Wer kann schon von sich sagen, ein Gedankengang gehöre ihm?

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PDF Version Artikellink per Mail  | Soz Nr. 12/2023

Vortrag von Ilan Pappé

gehalten am 19. Oktober 2023 an der Universität von Berkeley, Kalifornien, USA.

Vielen Dank, dass Sie sich in diesem entscheidenden und schmerzlichen Moment in der Geschichte Israels und Palästinas Zeit für uns nehmen.

Vor dem 7. Oktober 2023 betrachtete der größte Teil der israelisch-jüdischen Gesellschaft die Situation, die in den Wochen davor in Israel entstanden war, mit einer gewissen Furcht und Besorgnis – die Hauptdebatte in Israel drehte sich um seine Zukunft. Die wöchentlichen Demonstrationen von Hunderttausenden Israelis waren Teil einer Protestbewegung gegen den Versuch der Regierung, das Verfassungsrecht zu ändern und ein neues politisches System zu schaffen, in dem die politischen Institutionen die totale Kontrolle über das Justizsystem ausüben und der öffentliche Raum viel stärker von messianischen und religiösen jüdischen Gruppen bestimmt sein sollte.

Zwei Formen von Apartheid

In einem meiner Artikel beschrieb ich diesen eigentümlichen Kampf um die Identität Israels – der bis zum 7. Oktober 2023 das Hauptthema war – als einen Kampf zwischen dem Staat Judäa und dem Staat Israel. Der Staat Judäa wurde von jüdischen Siedlern im Westjordanland geschaffen und war eine Kombination aus messianischem Judentum, zionistischem Fanatismus und Rassismus. Dies führte zu einer Machtstruktur, die in den letzten Jahren – insbesondere unter der Regierung Netanjahu – stark an Bedeutung gewann und im Begriff war, ihre Lebensweise dem Rest Israels aufzuzwingen – über das hinaus, was wir Judäa nennen, also über das Westjordanland oder den jüdischen Raum im Westjordanland hinaus. Dagegen stand der Staat Israel oder, wenn man so will, die Stadt Tel Aviv, sein größter Vertreter. Die Vorstellung von einem pluralistischen, demokratischen, säkularen – und vor allem westlichen oder europäischen – Israel, das gegen den judäischen Staat um sein Leben kämpft, schien im Mittelpunkt dessen zu stehen, was man, wenn nicht als echten Bürgerkrieg, so doch zumindest als kalten Bürgerkrieg bezeichnen könnte, auf jeden Fall aber als Kulturkrieg unter den israelischen Juden selbst.

Als einige von uns beide Seiten dieses innerisraelischen Konflikts fragten, ob zum Beispiel die Besetzung des Westjordanlandes nicht Teil der Debatte über die Zukunft Israels sein sollte, wurde uns gesagt, keine der beiden Seiten sollte die Besatzung erwähnen, denn sie sei für die Zukunft Israels irrelevant. In der Tat wurde jeder, der versuchte, das Thema der Besatzung in die wöchentlichen Proteste gegen die Justizreform oder die „Justizrevolution“, wie sie es gerne nennen, einzubringen, aufgefordert, die Veranstaltung zu verlassen und sich bei der größeren Gruppe der israelische Flaggen schwenkenden Demonstranten nicht sehen zu lassen. Hätte jemand eine palästinensische Flagge zu diesen Demonstrationen mitgebracht, wäre er sicherlich verprügelt und hinausgeworfen worden. Hätte jemand darauf hingewiesen, dass die Zukunft Israels auch die Bedingungen und die Situation der fast zwei Millionen palästinensischen Bürger Israels berücksichtigen muss, die im letzten Jahr von kriminellen Banden verfolgt wurden, die ihr Leben terrorisierten, wäre er einfach ignoriert worden. Überall in Israel gibt es schwer bewaffnete kriminelle Banden, deren Mitglieder ehemals in vielen Fällen im Westjordanland und im Gazastreifen mit Israel kollaborierten, jedoch nach dem Oslo-Abkommen aus diesen Gebieten vertrieben wurden. Sie agieren völlig unbehelligt und unterliegen keinerlei polizeilichen Untersuchung oder wirksamen Strafverfolgung. Das bedeutet, dass – wie viele von Ihnen wissen – die in Israel lebenden Palästinenser, womit ich israelische Bürger meine, aufgrund der neuen Realität Angst haben, nachts auf die Straße zu gehen. Auch dies durfte in der öffentlichen Debatte über die Zukunft Israels nicht erwähnt werden.

