Wer kann schon von sich sagen, ein Gedankengang gehöre ihm?

Bert Brecht hielt nicht viel vom Recht auf geistiges Eigentum. Wir auch nicht. Wir stellen die SoZ kostenlos ins Netz, damit möglichst viele Menschen das darin enthaltene Wissen nutzen und weiterverbreiten. Das heißt jedoch nicht, dass dies nicht Arbeit sei, die honoriert werden muss, weil Menschen davon leben.

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USA: Zerfall & Zukunftsoptionen

Trump und der Trumpismus tragen zum Zerfall seines Regimes bei
von Paul Le Blanc

Drei Elemente charakterisieren den Hintergrund, vor dem der Aufstieg Trumps und der Trumpismus verständlich werden.

Aufmacher 1 21. Mai 2026

Trump ist der Größte

Die Fußball-WM in den USA: Repression im Schatten der Trumpschen Selbstinszenierung
von Gerhard Klas

Es war eine Szene, die alles sagte: Gianni Infantino, Präsident des Weltfußballverbands FIFA, überreichte Donald Trump im Dezember 2025 den eigens geschaffenen »FIFA-Friedenspreis«. Eine Farce, die Programm sein wird für die Fußball-Weltmeisterschaft 2026.

Amerika 30. April 2026

Brasilien: 1.Internationale Antifa-Konferenz

Für die Souveränität der Völker
von Leonardo Melgarejo und Antônio Andrioli

Mehr als 3500 Konferenzteilnehmer:innen versammelten sich vom 26. bis 29.März 2026 in der südbrasilianischen Hauptstadt Porto Alegre. Laut Angaben der Organisatoren nahmen an den Eröffnungsveranstaltungen bis zu 5000 Menschen aus mehr als 40 Ländern teil. Aus Europa waren u.a. vertreten La France Insoumise, Attac, CADTM (Komitee für die Abschaffung illegitimer Schulden), die Rosa-Luxemburg-Stiftung sowie verschiedene politische und gewerkschaftliche Organisationen.
Leonardo Melgarejo und Antônio Andrioli waren vor Ort dabei und berichten.

Kolumne Ingo Schmidt 30. April 2026

Donald Trumps Ausgebeutete Staaten von Amerika

Die Aggression nach außen soll nationale Einheit herstellen
von Ingo Schmidt

Zölle, Entführungen, Blockaden, Bomben und dauernde Drohungen mit Eskalation markieren Trumps zweite Amtszeit. Der Grund für die Aggression: Die USA müssen sich von der Ausbeutung durch andere Länder befreien, sagt Trump. Die bereichern sich am US-Markt, die NATO-Partner lassen die USA auf den Kosten der Sicherung gegen Schurkenstaaten sitzen, die Schurkenstaaten bedrohen die Sicherheit der USA. Aggression gegen alle wird die Ausbeutung Amerikas beenden und das Land zu früherer Größe zurückführen.

Amerika 30. April 2026

Kuba im Würgegriff?

Die Lage ist nicht hoffnungslos
von Paul Michel

Ende Januar hat Trump per Exekutivanordnung den kleinen karibischen Staat zur »außergewöhnlichen Bedrohung« für die Nationale Sicherheit der waffenstrotzenden Supermacht USA erklärt. Seither nimmt Trump Kuba in den Würgegriff. Berauscht vom Erfolg des Coups gegen Venezuela, meint er nun auch mit Kuba leichtes Spiel zu haben. Er hat angeordnet, Kuba von der Versorgung mit Treibstoff abzuschneiden. Er droht allen Ländern Strafzölle an, die Erdöl an Kuba liefern.
Doch Kuba ist nicht Venezuela!

Die Stimmung in Iranisch-Kurdistan

›Wenn unsere Strategie es erfordert, in den Krieg einzutreten, dann tun wir das auch‹
Gespräch mit Ela Ava

Ela Ava ist Journalistin und arbeitet zum Nahen Osten, insbesondere zum Iran.

