Schließen

Wer kann schon von sich sagen, ein Gedankengang gehöre ihm?

Bert Brecht hielt nicht viel vom Recht auf geistiges Eigentum. Wir auch nicht. Wir stellen die SoZ kostenlos ins Netz, damit möglichst viele Menschen das darin enthaltene Wissen nutzen und weiterverbreiten. Das heißt jedoch nicht, dass dies nicht Arbeit sei, die honoriert werden muss, weil Menschen davon leben.

Hier können Sie jetzt Spenden

Sie befinden sich hier: Home > 2019 > 11 > Klaus-schilp-19312019

Nur Online PDF Version Artikellink per Mail Drucken Soz Nr. 11/2019 |

Klaus Schilp (1931–2019)

Nachruf
von der SoZ-Redaktion

Unser langjähriger Genosse und Mitstreiter Klaus Schilp ist am 7.Oktober im Alter von 88 Jahren gestorben.
Klaus wurde am 13.April 1931 geboren. Er war lange Zeit mit Marianne verheiratet, die 2017 starb, und hinterlässt zwei Kinder.

Klaus war aktiver Gewerkschafter bei der Gewerkschaft Bau, Steine, Erden, später IG BAU. Er war seit den 50er Jahren als Fliesenleger bei einer Firma in Düsseldorf beschäftigt, wo er auch Betriebsrat war. Er berichtete häufig von den Auseindersetzungen dort, die meist zugunsten der Beschäftigten ausgingen. Die Fliesenleger waren damals in der Gewerkschaft eine starke Gruppe und gut organisiert. Aus diesem Grund waren ihre Löhne mit die besten in der ganzen Branche.
Er radikalisierte sich mit der APO und kam Ende der 60er/Anfang der 70er Jahre mit der RKJ (Revolutionäre Kommunistische Jugend) in Kontakt, damals eine Jugendorganisation, die mit der GIM (Gruppe Internationale Marxisten, die damalige deutsche Sektion der IV. Internationale) freundschaftlich verbunden war. Nach der Fusion dieser beiden Organisationen wurde er Mitglied der GIM. Seit dem Zeitpunkt war er ständig mit den GenossInnen der IV. Internationale in Kontakt und war viele Jahre Mitglied. Seit der Gründung der Internationalen Sozialistischen Linken (ISL) im Jahr 2001 war er Mitglied der Düsseldorfer Ortsgruppe.
Vor seiner Rente war er viele Jahre bei der Arbeiterwohlfahrt in Düsseldorf in der Lehrlingswerkstatt beschäftigt. Hier konnte er jungen Menschen seine Fertigkeiten vermitteln, was ihn mit großer Zufriedenheit erfüllte.
Klaus war ein großer Kunstliebhaber und besuchte viele Ausstellungen. Er fertigte aber auch selber Skulpturen, meist aus Holz, an. Zu wichtigen politischen Themen fertigte er Collagen an, die er zu Hause ausstellte. Nicht zu vergessen ist sein großes Wissensbedürfnis, das er aus seinen zahlreichen Büchern befriedigte.
In den 2000er Jahren hat Klaus häufig für die SoZ über Arbeitskonflikte in der Bauwirtschaft geschrieben, zuletzt noch im Jahr 2008!
Wir verlieren mit Klaus Schilp einen Genossen, der uns, so lange es ihm möglich war, immer deutlich machte, das die Arbeit in Betrieb und Gewerkschaft die wichtigste Aufgabe für Revolutionäre ist.


Drucken | Artikellink per Mail | PDF Version

Schlagwörter:
,
Kommentar zu diesem Artikel hinterlassen

Folgende HTML-Tags sind erlaubt:
<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>



Spenden

Die SoZ steht online kostenlos zur Verfügung. Dahinter stehen dennoch Arbeit und Kosten. Wir bitten daher vor allem unsere regelmäßigen Leserinnen und Leser um eine Spende auf das Konto: Verein für solidarische Perspektiven, Postbank Köln, IBAN: DE07 3701 0050 0006 0395 04, BIC: PBNKDEFF


Schnupperausgabe

Ich möchte die SoZ mal in der Hand halten und bestelle eine kostenlose Probeausgabe oder ein Probeabo.


Kommentare als RSS Feed abonnieren