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Wer kann schon von sich sagen, ein Gedankengang gehöre ihm?

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Krimi: Joe Ide: IQ

Deutsch von Conny Lösch. Berlin: Suhrkamp, 2016. 388 S., 14,95 Euro
von Udo Bonn

Was machst du, wenn nachts ein Riesenhund in deine gesicherte Villa eindringt und dich töten will? Wenn du ihm so gerade entkommst, du aber sowieso im Grenzbereich lebst, ausgebrannt als Rapper, vollgepumpt mit legalen und illegalen Drogen, ständig unter Druck des Business, immer liefern zu müssen?

Calvin Wright, aka Murda One, braucht einen Detektiv. Den besorgt ihm Junuell Dodson, auch einer, der es geschafft hat, von der Straße wegzukommen. Der Nachbarschaftsdetektiv Isaiah Quintabe, IQ, soll herausfinden, wer hinter den Anschlägen auf Cal stecken könnte.

Begeistert ist IQ nicht von dem Angebot, die negativen Erfahrungen mit Dodson reichen weit zurück in ihrer beider Vergangenheit. Aus einer Notwohngemeinschaft von Minderjährigen wurde ein L.A.-bekanntes Einbrecherteam, die Zusammenarbeit endete mit einem hässlichen Bruch. Aber IQ braucht Geld, seine Arbeit als Ermittler ohne Lizenz ist in seinem Viertel zwar hoch angesehen, bringt aber finanziell nichts ein. Also nimmt er den Auftrag widerwillig an. Der Riesenhund ist die einzige Spur. Ohne eine spezielle Züchtung ist so ein gigantischer Pitbull nicht hinzukriegen. Aber selbst dann wäre noch nicht klar, von wem der Auftrag kommt. Verdächtigt wird zunächst Noelle, Cals Exfrau, die noch einige Rechnungen mit ihrem ehemaligen Gatten auf hat und gerne ein Enthüllungsbuch über ihr Leben mit dem Rapstar schreiben würde.

Aber kommt nur sie als Auftraggeberin in Frage?

Joe Ide hat mit IQ einen Sherlock Holmes in the Hood erfunden, dessen Abenteuer zwischen Community, Bandenkriegen, Glitter und Protz und Drogenbusiness ein Lesevergnügen ersten Ranges sind.


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