Wenn man versuchte, Ostjerusalem und die ethnische Säuberung der arabischen Viertel von Jerusalem zu erwähnen, erklärten die Demonstranten und ihre Führer erneut, dies sei kein wichtiges Thema. Oder, wie Amira Hass, die mutige Haaretz-Journalistin, es ausdrückte: Für die Israelis existierte die Besatzung bis zum 7. Oktober 2023 nicht, denn sie stellte kein Problem mehr dar. Es war gelöst. Es gab eine Autonomiebehörde, es gab eine riesige jüdische Siedlerpräsenz im Westjordanland, niemand musste sich mehr damit befassen. Tatsächlich hat in den letzten vier Wahlkämpfen in Israel – und es gab jedes Jahr einen – niemand die palästinensische Frage oder die Besatzung, wie auch immer man es nennen will, erwähnt. Das war kein Thema, über das die Israelis gebeten waren abzustimmen, weil es nicht mehr als Problem existierte. Wenn jemand den Gazastreifen erwähnte und die Belagerung zur Sprache brachte, lautete die Antwort: „Wovon reden Sie?“ Auch das war ein Thema, das niemanden mehr interessierte.

Und wenn jemand darauf hinwies, dass die tägliche Ermordung von Palästinensern im Westjordanland während der letzten zwei Jahre und die ständige und wiederholte Invasion der Al-Aqsa nicht unbemerkt bleiben würden und diese Politik nicht folgenlos bleiben würde, dann wurde gesagt, es gebe kein Problem. Die Tatsache, dass die schwachen palästinensischen Behörden nicht in der Lage sind, die Palästinenser vor der Gewalt der Siedler, der israelischen Armee und der israelischen Grenzpolizei zu schützen, nicht bedeutet, dass es keine Gruppen gäbe, die bereit wären, die Palästinenser zu verteidigen, und zwar nicht nur im Gaza-Streifen, sondern auch in anderen Teilen des historischen Palästina, wurde schlichtweg geleugnet. Der israelischen Öffentlichkeit, den politischen Entscheidungsträgern und den Leitern der israelischen Armee und der Geheimdienste wurde das immer wieder gesagt, aber alle behaupteten, da sei kein Problem. Das einzige echte Problem, das es gebe, sei die Justizreform und die Frage, ob sie akzeptiert würde oder nicht.

Es war ganz klar, warum all diese anderen Themen nicht angesprochen wurden. Denn im Grunde genommen haben wir es in Israel mit einem Kampf zwischen zwei Formen von Apartheid zu tun. Auf der einen Seite gibt es die säkulare israelische Apartheid, unter der die israelischen Juden das Leben einer pluralistischen, westlich geprägten Demokratie genießen. Auf der anderen Seite gibt es die entgegengesetzte Version von Apartheid, die messianische, die religiöse, die theokratische. Der Kampf um die Justizreform war also eine innerjüdische Frage über die Art des jüdischen Lebens im öffentlichen Raum, ohne jeglichen Bezug zum Leben der Palästinenser, sei es unter der Besatzung im Westjordanland, unter der Belagerung im Gazastreifen oder unter einem diskriminierenden System innerhalb Israels – ganz zu schweigen von den vielen Millionen palästinensischer Flüchtlinge. All dies spielte dabei keine Rolle.

Die Explosion vom 7. Oktober

Am Morgen des 7. Oktober explodierte all dies vor den Augen der Israelis. Und nun gibt es die optische Illusion, dass aufgrund des Schocks, den Israel an diesem Morgen zweifellos erlitten hat, all diese Risse im zionistischen Gebäude verschwunden sind, weil der Angriff der Hamas so brutal, so verheerend war, dass alle internen Debatten vergessen sind und sich alle um die Armee und ihren aktuellen Plan scharen, in den Gazastreifen einzumarschieren und fortzusetzen, was bereits im Gange war: nämlich eine völkermörderische Politik. Ich glaube, es ist eine optische Täuschung, der interne israelische Konflikt wird nicht verschwinden. Er wird zurückkehren. Ich weiß nicht wann, aber er wird wiederkommen. Wichtiger aber ist, dass wir als Aktivisten, als Akademiker, als jemand der in irgendeiner Weise mit Palästina und dem palästinensischen Kampf verbunden ist – wie auch immer wir die Ereignisse des 7. Oktober aus menschlicher, strategischer oder moralischer Sicht verstehen oder interpretieren mögen – nicht in die Falle tappen, den Kontext dieser Ereignisse zu ignorieren und die historische Sicht auf diese Ereignisse auszublenden, wie viele gute Leute es in diesem Land derzeit tun. Daran wird sich auch in den kommenden Wochen nichts ändern. Die grundlegende Realität vor Ort bleibt die gleiche wie vor dem 7. Oktober.

