Brasilien: 1.Internationale Antifa-Konferenz
Für die Souveränität der Völker
von Leonardo Melgarejo und Antônio Andrioli
Mehr als 3500 Konferenzteilnehmer:innen versammelten sich vom 26. bis 29.März 2026 in der südbrasilianischen Hauptstadt Porto Alegre. Laut Angaben der Organisatoren nahmen an den Eröffnungsveranstaltungen bis zu 5000 Menschen aus mehr als 40 Ländern teil. Aus Europa waren u.a. vertreten La France Insoumise, Attac, CADTM (Komitee für die Abschaffung illegitimer Schulden), die Rosa-Luxemburg-Stiftung sowie verschiedene politische und gewerkschaftliche Organisationen.
Leonardo Melgarejo und Antônio Andrioli waren vor Ort dabei und berichten.
Donald Trumps Ausgebeutete Staaten von Amerika
Die Aggression nach außen soll nationale Einheit herstellen
von Ingo Schmidt
Zölle, Entführungen, Blockaden, Bomben und dauernde Drohungen mit Eskalation markieren Trumps zweite Amtszeit. Der Grund für die Aggression: Die USA müssen sich von der Ausbeutung durch andere Länder befreien, sagt Trump. Die bereichern sich am US-Markt, die NATO-Partner lassen die USA auf den Kosten der Sicherung gegen Schurkenstaaten sitzen, die Schurkenstaaten bedrohen die Sicherheit der USA. Aggression gegen alle wird die Ausbeutung Amerikas beenden und das Land zu früherer Größe zurückführen.
Kuba im Würgegriff?
Die Lage ist nicht hoffnungslos
von Paul Michel
Ende Januar hat Trump per Exekutivanordnung den kleinen karibischen Staat zur »außergewöhnlichen Bedrohung« für die Nationale Sicherheit der waffenstrotzenden Supermacht USA erklärt. Seither nimmt Trump Kuba in den Würgegriff. Berauscht vom Erfolg des Coups gegen Venezuela, meint er nun auch mit Kuba leichtes Spiel zu haben. Er hat angeordnet, Kuba von der Versorgung mit Treibstoff abzuschneiden. Er droht allen Ländern Strafzölle an, die Erdöl an Kuba liefern.
Doch Kuba ist nicht Venezuela!
Die Stimmung in Iranisch-Kurdistan
›Wenn unsere Strategie es erfordert, in den Krieg einzutreten, dann tun wir das auch‹
Gespräch mit Ela Ava
Ela Ava ist Journalistin und arbeitet zum Nahen Osten, insbesondere zum Iran.
USA: Terror und Gegenwehr
Nach den Morden von Minnesota fordern viele die Auflösung der ICE
von Dianne Feeley, Detroit
Noch bevor Trump im Januar 2025 sein Amt antrat, wussten Aktivisten in den Gemeinden, dass es notwendig war, eine neue Infrastruktur für Zufluchtsorte aufzubauen. Er hatte versprochen, die Grenze zu schließen und täglich 3000 Menschen abzuschieben. Er hatte alle Einwanderer als Kriminelle oder Terroristen bezeichnet, auch diejenigen, die einen Termin für eine Asylanhörung hatten. Diese Menschen haben bisher ebenso wie diejenigen, denen aufgrund von Klimakatastrophen oder Bürgerkriegen in ihren Ländern ein vorübergehender Schutzstatus gewährt wurde, eine Arbeitserlaubnis.
Minneapolis wehrt sich gegen Trumps Terrortruppe
Die Wut ist überall spürbarvon Randy Furst*Wie die meisten Einwohner von Minnesota und Minneapolis empfinde ich den Angriff der ICE als persönlichen Angriff. Ich lebe seit 1971 hier. Wir sind entsetzt, wütend und haben die Schnauze voll.Das Haus, in dem wir unsere Kinder großzogen, lag nur wenige Straßen von dem Ort entfernt, an dem die ICE am 7.Januar Renee Good erschossen hat.
