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Wer kann schon von sich sagen, ein Gedankengang gehöre ihm?

Bert Brecht hielt nicht viel vom Recht auf geistiges Eigentum. Wir auch nicht. Wir stellen die SoZ kostenlos ins Netz, damit möglichst viele Menschen das darin enthaltene Wissen nutzen und weiterverbreiten. Das heißt jedoch nicht, dass dies nicht Arbeit sei, die honoriert werden muss, weil Menschen davon leben.

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Nur Online Januar 2012 Gesellschaft,Nur Online, | 

Audio: Klassische Religionskritik und sozialistischer Humanismus

Manuel Kellner über die klassische Religionskritik nach Feuerbach und ihre Bedeutung für den Humanismus. Der Vortrag wurde im Rahmen eines Seminars des Ludwig-Quidde-Forums, der Leo-Kofler-Gesellschaft und der JungdemokratInnen/Junge Linke NRW im November 2011 gehalten:
http://www.archive.org/details/Religionskritik

Christoph Jünke über den sozialistischen Humanismus am Beispiel Leo Koflers. Der Vortrag wurde im Rahmen eines Seminars des Ludwig-Quidde-Forums, der Leo-Kofler-Gesellschaft und der JungdemokratInnen/Junge Linke NRW im November 2011 gehalten:
http://www.archive.org/details/DerSozialistischeHumanismus

Nur Online Januar 2012 Nur Online,Zur Person, | 

Mach es gut, Freund und Genosse!

Seiten zum Tode Klemens Alff

Nachruf von Jürgen Noffz, Redaktion von „scharf-links“

Nachruf auf sozialismus.info

Nachruf Die Linke Bremen

Nachruf von Jürgen Roth Arbeitermacht

Nachruf der AKL Antikapitalistische Linke

Artikel der AKL Bremen

Nachruf von Siggi Seidel in Der Funke Nr. 85:

Mach es gut, Freund und Genosse!

Am 30. November 2011 ist Klemens Alff, ein Freund und Genosse, nach kurzer, schwerer Krankheit gestorben. weiterlesen

Nur Online Januar 2012 Nur Online,Staat/Parteien, | 

Howling Wulff

oder: Pharisäer unter sich

von Klaus Engert

Oh, wie ist die Empörung groß. Der Bundespräsi hat von Freunden einen Billigkredit bekommen, kostenlosen Urlaub gemacht, und dann will er auch noch mit Druck erreichen, dass die Presse das nicht veröffentlicht.

Und die Journaille tut alles, was sie kann, um, wenn dieser Mann schon nicht zu retten ist, dafür zu sorgen, dass wenigstens „das Amt“ nicht beschädigt wird. Sogar Linke-Politiker wie der notorische Klaus Ernst entblöden sich nicht, etwas von „Anforderungen an das Amt“ zu faseln. Zumindest von letzterem hätte man erwarten können, dass er stattdessen endlich einmal öffentlich feststellen würde, dass das dem deutschen Volke von den „Vätern des Grundgesetzes“ präsentierte Surrogat für die traditionellen Führerfiguren von Kaiser Wilhelm über Hindenburg bis Hitler in Form eines Repräsentationsautomaten schlicht entbehrlich ist.

Dabei ist doch vollkommen verständlich, dass der Christian Wulff bei sich keinerlei Fehlverhalten erkennen kann.

Er hat schließlich nur das getan, was in einer bürgerlichen Demokratie alle Politiker machen (müssen), und was gerade in Niedersachsen seit Albrecht und Schröder gute Tradition ist: Er hatte sich von klein auf an die Großen herangemacht, er hatte einen Pakt mit dem Springerkonzern geschlossen, er hat sich mit den richtigen Freunden, wie zum Beispiel dem Drückerkolonnenchef Maschmeyer, umgeben, die ihm weiterhelfen konnten, und er hat in seiner Parteikarriere dann fleißig dafür gesorgt, dass die freie Marktwirtschaft ja nicht in Gefahr gerät. Kein Wunder, dass er jetzt aufheult wie ein verwundetes Tier, als man ihm ausgerechnet das vorhält, was doch die Grundlage jeder bürgerlichen Politik ist, nämlich, die richtigen Freunde zu haben – betuchte – und dafür zu sorgen, dass das Geld in den richtigen Kreisen zirkuliert, da auch bleibt und sich vermehrt.

Mit einem Wort: Es handelt sich bei Herrn Wulff um die Fleischwerdung des Prinzips des ideellen Gesamtkapitalisten. Sein Fehler war, dass er, offensichtlich weil er schon auf der Schulbank beschloss, Berufspolitiker zu werden, dieses Prinzip so internalisierte, dass er das zweite Prinzip der bürgerlichen Demokratie sträflicherweise vergessen hat. Das besagt nämlich, dass man zwar als Politiker als Lobbyist des Gesamtkapitals tätig ist, aber dem Wahlvolk gegenüber jeden Eindruck, dass dem so ist, peinlichst vermeiden muss. Das könnte nämlich sonst an der Demokratie irre werden.

Und so mussten jene, die da Schaden von der hierzulande üblichen Art von Demokratie, vulgo dem Kapitalismus und seiner derzeit benutzten politischen Erscheinungsform des bürgerlichen Parlamentarismus, abwenden wollten, die Diekmanns, Augsteins und Konsorten, sich – aus der Not geboren, nicht dem eig`nen Triebe – möglichst lautstark moralisch empören. Etwas anderes blieb ihnen auch nicht übrig, wenn sie nicht dem blitzsauberen Christian beipflichten wollten, dass das, was er getan hat, völlig in Ordnung gewesen sei. Auch Horst Köhler ist schließlich nicht darüber gestolpert, dass die deutsche Militärpolitik wirtschaftlichen Zwecken dient und dann und wann aus diesem Grund auch schon mal, wie im Falle Serbien oder Afghanistan, über ein Land hergefallen werden muss, sondern darüber, dass er es empörenderweise ausgesprochen hat. So etwas tut man nicht. Die Verbreitung von Wissen ist grundsätzlich systemgefährdend.