Amerika 1. März 2026

USA: Terror und Gegenwehr

Nach den Morden von Minnesota fordern viele die Auflösung der ICE
von Dianne Feeley, Detroit

Noch bevor Trump im Januar 2025 sein Amt antrat, wussten Aktivisten in den Gemeinden, dass es notwendig war, eine neue Infrastruktur für Zufluchtsorte aufzubauen. Er hatte versprochen, die Grenze zu schließen und täglich 3000 Menschen abzuschieben. Er hatte alle Einwanderer als Kriminelle oder Terroristen bezeichnet, auch diejenigen, die einen Termin für eine Asylanhörung hatten. Diese Menschen haben bisher ebenso wie diejenigen, denen aufgrund von Klimakatastrophen oder Bürgerkriegen in ihren Ländern ein vorübergehender Schutzstatus gewährt wurde, eine Arbeitserlaubnis.

Amerika 1. März 2026

Minneapolis wehrt sich gegen Trumps Terrortruppe

Die Wut ist überall spürbarvon Randy Furst*Wie die meisten Einwohner von Minnesota und Minneapolis empfinde ich den Angriff der ICE als persönlichen Angriff. Ich lebe seit 1971 hier. Wir sind entsetzt, wütend und haben die Schnauze voll.Das Haus, in dem wir unsere Kinder großzogen, lag nur wenige Straßen von dem Ort entfernt, an dem die ICE am 7.Januar Renee Good erschossen hat.

Amerika 1. März 2026

Minnesota: Lehren aus einer gigantischen Bewegung

Wie organisiert man in den USA einen echten Generalstreik?
von Eric Blanc

Generalstreiks sind das wirksamste Kampfmittel der Arbeiterklasse. Die jüngsten Massenaktionen in Minnesota gegen den ICE-Terror waren wichtige Schritte in Richtung eines solchen Streiks, doch es bedarf noch viel mehr Organisation. Nachstehend einige Überlegungen, wie das zu schaffen wäre.

Amerika 1. Februar 2026

›Sie müssen tun, was ich sage‹

Das Gesicht der Diktatur Trump über Lateinamerika
von Tobias Lambert

Monatelang hat US-Präsident Donald Trump militärische Angriffe auf »Ziele an Land« in Venezuela angedroht. Die Bombardierungen in der Nacht auf den 3.Januar und die Entführung des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro kamen dennoch überraschend.

Nur Online 10. Januar 2026

Entführung in Caracas


von Tariq Ali

Zwei Jahrzehnte bevor US-Streitkräfte an diesem Wochenende den venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro entführten, hat Hugo Chávez dieses Vorgehen vorhergesagt:
„Vor Jahren sagte mir jemand: ‚Am Ende werden sie dich beschuldigen, ein Drogenhändler zu sein – dich persönlich – dich, Chávez. Nicht nur, dass die Regierung den Drogenhandel unterstützt oder zulässt – nein, nein, nein. Sie werden versuchen, die Noriega-Formel auf dich anzuwenden.‘ Sie suchen nach einer Möglichkeit, Chávez direkt mit dem Drogenhandel in Verbindung zu bringen. Und dann ist alles gegen einen „Drogenhändler-Präsidenten“ erlaubt, oder?“

Aufmacher 3 1. Januar 2026

Trump und Drogenbosse Hand in Hand

Inländische wie ausländische Gewalten versuchen in Honduras das ›richtige‹ Wahlergebnis durchzusetzen
von Leo Gabriel (aus Tegucigalpa)

Alle die, wie angekündigt, am 30.November in Honduras die ersten freien Wahlen nach dem Putsch vom Juni 2009 erwartet hatten, wurden bitter enttäuscht: Nicht nur gibt es auch vierzehn Tage danach wegen angeblicher »technischer Gebrechen« kein eindeutiges Wahlergebnis; wegen der massiven Intervention von Donald Trump kann von einer unabhängigen Meinungsfindung auch nicht die Rede sein.