Zur Diagonale 2026 in Graz
Fahle Bilder der Unausweichlichkeit
von Kurt Hofmann
Einmal mehr bot das Festival des österreichischen Films den Cinephilen ein vielfältiges und spannendes Programm. Ab der nächsten Saison ist mit Einsparungen durch die Förderer zu rechnen, trotz aller Lippenbekenntnisse ist der Stellenwert der Kultur längst nicht so hoch wie in Sonntagsreden beschworen. Bloß an den »richtigen Stellen« sparen – bei manchen Sozialausgaben und vor allem bei den Asylwerbenden hat es schon angefangen und in Landesregierungen mit FPÖ-Beteiligung stehen viele kleine Kulturinitiativen schon jetzt vor dem Aus. Der Bund zögert in Sachen Kürzungen in manchen Bereichen (noch), macht vage Versprechungen in Sachen Alternativen, aber auch die Diagonale muss sich wohl auf kalte Zeiten vorbereiten.
Sie haben eine Meinung? Vergessen Sie’s!
Zur Zensurdebatte in Deutschland und anderswo
von Kurt Hofmann
Was ist da passiert? Da hat eine etwas »Falsches« gesagt und schon wird öffentlich nach Konsequenzen verlangt. Der Ort des Geschehens: Die Berlinale 2026. Die nicht »aufgepasst« hat oder Vorkehrungen zur Vermeidung verpasst haben soll, ist die Festivalleiterin Tricia Tuttle.
›Streiks mehr Sichtbarkeit nach außen geben‹
Labournet TV stellt Filme über Arbeitskonflikte zur Verfügung und produziert auch selbst welche
Gespräch mit Johanna Schellhagen
Johanna Schellhagen hat 2011 Labournet TV mitgegründet. Sie dreht, produziert und schneidet Videos und Dokumentarfilme. Mit ihr sprach Gaston Kirsche über ihre Arbeit als Filmverleih und Produktionskollektiv.
Zur Viennale 2025
In der Falle
von Kurt Hofmann
Die Viennale ist das größte internationale Filmfestival Österreichs. Es findet jährlich in der zweiten Oktoberhälfte statt und versteht sich als Plattform für anspruchsvollen Autoren-, Arthouse- und Experimentalfilm. Auch heuer, in ihrer 63.Ausgabe, bot sie wieder ein ebenso vielfältiges wie qualitativ hochwertiges Programm.
Apokalypse in den Tropen
Ein Film über Brasiliens Evangelikale
von Ayse Tekin
Der Film von Petra Costa* beleuchtet den anhaltenden politischen Kampf in Brasilien und die Hintergründe der Evangelikalen, die in jüngster Zeit in diesem Kampf die Politik des Landes geprägt haben.
Das Filmfestival in Locarno
Der Preis der Perfektion
von Kurt Hofmann
Das Festival in Locarno bot einmal mehr jenen, die nicht wieder sehen wollen, was sie ohnedies schon kennen, Raum für Entdeckungen.
Stimme aus dem Nichts
Hind Rajab auf der Biennale von Venedig
von Marina Hoffmann
Am 7.Oktober 2023, dem jüdischen Feiertag Simchat Tora (Freude der Tora), greift die Hamas Israel an. Raketen detonieren. Zu Land, zu Wasser und aus der Luft überfallen Terrorkommandos Zivilist:innen und filmen ihre Taten – von Hinrichtungen zu Vergewaltigungen.
Zur Diagonale 2025
Das verlorene Gesicht
von Kurt Hofmann
Die Diagonale, das Festival des österreichischen Films in Graz, bot auch 2025 wieder ein vielfältiges Angebot mit Stoff für Diskussionen.
Film: Mein Name Akim
Gedreht wurde in einer Geflüchteten-Unterkunft
von Marina Hoffmann
Mein Name Akim
Regie: Aleksandr Kim
Abschlussfilm der Internationalen Filmschule Köln
2025, 38 min.
Der junge Bob Dylan
Peter Nowak
Der Kinofilm „Like a complete unknown“ zeichnet ein unvollständiges Bild des jungen Bob Dylan.
Schöne neue Welt
von Kurt Hofmann
Die Satire Mickey 17 feierte bei der Berlinale 2025 ihre Uraufführung und kommt nun ins Kino.