Minnesota: Lehren aus einer gigantischen Bewegung
Wie organisiert man in den USA einen echten Generalstreik?
von Eric Blanc
Generalstreiks sind das wirksamste Kampfmittel der Arbeiterklasse. Die jüngsten Massenaktionen in Minnesota gegen den ICE-Terror waren wichtige Schritte in Richtung eines solchen Streiks, doch es bedarf noch viel mehr Organisation. Nachstehend einige Überlegungen, wie das zu schaffen wäre.
›Sie müssen tun, was ich sage‹
Das Gesicht der Diktatur Trump über Lateinamerika
von Tobias Lambert
Monatelang hat US-Präsident Donald Trump militärische Angriffe auf »Ziele an Land« in Venezuela angedroht. Die Bombardierungen in der Nacht auf den 3.Januar und die Entführung des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro kamen dennoch überraschend.
Entführung in Caracas
von Tariq Ali
Zwei Jahrzehnte bevor US-Streitkräfte an diesem Wochenende den venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro entführten, hat Hugo Chávez dieses Vorgehen vorhergesagt:
„Vor Jahren sagte mir jemand: ‚Am Ende werden sie dich beschuldigen, ein Drogenhändler zu sein – dich persönlich – dich, Chávez. Nicht nur, dass die Regierung den Drogenhandel unterstützt oder zulässt – nein, nein, nein. Sie werden versuchen, die Noriega-Formel auf dich anzuwenden.‘ Sie suchen nach einer Möglichkeit, Chávez direkt mit dem Drogenhandel in Verbindung zu bringen. Und dann ist alles gegen einen „Drogenhändler-Präsidenten“ erlaubt, oder?“
Trump und Drogenbosse Hand in Hand
Inländische wie ausländische Gewalten versuchen in Honduras das ›richtige‹ Wahlergebnis durchzusetzen
von Leo Gabriel (aus Tegucigalpa)
Alle die, wie angekündigt, am 30.November in Honduras die ersten freien Wahlen nach dem Putsch vom Juni 2009 erwartet hatten, wurden bitter enttäuscht: Nicht nur gibt es auch vierzehn Tage danach wegen angeblicher »technischer Gebrechen« kein eindeutiges Wahlergebnis; wegen der massiven Intervention von Donald Trump kann von einer unabhängigen Meinungsfindung auch nicht die Rede sein.
Argentinien: Wahlsieg durch Erpressung
Durch Trump geschürte Angst vor dem wirtschaftlichen Zusammenbruch hat Milei den Wahlsieg beschert
Gespräch mit Claudio Katz
Bei den Zwischenwahlen am 27.Oktober 2025 hat der argentinischen Staatspräsident Javier Milei überraschend einen Erdrutschsieg davongetragen. Über diese Wendung sprach Carlos Aznárez von der Zeitschrift Resumen Latinoamericano (www.resumenlatinoamericano.org) mit dem linken argentinischen Ökonomen Claudio Katz.
Rosa Parks (1913–2005)
Unermüdliche Kämpferin gegen Rassismus
von Dianne Feeley
Zum 70. Jahrestag des Busboykotts in Montgomery (USA)
Am 1.Dezember 1955 geschah tief im Süden der USA, in Montgomery (Alabama), etwas, das dieses eher kleine Städtchen schon bald über die Grenzen des Landes hinaus bekannt machen sollte. Eine kleine, wohlgekleidete farbige Frau mittleren Alters weigerte sich, ihren Sitz für einen Weißen freizugeben. Daraufhin rief der weiße Busfahrer die Polizei, die die Delinquentin, ihr Name war Rosa Parks, festnahm.
Der Vorfall gilt als Start der modernen Bürgerrechtsbewegung, die in den 1960ern und 1970ern den institutionellen Rassismus in den USA zurückdrängen, wenn auch lange nicht aus der Welt schaffen konnte. Wir fragten Dianne Feeley in Detroit, wer diese ungewöhnliche Frau war, die nicht ganz ohne Absicht den Anstoß dazu gegeben hatte.