Das palästinensische Volk befindet sich seit etwa 1929 in einem Befreiungskampf. Es ist ein antikolonialer Kampf, ein Kampf gegen Siedlerkolonialismus, und jeder antikoloniale Kampf hat er seine Höhen und Tiefen, seine glorreichen Momente und seine schwierigen Momente der Gewalt. Die Entkolonialisierung ist kein steriler, pharmazeutischer Prozess, sie ist eine hässliche Angelegenheit. Je länger Kolonialismus und Unterdrückung andauern, desto wahrscheinlicher ist es, dass der Ausbruch in vielerlei Hinsicht gewalttätig und verzweifelt sein wird. Es ist so wichtig, die Menschen an die Geschichte der Sklavenaufstände in diesem Land zu erinnern und daran, wie sie mit den Aufständen der amerikanischen Ureinwohner endeten, an die Aufstände der Algerier gegen die Kolonisten, an das Massaker in Oran während des Befreiungskampfes der FLN (Nationale Befreiungsfront). Das ist Teil des Befreiungskampfes. Manchmal kann man einige der strategischen Ideen in Frage stellen, und man kann – mit Recht – Unbehagen über die Art und Weise empfinden, wie die Dinge gehandhabt werden. Aber man wird seinen moralischen Kompass nicht verlieren, wenn man den Kontext nicht ausblendet, wenn man die historische Sicht auf die Ereignisse nicht eliminiert.

Es scheint, wir haben mit einer typischen Berichterstattung zu kämpfen – sowohl in den Medien als auch in der akademischen Welt in diesem Land, im Westen und in der nördlichen Hemisphäre im Allgemeinen –, die die Fähigkeit besitzt, ein Ereignis so zu behandeln, als hätte es keine Geschichte und keine Konsequenzen. Selbst in den Berichten über das Festival, das am 7. Oktober angegriffen wurde, wird nicht erwähnt, dass es sich um ein Fest der Liebe und des Friedens handelte. Eineinhalb Kilometer vom Getto von Gaza entfernt feierten die Menschen Liebe und Frieden, während die Bevölkerung von Gaza, nur zwei Kilometer weiter, einer der brutalsten Belagerungen in der Geschichte der Menschheit ausgesetzt war, die seit über 15 Jahren andauert, unter der Kontrolle der Israelis, die entscheiden, wie viele Kalorien in den Gazastreifen gelangen, wer reingeht und wer rausgeht, und zwei Millionen Menschen im größten Freiluftgefängnis der Welt gefangen halten.

Die historische Wahrheit muss ans Licht

All diese Dinge erlauben uns, eine moralische Position einzunehmen, ohne dabei den Gesamtzusammenhang zu vergessen. Aber viel wichtiger als der unmittelbare Kontext und sogar der Kontext der Belagerung ist die Tatsache – und darauf möchte ich mich heute konzentrieren –, dass eine der größten Herausforderungen für uns als Aktivisten oder Wissenschaftler, die sich für Palästina engagieren, darin besteht, dass wir die jahrzehntelange Verbreitung von Propaganda und Lügengeschichten nicht einfach durch Gegenparolen zurückdrängen können.

Ich denke, das ist unser Hauptproblem. Wir brauchen Raum und Zeit, um die Realität zu erklären, denn so viele Kanäle, so viele Informationsquellen und Kultureinrichtungen haben ein falsches, erfundenes Bild und eine falsche Analyse Palästinas produziert, die im Laufe der Jahre mit Hilfe der Wissenschaft, der Medien, Hollywoods, der Fernsehserien und so weiter aufgebaut wurden. All dies beeinflusst die Köpfe und Gefühle der Menschen und schafft eine bestimmte Geschichte, die nicht mit einem einzigen Satz widerlegt werden kann. Wir können sie nicht einmal allein mit Gerechtigkeitssinn widerlegen, sondern nur mit einem Sinn für Gerechtigkeit, der auf einer tiefgreifenden Kenntnis der Geschichte und einer tiefgreifenden und genauen Analyse der Realität beruht. Dazu ist auch die Verwendung der richtigen Sprache wichtig, denn die Sprache, die sogar von liberalen, so genannten fortschrittlichen Kräften verwendet wird, ist eine Sprache, die Israel immunisiert und nicht zulässt, dass der palästinensische antikoloniale Kampf gerechtfertigt, akzeptiert und legitimiert wird. Und wissen Sie, im Pantheon des antikolonialen Kampfes, in das viele Menschen viele Helden einordnen würden – von Nelson Mandela bis zu Gandhi und anderen wichtigen Führern der Befreiungsbewegung – werden Sie keinen einzigen Palästinenser finden. Die werden immer als Terroristen behandelt, obwohl es sich im Grunde genommen um eine antikoloniale Bewegung handelt.

Um die richtige Sprache zu verwenden, die Geschichte des Ortes zu kennen und eine korrekte Analyse durchzuführen, braucht man, wie ich schon sagte, Raum. Man kann nicht einfach reinkommen und sagen: „Du hast Unrecht und ich habe Recht.“ Das ist eine große Herausforderung für uns alle in einer Zeit, wie wir sie in diesen Tagen zum Beispiel in den Vereinigten Staaten erleben, wo es eine bedingungslose Unterstützung für Israel und eine heuchlerische Haltung gegenüber dem Leiden der Israelis zu geben scheint, die es zu keinem Zeitpunkt in der Geschichte Palästinas gegenüber dem Leiden der Palästinenser gegeben hat.

