Schließen

Wer kann schon von sich sagen, ein Gedankengang gehöre ihm?

Bert Brecht hielt nicht viel vom Recht auf geistiges Eigentum. Wir auch nicht. Wir stellen die SoZ kostenlos ins Netz, damit möglichst viele Menschen das darin enthaltene Wissen nutzen und weiterverbreiten. Das heißt jedoch nicht, dass dies nicht Arbeit sei, die honoriert werden muss, weil Menschen davon leben.

Hier können Sie jetzt Spenden

Sie befinden sich hier: Home > 2014 > 06

Nur Online Juni 2014 Europa, | 

Die Verfassung der «Volksrepublik Donezk»

Auszüge aus der Verfassung der Volksrepublik Donezk, wie sie auf der Webseite der «Volksrepublik» veröffentlicht ist:

Wir, der Oberste Rat der Volksrepublik Donezk,

im Gefühl, integraler Bestandteil der Russischen Welt zu sein, verstanden als russische Zivilisation, als Gemeinschaft des russischen und anderer Völker,

im Bewusstsein der Unteilbarkeit des Schicksals der gesamten Russischen Welt und im Willen, wie in der Vergangenheit auch weiterhin Bestandteil von ihr zu sein, weiterlesen

Nur Online Juni 2014 Europa, | 

Die Wahlen in der Ukraine

Oligarchen und extreme Rechte

von Angela Klein

Die Präsidentschaftswahlen in der Ukraine haben mal wieder einem schwerreichen Oligarchen, Petro Poroschenko, das Mandat gegeben. Der demokratische und antioligarchische Impuls der Maidanbewegung ist gebrochen. Sie hat es nicht vermocht, ihrem Anliegen in einer eigenständigen, unabhängigen Kandidatur einen politischen Ausdruck zu verleihen. weiterlesen

Nur Online Juni 2014 Europa,Gewerkschaften, | 

Die Bergleute im Donbass schlagen Alarm

Was wird aus ihnen wenn der Staat keine Subventionen mehr zahlt?

von Zbigniew Kowalewski

Auf die Separatisten und die Perspektive einer «Föderalisierung» sind die Bergleute in der Ostukraine nicht gut zu sprechen. Sie wollen nicht so enden wie ihre russischen Kollegen.

Kann man einen Staatsbetrieb verstaatlichen? Im Donbass haben die russischen Separatisten gezeigt, dass sie das können. Sie haben den Staatsbetrieb DP Donbassanthrazit in der Region Lugansk «verstaatlicht». Er umfasst sieben Bergwerke und zehn weitere Betriebe. Ungefähr 15000 Personen sind dort beschäftigt, die monatliche Lohnsumme beträgt einschließlich der Sozialversicherungsbeiträge 85 Mio. Hryvnia (5,2 Mio. Euro). weiterlesen

Nur Online Juni 2014 Asien/Australien,Geschichte, | 

China vor 25 Jahren: Das Massaker auf dem Tiananmen

Die Demokratiebewegung von 1989

von Au Loong Yu und Bai Ruixue

Die Demokratiebewegung ist allgemein als Studentenbewegung bekannt. Dabei wird häufig übersehen, dass die Beteiligung der Arbeiterklasse in einem späteren Stadium sehr zentral wurde und auch zu einer unabhängigen Organisierung von Arbeitenden führte. Das beunruhigte die KPCh und war einer der Gründe für die Zerschlagung der Bewegung am 4.Juni. Danach war die Arbeiterklasse atomisiert und demoralisiert. weiterlesen

Nur Online Juni 2014 Europa,Geschichte, | 

1941/44: Deutsche Terrorherrschaft in Griechenland

Zum 70.Jahrestag des Massakers in Distomo

 aus Griechenland-Info Nr.7

Am 10.Juni jährte sich das von Soldaten der Wehrmacht angerichtete Massaker von Distomo bei Delphi zum siebzigsten Mal. Dabei wurden das Dorf niedergebrannt und 218 Frauen, Alte und Kinder bestialisch umgebracht. Es war einer der traurigen Höhepunkte einer langen Blutspur der Wehrmacht in Griechenland. weiterlesen

