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Wer kann schon von sich sagen, ein Gedankengang gehöre ihm?

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Ingo Nentwig ist gestorben

Kurze Mitteilung, Nachruf folgt

von MANUEL KELLNER*

Heute morgen um 9.21 Uhr ist unser Freund und Genosse Ingo Nentwig (geboren am 8. April 1960) nach schwerer Krankheit viel zu früh gestorben. Er war Sinologe, Ethnologe, undogmatischer Kommunist und Revolutionär, in den 70er Jahren Mitglied des KB, zuletzt Vorsitzender des Bildungsvereins SALZ e.V., und er war zweimal Gast bei Bundesmitgliederversammlungen der isl, wo er das Vorhaben der Vereinigung von RSB und isl sehr warmherzig befürwortet hatte. Politisch am nächsten standen ihm Nachfolgeorganisationen der offiziellen kommunistischen Bewegung (III. Internationale) und der dissidenten kommunistischen so genannten „trotzkistischen“ Bewegung, wobei er die Vierte Internationale (über deren Schwächen er sich keine Illusionen machte) als die authentische Weiterführung der 1938 gegründeten Vierten Internationale wahrgenommen hatte. Wir trauern mit seiner Frau und Lebensgefährtin Mareile und mit seinem Sohn Tjark und werden ihn in unseren Erinnerungen lebendig halten und uns bemühen aufzuarbeiten, was er uns als politisches Erbe hinterlassen hat, zuletzt eine Ausarbeitung zu internationaler Solidarität unter den heute gegebenen weltweiten Bedingungen. Ich möchte hinzufügen, dass Ingo ein über die Maßen liebenswürdiger, hilfsbereiter, selbstloser Freund war, in dessen Gegenwart man sich nur wohlfühlen konnte.

  • zuerst veröffentlicht am 30. Januar 2016

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