Wer kann schon von sich sagen, ein Gedankengang gehöre ihm?

Bert Brecht hielt nicht viel vom Recht auf geistiges Eigentum. Wir auch nicht. Wir stellen die SoZ kostenlos ins Netz, damit möglichst viele Menschen das darin enthaltene Wissen nutzen und weiterverbreiten. Das heißt jedoch nicht, dass dies nicht Arbeit sei, die honoriert werden muss, weil Menschen davon leben.

Hier können Sie jetzt Spenden
Internationales 1. Juni 2026

POLNISCHE PRESSESCHAU 258

Von Norbert Kollenda, 31.05. 2026

Werte Leserinnen und Leser,

Zunächst zwei Texte zu zwei linken Parteien, ob sie gemeinsam zur Wahl starten und ihre unterschiedlichen Meinungen über Ausgaben für die BildungGibt es Unterschiede in der Einstellung zur Wehrpflicht Polen/Deutschland?Zwei Artikel zu alten Wunden um 1945 Polen - UkraineUngleichbehandlung von Arbeitsmigranten Deutschland - PolenAsylrecht in Polen weiter ausgesetzt?Polen vergibt polnische Staatsbürgerschaft und lässt kranke Ukrainer alleinAus für Tagebau Turów – ohne Sozialplan

Getrennte Wege Nowa Lewica und Razem

Polityka, 25.

Kriegskosten: Der Süden zahlt den höchsten Preis

Energie, Inflation und Überleben im globalen Süden
von Sushovan Dhar

Für viele ist der Irankrieg in erster Linie eine geopolitische und Energiekrise: steigende Ölpreise, Instabilität auf den Schifffahrtswegen, nervöse Aktienmärkte und Inflationsängste. In Asien und Afrika wird derselbe Konflikt jedoch weitaus direkter erlebt: in den überfüllten Stadtvierteln in Delhi und Dhaka, in den Bussen von Nairobi und Kairo bis zu den landwirtschaftlichen Betrieben, die bereits mit Schulden und steigenden Produktionskosten zu kämpfen haben.
?Kriege in strategisch wichtigen Regionen bleiben nicht auf die Schlachtfelder beschränkt. Sie breiten sich über Öltanker, Lieferketten, Frachtrouten, Devisenmärkte und Schuldenstrukturen aus und verändern das tägliche Leben.

Kriegspolitik beginnt im Alltag

Movimento No Base – ein antimilitaristisches Bündnis in der Toskana
von Gerhard Klas

Die italienische Bewegung Movimento No Base ist 2022 aus einem ganz lokalen Konflikt heraus entstanden. Vor allem richtete sich ihr Widerstand gegen den Bau einer neuen Militärbasis am Stadtrand von Pisa, die 140 Hektar umfassen sollte, darunter Teile eines Naturschutzgebiets. Tatsächlich ging es um die großen gesellschaftlichen Fragen: um Militarisierung, um die Umwidmung öffentlicher Mittel, um die Belastung von Landschaft und Infrastruktur. Wer diese Bewegung verstehen will, muss sie deshalb nicht nur als Protest gegen ein Bauprojekt lesen, sondern als politisches Signal gegen eine Ordnung, die Kriegsvorbereitung über soziale Bedürfnisse stellt.

Interimperialistische Konflikte

… und ihre Grenzen
von Peter Drucker

Nicht-Marxisten verstehen unter Imperialismus hauptsächlich militärische Intervention, Marxisten hingegen sehen den militärischen und geopolitischen Imperialismus im wirtschaftlichen Imperialismus begründet. Das bedeutet ungleiche kapitalistische Entwicklung, Kapitalexport, Wettbewerb um Rohstoffe, ungleicher Tausch usw.

