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Stinkwasser

Der Kibbuz Beith-Alpha produziert eine ­Waffe, die an Repressionskräfte in der ganzen Welt exportiert wird
von Moshe Machover

Das zionistische Kolonisations­regime verbreitet ekelerregenden Gestank – buchstäblich.

Ich beziehe mich auf eine israelische Erfindung, die passenderweise «Skunk» genannt und als «nichttödliche Waffe der Massenkontrolle» beschrieben wird.

Es handelt sich um eine Flüssigkeit, die von Israels Streitkräften gegen seine kolonialen Untertanen als Mittel zur Kontrolle von Menschenmengen sowie zur kollektiven Bestrafung eingesetzt wird – spezielle gepanzerte Fahrzeuge versprühen sie aus Düsenstrahlen auf öffentlichen Plätzen und in Privathäusern. Stinkwasser ist ein israelischer Exportschlager, hergestellt vom «links»-zionistischen Kibbuz Beit-Alpha und vermarktet an Repressionskräfte («Gesetzeshüter») in der ganzen Welt.
Der Reuters-Journalist Noah Browning beschrieb dessen Wirkung in einem Bericht vom 3.September 2012: «Stellen Sie sich vor, Sie nehmen ein Stück verrottende Leiche aus einer abgestandenen Kanalisation, geben es in einen Mixer und spritzen sich die dreckige Flüssigkeit ins Gesicht. Ihr Würgereflex übersteigt alles Erträgliche und Sie können nicht entkommen, weil der ekelerregende Gestank tagelang anhält.»
Ihre Kleidung? Die weichen Einrichtungsgegenstände Ihrer Wohnung? Sie können sie genauso gut in den Müll werfen, denn sie werden monatelang, wenn nicht sogar jahrelang stinken.
Während des Fastenmonats Ramadan (der in diesem Jahr vom 12.April bis zum 12.Mai dauerte) errichtete Israels schwer bewaffnete Grenzpolizei Barrieren, die die Menschenmenge daran hinderten, sich an ihrem üblichen Treffpunkt zu versammeln: dem Platz vor dem Damaskustor – dem einzigen öffentlichen Freiraum, der den Bewohnern des muslimischen Viertels von Jerusalem zur Verfügung steht. Als dies zu den vorhersehbaren, wütenden Protesten führte, entfernte die Polizei die Barrieren, setzte aber die Skunk-Abscheulichkeit gegen die auf dem Platz versammelte Menge ein.
Der Gestank breitete sich bis tief in das muslimische Viertel aus. Für Zehntausende von Menschen, die im heiligen Monat tagsüber fasten, war dies eine besonders grausame Tortur, denn die dadurch verursachte Übelkeit macht es fast unmöglich zu essen und zu trinken – geschweige denn das Iftar-Mahl bei Sonnenuntergang zu genießen, das das Fasten bricht.

Quelle: Weekly Worker, Nr.1347, 13.5.2021 (https://weeklyworker. co.uk/).


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