Geschichtsunterricht ist sozusagen das Gegenmittel gegen das Ausblenden der historischen Sicht auf die Ereignisse des 7. Oktober und das, was sich heute – und wahrscheinlich auch noch in den nächsten Wochen, wenn nicht gar Monaten – vor unseren Augen abspielt.

Der Zionismus: eine rassistische Ideologie

Der historische Kontext hat zwei Ebenen, zwei Grundpfeiler, die meines Erachtens für jeden, der sich als Einzelner oder als Institution, im akademischen Bereich oder in den Medien an öffentlichen Debatten beteiligt, sehr wichtig sind. Einerseits ist es sehr wichtig, niemals damit aufzuhören, auf einer präzisen Definition des Zionismus zu bestehen. Keine Diskussion über das, was heute in Israel oder in Palästina geschieht, sollte erlaubt sein, ohne über den Zionismus zu sprechen. Aus genau diesem Grunde – und das ist kein Zufall – haben Israel und seine Befürworter so große Anstrengungen unternommen, um Antizionismus mit Antisemitismus gleichzusetzen, so dass man sich, wenn man das Wort „Zionismus“ auch nur erwähnt, schon auf das gefährliche Terrain begibt, als antisemitisch zu gelten und damit leicht zum Schweigen gebracht zu werden. Das bedeutet jedoch nicht, dass dies nicht der einzig richtige Weg ist, um die Geschichte zu erklären.

Denn die Geschichte beginnt mit einer rassistischen Ideologie. Das ist sehr hart. Aber der Zionismus ist seinem Wesen nach eine Form des Rassismus. Der Zionismus gehört nicht zur Geschichte der Befreiungsbewegungen – so wird es an den meisten amerikanischen Universitäten gelehrt; er gehört nicht in die Geschichte der nationalen Bewegungen – so wird es in den meisten Ländern der nördlichen Hemisphäre gelehrt, so berichten die westlichen Medien darüber. Nein, er gehört in die Geschichte des Rassismus, der ursprünglich keine Ideologie war, sich aber im Land Palästina als solche manifestierte.

Dieser Rassismus ist Teil des Siedlerkolonialismus der zionistischen Bewegung. Das ist nicht außergewöhnlich, Sie kennen das auch aus diesem Land, in dem Menschen, die aus Europa vertrieben wurden, einen neuen Ort finden mussten, an dem sie leben konnten. Sie fanden Länder, in denen andere Menschen lebten, und in dem Moment, in dem die Siedler auf die Eingeborenen trafen, wurde – wie der verstorbene Patrick Wolf sagte – die Logik der Eliminierung der Eingeborenen aktiviert. Das gilt auch für Palästina. Die Politik der Eliminierung ist Teil der zionistischen DNA seit den Anfängen der Bewegung im späten 19. Jahrhundert. Weniger akademisch ausgedrückt: Sie wollten so viel Palästina wie möglich mit so wenig Palästinensern wie möglich. Es gab immer die demografische und die geografische Dimension, die Dimension der Bevölkerung und die Dimension des Raums: Je mehr Raum man hat, desto weniger einheimische Bevölkerung will man darin haben.

Eine Politik der Eliminierung kann Völkermord, ethnische Säuberung oder Apartheid bedeuten. Sie nimmt an verschiedenen Orten oder auch am selben Ort unterschiedliche Formen an, je nach Möglichkeit oder den historischen Umständen. Das, was heute in Gaza geschieht, kann jedoch von der israelischen, und davor bereits der zionistischen Politik der Eliminierung der Eingeborenen nicht getrennt werden. Sie hat ihren Ursprung im zionistischen Denken – in den Zeichnungen zionistischer Maler, in den Schriften zionistischer Intellektueller; sie wurde 1930 zu einer Strategie, die 1948 mit der ethnischen Säuberung Palästinas erstmals umgesetzt wurde und in der Vertreibung der Hälfte der Palästinenser und der Zerstörung der Hälfte ihrer Dörfer endete.

