schwäbische Alb regt sich bereits seit Mitte der 90er Jahre Widerstand. Je konkreter die Pläne wurden, desto stärker engagierten sich Tausende gegen das «Milliardengrab», so dass schon von einer Volksbewegung gesprochen wird.

Mittlerweile gibt es zahlreiche Bücher und Broschüren über die Geschichte des Bahnhofs, die Hintergründe von S21 und die laufende Auseinandersetzung. Das genannte Büchlein enthält zwanzig Texte verschiedener Autoren. Es ist vor allem wegen der beiden Beiträge von Winfried Wolf zu empfehlen, der mit «Ein Projekt und sieben Lügen» die wichtigsten «Argumente» von Bahn und Land auseinander nimmt und faktenreich widerlegt; und mit «Bahnprivatisierung als Immobiliengeschäft» den Finger auf eine gern «vergessene» Tatsache legt, nämlich dass Privatisierung von lateinisch «privare = berauben» kommt und es bei Stuttgart 21 auch um eine gigantische «Grundstücksverwertung» im Innenstadtbereich geht.

Wichtig ist zudem der Artikel des Stern-Journalisten Arno Luik, der die (auch von Geißler mehrfach gerügte) Geheimniskrämerei anprangert und auf die schwierigen Verhältnisse im Stuttgarter Untergrund aufmerksam macht. Er lässt den Architekten Frei Otto zu Wort kommen, der wegen der geologischen Probleme von seinen Tunnellösungen abgerückt ist.

Das Buch kann auch über den Neuen ISP Verlag bezogen werden. Auf dessen Webseite
www.neuerispverlag.de/ kann überdies die vergriffene Broschüre von
Winfried Wolf, Stuttgart 21 – Hauptbahnhof im Untergrund, kostenlos heruntergeladen werden.


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