Kriegstüchtig per Tarifvertrag

Ver.di stimmt der Einschränkung von Arbeiterrechten im Krisenfall zu
dokumentiert

Gegen Ende des vorigen Jahres hat die Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di mit der Heeresinstandsetzungslogistik GmbH (HIL – zu 100 Prozent in staatlicher Hand) nach zwei Jahren Verhandlungen ein Tarifvertragspaket abgeschlossen, das aus einem Manteltarif- und einem Ergänzungstarifvertrag besteht. Mit diesem Vertragswerk begibt sich Ver.di in die Rolle der Mitgestalterin der Militarisierung in Deutschland.
?Die Initiative »Sagt NEIN! Gewerkschafter:innen gegen Krieg, Militarismus und Burgfrieden« hat das Paket einer detaillierten Kritik unterworfen, die wir hier gekürzt wiedergeben.

Wohin steuert der globale Kapitalismus?

Die kapitalistische Globalisierung ist nicht am Ende und die Lage mit der vor dem ­Ersten Weltkrieg nicht vergleichbar
Angela Klein im Gespräch mit Thomas Sablowski

Thomas Sablowski forscht und publiziert zu politischer Ökonomie, marxistischer Klassenanalyse und Regulationstheorie. Bis 2025 war er Referent für politische Ökonomie der Globalisierung in der Rosa-Luxemburg-Stiftung.

Buch 22. Mai 2026

Klima und Klassenkampf

Ihr Verhältnis aus polnischer Sicht
von Norbert Kollenda

Przemyslaw Wielgosz: Pogoda dla rewolucjonistów. Jak zmienic swiat w czasie katastrofy (Ein Wetter für Revolutionäre. Wie die Welt verändern in einer Zeit der Katastrophe)
Krakau: karakter, 2026

USA: Zerfall & Zukunftsoptionen

Trump und der Trumpismus tragen zum Zerfall seines Regimes bei
von Paul Le Blanc

Drei Elemente charakterisieren den Hintergrund, vor dem der Aufstieg Trumps und der Trumpismus verständlich werden.

Aufmacher Klasse 21. Mai 2026

Hormus: 20.000 unsichtbare Opfer

Im Persischen Golf werden Seeleute zu Geiseln
von Wolfgang Pomrehn

Nie zuvor seit dem Zweiten Weltkrieg sind so viele Seeleute in das Kreuzfeuer eines Krieges geraten wie jene, die derzeit im Persischen Golf auf über tausend Schiffen festsitzen. Doch von ihrem Leid erfährt man wenig in den hiesigen Medien. Ebenso wenig wie über die Lage der Millionen von ausländischen, rechtlos gehaltenen Arbeiterinnen und Arbeitern, die in den Golfmonarchien auf den Baustellen, in den Fabriken und selbst in den Haushalten der privilegierten Einheimischen die Wirtschaft am Laufen halten.

Aufmacher 1 21. Mai 2026

Trump ist der Größte

Die Fußball-WM in den USA: Repression im Schatten der Trumpschen Selbstinszenierung
von Gerhard Klas

Es war eine Szene, die alles sagte: Gianni Infantino, Präsident des Weltfußballverbands FIFA, überreichte Donald Trump im Dezember 2025 den eigens geschaffenen »FIFA-Friedenspreis«. Eine Farce, die Programm sein wird für die Fußball-Weltmeisterschaft 2026.

Allgemein 7. Mai 2026

POLNISCHE PRESSESCHAU 255

Von Norbert Kollenda

18. 04. 2026

Liebe Leserinnen und Leser!

Beachten Sie bitte, dass ich teilweise durch KI die Artikel zusammen fassen lasse, dies ist an den Zwischenüberschriften und * zu erkennen. Wie ist Eure/Ihre Meinung dazu?

Europa 30. April 2026

Machtwechsel in Ungarn

Demokratischer Generationswechsel?
von Tibor Meszmann und Marika Varga

Ungarn hat am 12.April 2026 gewählt. Die neue Regierungspartei Tisza hat quasi aus dem Stand eine Zweidrittelmehrheit im Parlament erreicht. Und das ist noch nicht alles. Der »Diktator« und Autokrat Viktor Orbán geht am Wahlabend gegen 21 Uhr ans Mikrofon, gratuliert dem Gewinner und kündigt an, künftig in der Opposition aktiv für die Belange seiner »2,5 Millionen« Wähler:innen streiten zu wollen.