Dass der Osnabrücker Leisetreter dann noch meinte, der BILD-Zeitung den Mund verbieten zu können, deutet darauf hin, daß er zu all seinen Irrtümern auch noch den Denkfehler hinzufügte, der Schwanz könne mit dem Hund wackeln. „Pressefreiheit ist die Freiheit von 200 reichen Leuten, ihre Meinung zu verbreiten“, hat Paul Sethe, einer der Gründer der FAZ, 1965 geschrieben. Zu denen gehört der Wulff nicht, und sie sind sehr empfindlich, wenn man ihnen dieses exklusive Recht nehmen will.

Sic transit gloria, wenn einer sein Dasein als staatlich alimentierter Grüßaugust mit Macht verwechselt.

Howl, Wulff!

Nur Online Januar 2012 Amerika,Bewegung, | 

USA: Occupy the Winter

Wie soll es nach der Räumung der Zeltplätze und angesichts des Wintereinbruchs mit der Besetzungsbewegung in den USA weiter gehen? Dazu Vorschläge von Dokumentarfilmregisseur Michael Moore für die Generalversammlung von Occupy Wall Street.
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Nur Online Januar 2012 Stadt, | 

Die Gegner von Stuttgart 21 können ihren Kampf noch gewinnen

Oben bleiben

von Manfred Dietenberger

Am 27.November 2011 stimmten bei der ersten baden-württembergischen Volksabstimmung seit 40 Jahren 58,8% dafür, dass das Land Baden-Württemberg den Bau des unterirdischen Bahnhofs Stuttgart 21 mitfinanziert, 41,2% stimmten für den Ausstieg aus der Mitfinanzierung. Landesweit beteiligten sich 48,3% der Wahlberechtigten an der Abstimmung.
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Nur Online Januar 2012 Parteien/Organisationen, | 

Dietmar Bartsch will Vorsitzender der LINKEN werden

Angriff der Sekundärtugenden

von Thies Gleiss

Der stellvertretende Vorsitzende der Fraktion der LINKEN im Bundestag, Dietmar Bartsch, hat seine Kandidatur für den Vorsitz der LINKEN angemeldet. Am liebsten wäre ihm ein Mitgliederentscheid, aber er will auch antreten, wenn nur ein Parteitag den neuen Vorsitzenden wählt.
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Nur Online Januar 2012 Gesellschaft, | 

Kindesmissbrauch: Entwarnung oder Alarm?

von Anna Meister

Laut Medienberichten geht der sexuelle Missbrauch an Kindern zurück. Die Sozialpädagogin Anna Meister hinterfragt, ob das wirklich der Fall sein kann.
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Nur Online Januar 2012 Staat/Parteien, | 

Die «Erneuerung» der Berliner CDU hat niemals stattgefunden

Landowskys langer Schatten

von Benedict Ugarte Chacón

Als im Jahr 2001 die Berliner Bankgesellschaft ins Wanken geriet und herauskam, dass der Vorstandschef einer ihrer Teilbanken, gleichzeitig Fraktionsvorsitzender der CDU im Abgeordnetenhaus, Klaus-Rüdiger Landowsky, von Kunden seiner Bank «Parteispenden» angenommen hatte, um – so wurde vermutet – Kreditanträgen selbiger Kunden etwas auf die Sprünge zu helfen, geriet mit Landowsky auch die gesamte Berliner CDU in Verruf. Die SPD, bis dahin treuer Koalitionspartner, stilisierte Landowsky zum Über-Sündenbock und ihren damaligen Fraktionsvorsitzenden Klaus Wowereit zum großen Hoffnungsträger.
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Nur Online Januar 2012 Europa, | 

«Die vorgeschlagenen Wege vertiefen die EU-Krise nur»

Joachim Hirsch plädiert für eine wirkliche politische Union

Können sich die Regierungen den Erpressungen der Banken und des Finanzkapitals widersetzen? Ja, sagt Joachim Hirsch, emeritierter Professor für Politikwissenschaft der Universität Frankfurt. Doch dazu müssen sie sich radikal von der neoliberalen Politik abwenden, die immer noch bestimmend ist. Die Frage, ob es einen Ausweg aus der Krise gibt, ist also letzten Endes eine politische und sie erfordert einen Systemwechsel. Die «Lösungen», die derzeit gehandelt werden, werden die Krise eher verschärfen; dabei geht es auch nicht um mehr oder weniger Europa, sondern um jeweils unterschiedliche Auffassungen vom «nationalen Interesse».
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Nur Online Januar 2012 Asien/Australien, | 

Die Bonner Afghanistankonferenz und die Proteste gegen den Krieg

In kolonialer Manier

von Werner Ruhoff

Die USA wollen sich in Afghanistan dauerhaft festsetzen und stoßen damit auf Widerstand.

Seit Obamas Wahl zum ohnmächtigsten Mächtigen haben die USA die Zahl der Soldaten in Afghanistan auf mehr als 130000 verdoppelt. Die afghanischen Zivilopfer, einschließlich der 142 in Kunduz, sind seit 2008 um ein Drittel auf über 3000 gestiegen, die Dunkelziffer wird höher geschätzt. Mehr als 700000 Menschen sind seit 2006 geflüchtet.
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