Schließen

Wer kann schon von sich sagen, ein Gedankengang gehöre ihm?

Bert Brecht hielt nicht viel vom Recht auf geistiges Eigentum. Wir auch nicht. Wir stellen die SoZ kostenlos ins Netz, damit möglichst viele Menschen das darin enthaltene Wissen nutzen und weiterverbreiten. Das heißt jedoch nicht, dass dies nicht Arbeit sei, die honoriert werden muss, weil Menschen davon leben.

Hier können Sie jetzt Spenden

Sie befinden sich hier: Home > 2012 > 12 > Acht-strompreislugen

Nur Online PDF Version Artikellink per Mail Drucken Soz Nr. 12/2012 |

Acht Strompreislügen

Das Institut für Neue Soziale Marktwirtschaft, das bereits propagandistisch den Weg für die Hartz-Gesetze ebnete, führt nun mit den dämlichsten Argumenten eine Kampagne gegen die Energiewende. Das Umweltinstitut München hat die acht gängigsten Lügen über die Ursachen der Strompreiserhöhungen widerlegt.

1. «Der Strompreis explodiert, die Verbraucher werden übermäßig belastet.»
Strom hat den geringsten Anteil an den Energiekosten. Zudem steigen die Preise für Strom weniger stark als die Preise für Öl, Gas oder Benzin.
2. «Erneuerbare Energien machen den Strom teuer.»
Zwei Drittel der Strompreissteigerung hat nichts mit Ökostrom zu tun. Atom und Kohle sind unterm Strich teurer als erneuerbare Energien.
3. «Hohe Strompreise gefährden den Industriestandort Deutschland.»
Aufgrund vieler Privilegien ist der Strompreis für die energieintensive Industrie sogar gesunken.
4. «Hohe Strompreise treiben sozial Schwache in die Energiearmut.»
Energiearmut ist die Folge einer verantwortungslosen Sozialpolitik und einer ungerechten Kostenverteilung zulasten der Privathaushalte
5. «Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) ist Preisdiktat und Planwirtschaft.»
Das EEG löst das Monopol der großen Stromkonzerne auf und macht die erneuerbaren Energien marktfähig.
6. «Hohe Strompreise führen zum Verlust von Arbeitsplätzen.»
Der dezentrale Ausbau erneuerbarer Energien bringt Beschäftigung, Einkommen und Steuereinnahmen.
7. «Erneuerbare Energien erzwingen den Bau teurer Überlandleitungen von Nord nach Süd.»
Nur Offshore-Windparks, die den Gewinninteressen der großen Energiekonzerne dienen, erfordern den Bau neuer Überlandleitungen.
8. «Die Energiewende zwingt zum Import von billigem Atomstrom aus dem Ausland.»
Trotz Atomausstieg wird in Deutschland mehr Strom exportiert als importiert.

Eine Langfassung der acht Punkte findet sich auf der Webseite http://umweltinstitut.org


Drucken | Artikellink per Mail | PDF Version

Schlagwörter:
Kommentar zu diesem Artikel hinterlassen

Spenden

Die SoZ steht online kostenlos zur Verfügung. Dahinter stehen dennoch Arbeit und Kosten. Wir bitten daher vor allem unsere regelmäßigen Leserinnen und Leser um eine Spende auf das Konto: Verein für solidarische Perspektiven, Postbank Köln, IBAN: DE07 3701 0050 0006 0395 04, BIC: PBNKDEFF


Schnupperausgabe

Ich möchte die SoZ mal in der Hand halten und bestelle eine kostenlose Probeausgabe oder ein Probeabo.