Übrigens wurden viele israelische Dörfer auf den Ruinen dieser Dörfer aufgebaut. Einige der Kibbuzim, die von der Hamas für ein paar Stunden besetzt waren, wurden auf den Ruinen dieser palästinensischen Dörfer von 1948 gebaut, und eine beträchtliche Anzahl der Palästinenser, die diese Kibbuzim besetzten, waren Flüchtlinge der dritten Generation aus denselben zerstörten Dörfern, nicht weit von Gaza entfernt. Auch das ist ein Teil dieser Geschichte. Das, was ich hier sage, bedeutet nicht, dass ich rechtfertige, was getan wurde. Nein, das tue ich nicht! Aber ich versuche, einen historischen Kontext zu schaffen, ohne den man nicht zur Quelle der Gewalt vordringen kann und sich nur mit dem Symptom der Gewalt beschäftigt. Man muss zum Ursprung der Gewalt vordringen, nämlich zu einer bestimmten rassistischen Ideologie, die im Kern auf der Idee der Eliminierung der Einheimischen beruht und die, wie ich bereits sagte, nicht nur im Zionismus zu finden ist.

Es gab andere europäische Kolonialbewegungen, die ohne Zweifel von der Idee der Eliminierung der Eingeborenen motiviert und inspiriert waren. Wenn man diese Geschichte betrachtet versteht man, dass das wirklich Wichtige an einer ideologischen Bewegung, die von der Idee motiviert ist, so viel neues Territorium wie möglich mit so wenig Eingeborenen wie möglich zu besitzen, die historische Periode ist, in der sie erdacht wurde und in der ihre Eliminierungspolitik umgesetzt wurde. Wurde diese Eliminierungspolitik im 19. Jahrhundert durchgeführt, wie es in den Vereinigten Staaten geschah, haben wir es mit einer Welt zu tun, der Kolonialismus, Rassismus, Menschenrechte oder kollektive Bürgerrechte völlig gleichgültig waren. Hält man jedoch eine Minute inne und denkt darüber nach, stellt man fest, dass dies im Falle von Palästina nach dem Zweiten Weltkrieg geschah, in dem Jahr, als die Erklärung der Menschenrechte verabschiedet wurde. Und die nördliche Hemisphäre war so stolz darauf der Welt zu zeigen, dass wir nun über eine moralische Grundlage verfügten, die sicherstellte, dass das massenhafte Abschlachten von Menschen und der Rassismus, den wir an so vielen Orten erlebt hatten, ausgerottet würde, weil es einen moralischen Konsens gab.

Die Menschenrechte gelten nicht für Palästinenser

Wenn man aber bedenkt, dass im selben Jahr Südafrika das Apartheidgesetz erließ und Israel die ethnische Säuberung Palästinas durchführte, beginnt man die Botschaft zu verstehen, die sowohl das Apartheidregime in Südafrika als auch, was noch wichtiger ist, der zionistische Staat 1948 von der internationalen Gemeinschaft erhielten: Ja, wir verkünden stolz die Erklärung der Menschenrechte, aber wir sagen euch auch, dass sie für euch nicht gilt. Die Botschaft der Welt war, dass die ethnische Säuberung Palästinas vor allem aus einem Grund akzeptabel war – das war jedenfalls die Propaganda, ich glaube nicht, dass es der wahre Grund war – weil nämlich, wie ein amerikanischer Intellektueller es ausdrückte, eine kleine Ungerechtigkeit toleriert wurde, um eine viel größere Ungerechtigkeit zu korrigieren. Konkret mussten die Palästinenser die Juden für tausend Jahre europäischen und christlichen Antisemitismus entschädigen.

Die Abmachung war sehr klar, weshalb Israel auch der erste Staat war, der das neue Deutschland anerkannte. Die Menschen in Europa und im Westen zögerten sehr, Westdeutschland so wenige Jahre nach dem Nazi-Regime als Mitglied der zivilisierten Nationen zu akzeptieren. Israel beanspruchte, wenn auch zu Unrecht, sowohl die Überlebenden als auch die Opfer des Holocausts zu vertreten. Und als ultimative Vertreter der Holocaustopfer sagten die Israelis: Wir werden ein neues Deutschland anerkennen, im Gegenzug wollen wir, dass der Westen sich nicht in das einmischt, was wir in Palästina tun. Man hätte erwartet, dass Israel wenigstens das dritte Land sein würde, das ein neues Deutschland anerkennt, nicht das erste. Der Abschluss dieses Abkommens war jedoch sehr wichtig für Israel. Es bedeutete auch, dass das neue Deutschland Israel mit enormer finanzieller Hilfe versorgen würde, die in den frühen 1950er Jahren zum Aufbau der modernen israelischen Armee beitrug.