Nur Online Juni 2014 Nordafrika/Nahost, | 

Syrien: Assads Macht konsolidiert

Linke Versäumnisse in Sachen Solidarität

von Manuel Kellner

Die Präsidentschaftswahlen des 3.Juni endeten mit dem offiziell verkündeten Ergebnis von 88,7% für den alten und neuen Präsidenten Bashar al-Assad. Das Ergebnis stand im wesentlichen schon vorher fest. Die beiden Gegenkandidaten waren keine wirklichen Gegenkandidaten. Die Wahlen waren alles andere als geheim. Viele haben unter Zwang und Druck gewählt. weiterlesen

Nur Online Juni 2014 Nordafrika/Nahost, | 

Ein Haus für Flüchtlinge aus Raqqa

 

Zivilgesellschaftliches Projekt braucht Unterstützung

von Franka Holland und Manuel Kellner

Die anhaltenden bewaffneten Konflikte in Syrien haben großen Teilen der Bevölkerung unvorstellbares Leid gebracht. Luftwaffe und Artillerie des Assad-Regimes haben ganze Städte und Dörfer des Landes, die unter Kontrolle bewaffneter Rebellen waren, in Schutt und Asche gelegt. Die UNO hat aufgehört, die Toten zu zählen. Es dürften inzwischen über 160.000 sein. Viele Millionen sind ins Ausland geflohen oder im Land auf der Flucht. weiterlesen

Nur Online Juni 2014 Kolumne Ingo Schmidt,Konjunktur/Krise, | 

Geld wie Heu und trotzdem Flaute

Sparmaßnahmen der Troika gescheitert

von Ingo Schmidt

Hohe Zinsen, knappes Geldangebot. So kennt man die EZB. So hat sie die Inflation bekämpft, also diese schon im Sumpf anhaltender Stagnation untergegangen war. Jetzt übt sie sich in unkonventionellen Maßnahmen.

Der Zins auf Einlagen bei der Zentralbank wurde Anfang Juni auf –0,1% gesenkt. Der Leitzins, zu dem sich Banken bei der EZB frisches Geld, den «Rohstoff» ihrer eigenen Kreditvergabe, verschaffen können, wurde von 0,25 auf 0,15% gesenkt. Damit zielt die EZB aber bestenfalls auf Schadensbegrenzung. weiterlesen

Nur Online Juni 2014 Buch,Globalisierung/Krieg, | 

Mit Mikrokrediten gegen die Armut?

Rendite machen und Gutes tun? Mikrokredite und die Folgen neoliberaler Entwicklungspolitik. Hrsg. Gerhard Klas, Philip Mader. Frankfurt a.M.: Campus, 2014. 217 S., 19,90 Euro

von Paul B. Kleiser

Eines der Ideologeme des Neoliberalismus besteht in der Vorstellung, jeder sei seines Glückes Schmied. Demnach brauchen arme Menschen vor allem im globalen Süden kein gutes Ausbildungs- und Gesundheitssystem, sondern «Mikrokredite» zur Herstellung von einfachen Produkten, die sie dann auf dem Markt mit Gewinn verkaufen und damit die Kredite zurückzahlen. Längerfristig würde dadurch in den Entwicklungsländern die Armut abgebaut, so die offizielle Propaganda. weiterlesen

Nur Online Juni 2014 Buch,Europa, | 

Europas Strippenzieher

Wer in Brüssel wirklich regiert. Cerstin Gammelin, Raimund Löw: Berlin 2014. 384 S., 19,99 Euro

 von Paul B. Kleiser

Das Buch der beiden Autoren ist in mehrerlei Hinsicht von Interesse: Löw hat als langjähriger Brüsseler Korrespondent des Österreichischen Rundfunks (ORF) offensichtlich gute Beziehungen zu den Brüsseler «Sherpas», die für die Politiker die Drecksarbeit machen dürfen (aber auch gute Hintergrundinformationen besitzen); auf dieser Grundlage berichtet er häufig detailliert über die Hintergründe von Entscheidungen (und die Abgründe der Treffen); außerdem kommt er aus einem kleinen Land, was seine Kritik am Gerangel beflügelt. Die Journalistin Cerstin Gammelin schreibt für die Süddeutsche Zeitung. weiterlesen