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Nur Online PDF Version Artikellink per Mail Drucken Soz Nr. 02/2014 |

Bruce Springsteen: High hopes

Columbia Records, 2014

von Dieter Braeg

In Zeit-online wird die neueste CD von Bruce Springsteen, High hopes, von Jan Kühnemund nicht gerade in den siebten Musikhimmel gelobt: «Wann nimmt dieses Genöle denn ein Ende?» Es ist Springsteens 18.Studioalbum. Ja, es gab Alben, die Springsteen als kritischen Rock-/Popmusiker Geist und Ohr näher bringen: Born to run, Darkness on the edge of town oder Nebraska, und ich erinnere mich gerne an die kämpferische Brüllvorlage Born in the USA.

High hopes allerdings, das ist kein Aufwecker wie das 2012 erschienene Album Wrecking ball, das ich High hopes vorziehe. Springsteen wollte mit diesem 18.Album zwar seinen bisherigen Gefühlsduseleipathosrock verlassen, aber es blieb dann doch alles so, wie man es von ihm schon immer gewohnt ist. Er ist und bleibt ein Arbeitstier Rock Star.

High hopes klingt trotzdem etwas anders. Die E-Street-Band ist umbesetzt und der Gastgitarrist Tom Morello (aus der Metal-Band Rage Against the Machine) sorgt für einen Klang, den andere Springsteen-Alben nicht bieten.

High Hopes ist ein wenig ein Resterampenalbum. Alle zwölf Stücke sind nicht neu. Viele gehören zum seit Jahren bekannten Springsteen-Konzertprogramm der Jahre 2002–2008. Der beste Song ist die Ballade «The wall». Da erinnert er sich an Cichon. Der war eine musikalische Lokalgröße in New Jersey und verschwand spurlos im Vietnamkrieg. Gospel, Ballade, treibender Rock, Banalitäten.

Das Album ist sicher kein sensationelles Meisterwerk, aber das, was das Zeit-Schandmaul verkündet, ist schwer daneben. Es ist ein, trotz oder gerade wegen der Restverwertung, gutes Album!

 

 


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