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Wer kann schon von sich sagen, ein Gedankengang gehöre ihm?

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Krimitipp: Andreas Pflüger: Endgültig

Berlin: Suhrkamp, 2016. 459 S., 19,95 Euro
von Udo Bonn

Nach fünf Jahren kommt Jenny Aaron zurück nach Berlin in ihre alte «Abteilung». Niko Kvist, ihr alter Liebhaber und enger Exkollege, hat sie abgeholt. Die alten Stimmen und drei neue, bekannte Umarmungen, angenehme Orientierungen. Gelöste Stimmung, der gute Pavlik wird fünfzig, aber fit. Sie ist wieder da in ihrer alten Einheit, aber nur auf einen Sprung. Sie gehörte dazu und war eine der Besten in dieser supergeheimen, international operierenden Polizeitruppe, von der niemand wissen darf. Bis zum Einsatz in Barcelona war sie dabei. Dort flogen sie auf, Kvist wird zusammengeschossen, Aaron, am Kopf getroffen, erblindet bei einer wilden Verfolgungsjagd nach einem der Gangster. In Berlin nicht mehr einsatzfähig, geht sie als Vernehmungsspezialistin zum BKA.

Und jetzt wieder Berlin. In einer Haftanstalt ist eine Psychologin ermordet worden, allem Anschein nach von Reinhold Boenisch, den sie als junge Polizistin im Alleingang überführte. Und Boenisch will nur mit ihr sprechen. Das geht, eine kurze Angelegenheit, aber was dann kommt, stellt alles auf den Kopf. Langsam wird ihr klar, es mit einem Gegner aus ihrer Vergangenheit zu tun zu haben, der nicht nur ihr, sondern der ganzen «Abteilung» immer mehrere Schritte voraus ist. Und klar wird ihr auch, dass in der Vergangenheit nicht alles so war, wie sie sich erinnert.

Andreas Pflüger, der etliche Drehbücher für die Reihe Tatort geschrieben hat, hat mit Endgültig einen echten Reißer geschrieben, der durch die Perspektive der erblindeten Polizistin eine eigene Lesedimension gewinnt.


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