Da jedoch die Botschaft an die Welt lautete, dass im Falle des Staates Israel ethnische Säuberungen eine akzeptable Methode der nationalen Sicherheitsstrategie seien, ist es nicht überraschend, dass diese fortgesetzt wurden. Israel vertrieb zwischen 1948 und 1967 36 Dörfer innerhalb Israels; während des Krieges im Juni 1967 vertrieb es 300.000 Palästinenser aus dem Westjordanland und dem Gaza-Streifen. Von 1967 bis heute hat Israel fast 700.000 Palästinenser aus dem Westjordanland und dem Gaza-Streifen vertrieben. Und während wir hier sprechen, setzt Israel die ethnische Säuberung in Gaza, im Süden der Hebron-Berge, im Großraum Jerusalem und anderswo in Palästina fort. Ethnische Säuberungen sind zur DNA der israelischen Politik gegenüber den Palästinensern geworden. Hunderttausende von Menschen sind damit beschäftigt, sie durchzuführen, denn es handelt sich nicht um massenhafte ethnische Säuberungen wie 1948, sondern um schrittweise ethnische Säuberungen. Manchmal handelt es sich um die Vertreibung einer Person oder einer Familie, manchmal um die Schließung eines Dorfes oder die Einkreisung des Gazastreifens, was auch eine Form der ethnischen Säuberung ist, denn wenn man das Ghetto von Gaza schafft, muss man diese zwei Millionen Palästinenser nicht in das demografische Gleichgewicht von Arabern und Juden einbeziehen, weil diese Palästinenser kein Mitspracherecht bei der Zukunft des historischen Palästina haben.

Dies ist die eine historische Säule, auf die man sich stützen muss, wenn man auf die abscheuliche Sprache reagieren will, die heute gegen Palästinenser verwendet wird, oder wenn wir dem Vorwurf entgegentreten wollen, dass wir den Terrorismus unterstützen, wenn wir die palästinensische Flagge schwenken. Wenn Menschen das, was am Morgen des 7. Oktobers geschah, mit dem Holocaust vergleichen, und dabei den Holocaust und die Erinnerung an den Holocaust völlig falsch darstellen, dann verstehen sie entweder nicht oder sie wissen nicht, was sie tun.

Aber selbst wenn sie darauf bestehen und versuchen, hohe moralische Lektionen zu erteilen, ist es sehr wichtig, dieses besondere Ereignis in die breitere Geschichte des modernen Palästinas und in die besondere Geschichte der unmenschlichen Belagerung von zwei Millionen Menschen im Gazastreifen einzuordnen, die 2007 begann. Dies ist wahrscheinlich die längste Belagerung, die je eine so große Zahl von Menschen in Bezug auf Nahrung, Wasser, Bewegungsfreiheit und andere grundlegende Lebensbedürfnisse erdulden musste. Diese Situation führte die Vereinten Nationen im Jahr 2020 zu der Einschätzung, dass das Leben im Gazastreifen für Menschen unerträglich sei. Schon vor drei Jahren dachten sie, wir hätten die rote Linie in Gaza überschritten, also wundern Sie sich nicht, wenn die Menschen sich dagegen erheben: Es gibt Empörung, es gibt Rache, es gibt Gewalt, natürlich gibt es Gewalt.

Das Gleiche geschah bei den Aufständen der Sklaven, der amerikanischen Ureinwohner, der kolonisierten Völker von Indien bis Nordafrika. Der antikoloniale Kampf ist, wie ich bereits sagte, keine Angelegenheit für Quäker und Pazifisten. Er kann sehr gewalttätig oder auch sehr friedlich sein. Vieles hängt davon ab, inwieweit diejenigen, die kolonisieren und ethnische Säuberungen begehen, bereit sind, sich mit der Tatsache abzufinden, dass die Menschen, die sie kolonisiert oder unterdrückt haben, nicht verschwinden und ihren Kampf nicht aufgeben werden. Je eher sie dies begreifen, desto wahrscheinlicher ist ein friedlicherer Übergang von einer kolonialen zu einer postkolonialen Realität. Wenn sie sich jedoch weigern, dies zu begreifen, wird es sie immer wieder treffen, und der 7. Oktober wird nicht das letzte Mal sein, dass ein solches Ereignis eintritt.

Die zionistische Katastrophe

Es gibt jedoch noch eine weitere historische Säule, auf die ich eingehen möchte. Sie ist sehr wichtig, denn in dem ganzen Diskurs, der die Berichterstattung der Medien und Politiker in diesem Land und im Westen im Allgemeinen begleitet, ist die Tendenz sehr deutlich zu erkennen, in Verallgemeinerungen über die Palästinenser mit all den Adjektiven über den Charakter der Palästinenser abzugleiten. Wir haben sie nach dem 11. September schon einmal über Muslime im allgemeinen gehört. Während der Kolonialzeit hörten wir sie gegen jedes Volk, das es wagte, die Imperien herauszufordern. Das ist nichts Neues. Aber es ist wichtig, die Menschen daran zu erinnern, dass der Zionismus eine Katastrophe war, die ein Palästina zerstört hat, das ohne den Zionismus ein anderes Palästina gewesen wäre. Es ist sehr wichtig, die Menschen daran zu erinnern, wie Palästina vor 1948 aussah: Es war ein Ort, an dem Muslime, Christen und Juden zusammenlebten, als Koexistenz keine imaginäre Idee von „Leben und leben lassen“ war, sondern eine authentische Form des Zusammenlebens. Man soll das nicht idealisieren. Natürlich gab es Spannungen und Krisen, aber es war ein Mosaik des Lebens, das es den Menschen in Palästina ermöglichte, das zu genießen, was das Land zu bieten hatte. Und das Land hatte etwas zu bieten, was es heute nicht mehr gibt, zum Beispiel Wasser im Überfluss. Nur diejenigen, die sich an das Palästina vor 1948 erinnern, wissen, dass jedes palästinensische Dorf einen Süßwasserfluss hatte. Das zionistische Märchen, das die Präsidentin der Europäischen Union gerade noch einmal wiederholt hat, nämlich dass der Zionismus die Wüste zum Blühen gebracht habe, ist eine unglaubliche Erfindung. Vielerorts hat der Zionismus ein blühendes Land in eine Wüste verwandelt.

