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Wer kann schon von sich sagen, ein Gedankengang gehöre ihm?

Bert Brecht hielt nicht viel vom Recht auf geistiges Eigentum. Wir auch nicht. Wir stellen die SoZ kostenlos ins Netz, damit möglichst viele Menschen das darin enthaltene Wissen nutzen und weiterverbreiten. Das heißt jedoch nicht, dass dies nicht Arbeit sei, die honoriert werden muss, weil Menschen davon leben.

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Nur Online Januar 2023

Göte Kildén (1946–2022)

Ein Vorkämpfer der schwedischen Linken
von Hermann Dierkes

Göte Kildén war viele Jahre lang kämpferischer Sprecher der gewerkschaftlichen Opposition in den Volvo-Lkw-Werken bei Göteborg und ein Kind der weltweiten Zeitenwende der 60er Jahre: mit neuen Emanzipationsbewegungen, dem Mai 1968 in Frankreich, dem vietnamesischen Befreiungskrieg, der portugiesischen Nelkenrevolution und der wachsender Kampfbereitschaft der Arbeiterklasse. Ab 1969 zählte Göte zu den Mitbegründern der schwedischen Sektion der IV.Internationale. Auch als Rentner und bis an sein Lebensende blieb er ein überzeugter und engagierter revolutionärer Sozialist. Er konnte nicht nur austeilen, sondern auch einstecken, vor allem den Tod seiner Lebensgefährtin Karin im Jahr 2016, mit der er 38 Jahre zusammen war.

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Nur Online Januar 2023

›Straub kommt von sträuben‹

Zum Tod von Jean-Marie Straub
von Kurt Hofmann

Vor einigen Jahren war Jean-­Marie Straub ins Österreichische Filmmuseum geladen. Dessen damaliger Direktor Alexander ­Horwath erwähnte in seiner Einleitung, ein Mitarbeiter des Hauses habe ihn darauf hingewiesen, dass der Name Straub wegen dessen (französischer) Herkunft »eigentlich« französisch auszusprechen sei. Darauf ein erboster Straub: »Was – französisch? Straub kommt vom Sträuben!«

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Nur Online Dezember 2022

Inprekorr/ISO/SOZ

Göte Kildén, Vorkämpfer der schwedischen Linken, ist nicht mehr unter uns
von Hermann Dierkes

Göte Kildén, viele Jahre kämpferischer Sprecher der gewerkschaftlichen Opposition in den Volvo-LKW-Werken bei Göteborg, ist am 17.11. nach langer Krankeit und kurz vor Vollendung seines 76. Lebensjahrs verstorben. Kind der weltweiten Zeitenwende mit neuen Emanzipationsbewegungen, dem Mai 1968 in Frankreich, dem vietnamesischen Befreiungskrieg, der portugiesischen Nelkenrevolution und wachsender Kampfbereitschaft der Arbeiterklasse zählte Göte ab 1969 zu den Mitbegruendern der schwedischen Sektion der Vierten Internationale.

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Nur Online Dezember 2022

›Lies Marx!‹

Was es heißt, Marxist zu werden und zu bleiben
von Mike Davis*

Seine Bücher öffneten neue Horizonte. Mike Davis schrieb über die Geschichte der Vereinigten Staaten, die koloniale Politik des Hungers, die wachsende Gefahr durch Pandemien, Megastädte im Globalen Süden und, immer wieder, über die politische Ökonomie der Stadt. Als »marxistischer Umweltschützer«, wie er sich selbst bezeichnete, deckte er Zusammenhänge auf, die bis dahin weder in der bürgerlichen Öffentlichkeit noch in der linken Debatte beachtet worden waren.

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Nur Online November 2022

Streiks sind wichtiger als Symbolik

Emma Dabiri über rassische Zuschreibung und was sie mit Kapitalismus zu tun hat
Nachdruck aus StadtRevue (Köln)

Emma Dabiri wurde in Dublin als Tochter einer irischen Mutter und eines nigerianischen Yoruba-Vaters geboren. Ihre ersten Lebensjahre verbrachte sie in Atlanta, Georgia (USA); ihre Familie kehrte nach Dublin zurück, als Dabiri fünf Jahre alt war. Ihre Erfahrung, isoliert und als Zielscheibe von häufigem Rassismus aufzuwachsen, hat ihre Perspektive geprägt. Nach der Schule zog sie nach London, um Afrikastudien an der School of Oriental and African Studies zu betreiben. Sie hat für die BBC gearbeitet und schreibt unter anderem für den Guardian und die Irish Times.

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Nur Online November 2022

Willi Hajek (1946–2022)

Am 3.Oktober starb Willi Hajek. Er hatte noch viel vor, doch eine tödliche Krankheit ließ ihm keine Chance
von Jochen Gester

Willi war auf vielen politischen Baustellen unterwegs und eroberte sich hier die Sympathie vieler Menschen, die er anregte, Wege zu erkennen, die gesellschaftliche Transformation möglich machen. Er war ein sozialrevolutionärer Bildungsarbeiter.

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Nur Online November 2022

Dem Vergessen entrissen: Betty Rosenfeld

Auf den Spuren einer jüdischen Kommunistin aus der Weimarer Zeit
von Peter Nowak

Michael Uhl: Betty Rosenfeld. Zwischen Davidstern und roter Fahne. Biographie. Stuttgart: Schmetterling, 2022. 672 S., 39,80 Euro

Den Anfang machte ein vergilbtes Aktenbündel, das der junge linke Student Michael Uhl 1994 in einem spanischen Bürgerkriegsarchiv auf der Suche nach Dokumenten über die Internationalen Brigaden im Spanischen Bürgerkrieg fand.

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Nur Online Oktober 2022

Flora Tristan (1803–1844)

Das tragische Leben einer frühen Sozialistin
von Gisela Notz

Flora Tristan gehörte zu den weniger bekannten und oft auch verkannten Gestalten des vormarxistischen Sozialismus. Sie vereinte in ihrem Denken verschiedene Einflüsse der utopischen Sozialisten, ging jedoch bei der Darstellung der Wechselbeziehung zwischen dem Kampf der Arbeiter und der Emanzipation der Frauen weiter als die ­Sozialisten ihrer Zeit. Bereits fünf Jahre vor Karl Marx und Friedrich Engels gelangte sie zu der Erkenntnis, dass die Befreiung der ­Arbeiterklasse das Werk der Arbeiter selbst sein wird.

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Nur Online Juni 2022

Arbeit und Leben

Rudolf Brunngraber – ein vergessener Schriftsteller
von Dieter Braeg

Rudolf Brunngraber: Karl und das zwanzigste Jahrhundert. Mit einem Dossier
von Kasimir Edschmid. Nördlingen: Franz Greno, 1988

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Nur Online Mai 2022

50 Jahre Berufsverbote

Das Einreiseverbot für Ernest Mandel…und sein Umgang damit
von John S. Will

Am 28.Januar 1972 beschlossen Bund und Länder, Bewerber:innen für den öffentlichen Dienst künftig auf ihre Verfassungstreue zu überprüfen. Diesem «Radikalenerlass» fiel auch Ernest Mandel zum Opfer, dem fortan die Einreise in die BRD verweigert wurde.

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