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Clemens G. Arvay: Friss oder stirb

Wie wir den Machthunger der Lebensmittelkonzerne brechen und uns besser ernähren können. Salzburg: Ecowin, 2013. 232 S., 21,90 Euro

Pferdefleisch und Bioeier brachten zuletzt die Missstände unserer Art der Ernährung wieder in «aller Munde». Auch das österreichische Fernsehen beteiligte sich an der Diskussion mit einer Debatte, an der auch ein junger Agrarbiologe, Clemens Arvay, beteiligt war. Der erzählte, dass auch Bioeier meist mitnichten von glücklichen Hühnern stammen, die fröhlich ihre Körner picken, wie uns die Werbung suggerieren will. Große Bioeierbetriebe unterscheiden sich von konventionellen Betrieben nur in Bezug auf die Futtermischung, nicht auf die Haltung. Das Buch zieht einen in seinen Bann. Arvay wechselt Schilderungen mit direkten Interviews ab, beschreibt lebendig und übersichtlich, wie das mit den Eiern und Hühnern «funktioniert» und vor allem, wie die Eier in die Pfanne kommen, also die Handelsketten arbeiten. Sein Fazit ist kurz gesagt: Bedarfsproduktion statt Überschuss, «Small is beautiful», kleine Einheiten in Produktion und Vertrieb. Er zeigt am Beispiel von ALDI Süd Österreich den «Schmäh» der Praxis großer Discounter, die in Personalunion Lebensmittelproduzenten, Händler und Biozertifizierer sind. Das Buch schließt mit einer ganzen Reihe von Anregungen, wie es anders gehen kann – nicht nur für wenige Privilegierte, die es sich finanziell leisten können, sondern potenziell für alle.

Angela Huemer


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