Daran muss man sich erinnern, aber das geht nur, wenn man mit Hilfe von Historikern das Palästina vor 1948 sowohl in Bezug auf die menschlichen Beziehungen als auch in Bezug auf die Ökologie rekonstruiert. So zum Beispiel die Verbindung zwischen Palästinensern und Kräutern und die Natur, die Teil der Lebensqualität der Palästinenser war und die der Zionismus zerstört hat. Oder, wie der verstorbene Emil Habibi sagte: „Als ich vor 1948 in der Abbas-Straße in Haifa lebte, wusste ich nicht, wer in meiner Straße Christ oder Muslim war.“ Und ich denke, dass dies nicht nur eine nostalgische Frage ist. Es ist, wenn Sie so wollen, eine alternative Geschichte, in dem Sinne, dass es die Möglichkeit eines anderen Palästinas gab.

In diese Geschichte müssen wir auch die sehr gut dokumentierte Tatsache mit einbeziehen, dass die palästinensische nationale antikoloniale Bewegung von dem Moment an, als der Zionismus seinen Fuß in das historische Palästina setzte, zwei Grundsätzen treu war, die sie den Amerikanern mitteilten, denn es waren die Amerikaner, die diese Grundsätze durch Präsident Woodrow Wilson im Jahr 1919 in die arabische Welt brachten, insbesondere in den östlichen Mittelmeerraum, und dann waren es die Vereinten Nationen, die auf diesen Grundsätzen aufbauten. Der eine Grundsatz war das Selbstbestimmungsrecht der Völker. Die Palästinenser sagten, dass auch sie das Recht auf Selbstbestimmung verdienten, wie die Iraker, die Libanesen und die Ägypter. Das zweite Prinzip war die Demokratie. Wenn man uns von der osmanischen Herrschaft befreit, unter der wir 400 Jahre lang gelebt haben, und wir über unsere Zukunft nach der osmanischen Herrschaft entscheiden sollen, so ihre Überlegung, wie wird dann unser Regime, unser Staat, unsere politische Existenz aussehen? Wir wollen demokratisch, durch Mehrheitsbeschluss, entscheiden, ob wir Teil Großsyriens, ein unabhängiges arabisches Palästina oder Teil einer föderalen panarabischen Republik sein wollen. In jedem Fall liegt die Entscheidung bei uns. Und jede amerikanische Delegation, die von 1918 bis 1948 nach Palästina gereist ist, und jede andere internationale Delegation, ob sie anglo-amerikanisch war oder eine andere Organisation vertrat, hat den Palästinensern geantwortet, dass die Grundsätze der Demokratie und der Selbstbestimmung zwar eine hohe Wertschätzung der westlichen Welt genießen und als Grundpfeiler für den Aufbau der neuen post-osmanischen arabischen Welt angesehen werden, dass sie aber nicht auf Palästina angewendet werden können. Denn das britische Empire hatte versprochen, dass Palästina ein jüdischer Staat werden würde, und da die Juden eine so kleine Minderheit sind, konnte der Grundsatz der Selbstbestimmung nicht auf die Palästinenser angewandt werden. Und natürlich war das Prinzip der Mehrheit oder der demokratischen Entscheidung für die Palästinenser völlig ausgeschlossen. Dies ist ebenfalls im Rahmen unserer historischen Reise in die Vergangenheit wichtig, um die Art der Unterdrückung, die Geschichte oder das Wesen des Rassismus zu kontextualisieren, die vom Westen im Falle Palästinas gebilligt und unterstützt wurden.

