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Mehr fürs Militär

Einschnitte bei anderen
von Rolf Euler

Die Corona-Pandemie hat für einige Branchen bedeutende Einschnitte gebracht. Die fast vollständige Einstellung des weltweiten Flugverkehrs hatte einen heftigen Rückgang auch bei den Flugzeugbestellungen zur Folge. Airbus entließ im Mai 1100 Leiharbeiter, deren Verträge wohl normalerweise übernommen worden wären – eine Entlassungswelle droht nach wie vor.

Da kommt man dann schon mal auf die Idee, nach staatlichen Hilfen zu rufen – ein bisschen verschämt hinter den Schlagzeilen.
Da nämlich bei Airbus viele Vorlieferanten Teile sowohl für den zivilen Airbus als auch für Militärflugzeuge liefern – etwa für den Airbus A400, oder die geplanten Eurodrohnen und Eurofighter – liegt es für den Vorstand von «Airbus Defense and Space» nahe, hier auf die Arbeitsplatzgefährdungsdrohungen der gängigen Art zuzugreifen.
Die Zeit zitiert den Vorstandsvorsitzenden Hoke mit den Worten: «Wenn wir die militärischen Projekte jetzt beschleunigen und damit die Liquidität der Lieferkette auf der militärischen Seite stabilisieren», hätte das positive Wirkungen im Gesamtkonzern – mit anderen Worten: Profite mit Aufrüstung über Bestellungen der europäischen Staaten sind ein Ausweg aus der «Corona-Krise»? Dass Airbus den Großraumtraum vom A380 schon vorher aufgegeben hat, ist eher ein Zeichen für eine grundsätzlich falsche Ausrichtung des immer schneller, größer, weiter. Aufrüstung und Rüstungsexporte – damit macht nicht nur Airbus seinen Profit. Und da sollen die Milliarden «Corona-Hilfen» verstärkt eingesetzt werden.


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