Frieden in Palästina erfordert Freiheit für die Palästinenser

Diese zweite historische Säule ist nicht nur wichtig, um daran zu erinnern, was der Zionismus getan hat oder was Palästina hätte sein können. Sie ist die Grundlage, auf der wir ein post-koloniales Palästina aufbauen werden, sie ist das Fundament. Wir müssen über die Elemente dieser Vergangenheit nachdenken und darüber, wie sie sich auf eine andere Realität beziehen als die, die wir bisher erlebt haben. Wir dürfen nicht zulassen, dass der gegenwärtige Angriff auf den Gazastreifen und Israels völkermörderische Politik uns davon abhält, weiter über die Befreiung Palästinas nachzudenken und darüber, wie ein befreites Palästina aussehen würde. Man muss mit den Palästinensern sprechen, die nicht nur über die taktische Bewegung von morgen nachdenken, sondern die sich ein befreites Palästina vorstellen. Genau das habe ich in dem Buch getan, das ich zusammen mit Ramzy Baroud geschrieben habe: Wir haben mit vierzig palästinensischen Intellektuellen gesprochen und sie gefragt, wie sie sich ein befreites Palästina vorstellen. Und ihre Vision der Befreiung beinhaltet nicht nur, wie man dafür kämpft, sondern auch, was sie bringen wird, nämlich alles, was sie in Palästina vor 1948 hatten: eine Gesellschaft, die nicht aufgrund von Religion, Sekte oder kultureller Identität diskriminiert, eine Gesellschaft, die die Demokratie und den Grundsatz „Leben und leben lassen“ respektiert. Und vor allem, vielleicht mehr als alles andere, eine Gesellschaft, die Palästina in die arabische Welt, in die muslimische Welt zurückführt, die es ihm erlaubt, auf natürliche Weise an den Ort zurückzukehren, aus dem es gewaltsam herausgerissen wurde.

Nun ist es für viele Menschen nicht einfach, Teil der arabischen Welt zu sein, und das zu Recht. Aber es ist unmöglich, Teil der Lösung oder eines positiveren Szenarios für die arabische Welt zu sein, wenn man nicht Teil der Probleme der arabischen Welt ist. Man kann nicht über die Menschenrechte im Iran oder die Bürgerrechte in Ägypten diskutieren, ohne die palästinensischen Menschen- und Bürgerrechte einzubeziehen. Diese Debatten sind sinnlos, weil sie immer dazu führen, dass die Palästinenser aufgrund dieser fehlenden Rechte eine Ausnahme darstellen und man sich in eine unterlegene Position begibt, wenn man von außen versucht, der arabischen Welt bei der Lösung dieser Menschen- und Bürgerrechtsprobleme zu helfen. Nur wenn das Palästina der Zukunft Teil der arabischen Welt ist, wird es Teil ihrer Probleme sein, aber es wird auch Teil ihrer Lösung sein.

Abschließend möchte ich sagen, um den wichtigsten Punkt, den ich heute ansprechen wollte, zu unterstreichen, dass wir das Drama und die humanitäre Katastrophe, die wir augenblicklich erleben, nicht unterschätzen dürfen. Leider ist dies meiner Meinung nach erst der Anfang: Israel wird eine menschliche Katastrophe nicht nur im Gazastreifen, sondern leider auch im Westjordanland heraufbeschwören, denn es wird die Geschehnisse als Vorwand benutzen, um seine Politik auch im Westjordanland zu ändern. Natürlich ist das Dringlichste zu versuchen, dies vom Westen aus mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln zu stoppen und auf eine internationale Intervention zu drängen, um diese völkermörderische Politik zu stoppen, die, wie ich befürchte, auch auf das Westjordanland übergreifen wird.

Wir müssen jedoch auch eine Strategie für die Zukunft entwickeln, denn die grundlegenden Probleme werden auch nach diesem Moment in der einen oder anderen Form bestehen bleiben. Meiner Meinung nach ist es diese Art von Debatte, die dafür sorgt, dass wir unseren moralischen Kompass nicht verlieren. Wir lassen uns nicht von der Art und Weise abschrecken, in der man uns zu sagen versucht, dass wir unsere alten Positionen zur Moral nicht aufrechterhalten können, insbesondere nach den Ereignissen vom 7. Oktober. Und wir sollten auch daran erinnern, dass niemand das Recht Algeriens, Kenias und Indiens auf Befreiung vom Kolonialismus in Frage stellt, egal welche Zwischenfälle es im Befreiungskampf gab, welches Ausmaß an Gewalt dort herrschte oder wie die Konfrontation zwischen den antikolonialen Kräften und den kolonialen Kräften verlief. Wir haben das Grundrecht auf Befreiung und Unabhängigkeit nie in Frage gestellt, und das sollten wir auch im Falle Palästinas nicht tun. Wenn wir ein friedliches Palästina wollen, müssen wir zuallererst über ein freies Palästina sprechen. Vielen Dank!

Ilan Pappé ist Professor der Geschichte und Direktor des Europäischen Zentrums für Palästina Studien an der Universität von Exeter in Großbritannien.

Übersetzung: Matthias Schindler, Lissabon, 5. Dezember 2023

Der Vortrag ist im Internet zu finden unter:

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