LeserInnenbriefe schreiben und lesen
Die Briefe von Lesern und Leserinnen sind Diskussionsbeiträge, die nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wiedergeben. Hier können Sie einen Leserbrief schreiben. Bisherige Leserbriefe:
Eine andere Geschichtsschreibung ist möglich
Betr.: Angela Klein, Wolfgang Pomrehn, ›Der Kampf ums Erinnern‹, SoZ 12/25
von Erhard Weinholz
Es heißt immer: Die Sieger, die Herrschenden also, schreiben die Geschichte. Aber die Unterlegenen tun es auch, sofern sie die Möglichkeit haben. Früher, zu DDR-Zeiten, erwies sich das allerdings als ausgesprochen schwierig. Denn die damals Herrschenden hatten das öffentliche Erinnern sehr weitgehend für sich in Beschlag genommen und in ihrem Sinne genutzt. Dennoch haben sich schon damals oppositionelle Kräfte um Aneignung der eigenen Geschichte bemüht, doch richteten sich diese Bemühungen meines Wissens – aus verständlichen Gründen – eher auf die SU-Geschichte als die der DDR.
Unerwünschtes Erinnern
Zu den Debattenbeiträgen von Renate Hürtgen und Erhard Weinholz
von Wolfgang Pomrehn
Der Beitrag von Angela Klein und mir in der Dezember-SoZ über den Kampf ums Erinnern hat zu einigen, teils erbosten Reaktionen geführt. Renate Hürtgen stieß sich zum Beispiel – ihren Leserbrief hatten wir in der Februar-Ausgabe abgedruckt – daran, dass wir die DDR als »Alternative zur Bundesrepublik« bezeichnet haben.
Ein Sieg für den Widerstand?
Eine Erwiderung auf Hermann Dierkes’ Kritik in SoZ 12/25
von Angela Klein
Meine Einwände gegen Hermanns Leserbrief lassen sich in fünf Punkten zusammenfassen:
Friedensfreunde für Friedhofsruhe?
von Erhard Weinholz
Zur Orientierung der sozialistischen Linken in Russlands Krieg gegen die Ukraine. Eine Entgegnung auf Angela Klein, „Heraus zum Antikriegstag“
Betr.: Keine antikoloniale Kraft
aus Soz Nr. 11/23, Seite 2
von Hanspeter Gysin
Ich frage mich, wie die Redaktion einer linken Zeitschrift die ich bisher sehr geschätzt habe, dazu kommt, einen Artikel wie den von Herrn Lehr zu publizieren. Nichts gegen Kritik am palästinensischen Widerstand gegen die Besatzungsmacht, aber die einzigen Kraft die überhaupt in der Lage ist, dem israelischen Besatzungsterror etwas entgegenzusetzen auf diese Art zu delegitimieren halte ich für falsch. Dabei geht es nicht um die Hamas, die zweifellos keine vertrauenswürdige Gestalt ist, es geht um die Menschen, junge Männer im Gazastreifen, die mit solcher Polemik dazu verurteilt werden, untätig ihr Elend seit ihrer Jugend und wohl bis an ihr Lebensende, zu erdulden.
Betr.: Keine antikoloniale Kraft
aus SoZ 11/23, Seite 2
von Hermann Dierkes
Ich halte den Artikel von Fabian Lehr für äusserst problematisch. Er ist voller Passagen, die den genozidalen Rachefeldzug der israelischen Regierung und Armee geradezu legitimieren und den sog. Israel-Freunden nach dem Mund reden:
Leserbrief: Politisches Fiasko
Betr.: SoZ 1/2023, S.4 (Gewerkschaftliche Solidarität – humanitäre Hilfe für ukrainische Gewerkschaften)
von Renate Hürtgen
Liebe SoZ-Redaktion,
ich habe unmittelbar, nachdem ihr diesen Aufruf gestartet hattet, eine Spende in euern Spendentopf gegeben, weil ich diese Unterstützung sehr wichtig finde. Eure Erklärung konnte ich jedoch nicht unterschreiben, denn sie ist aus meiner Sicht ein politisches Fiasko.
Leserbrief
Ein paar Gedanken zur Position von Linken zum Ukraine-Krieg
von A.Holberg, 3.6.2022
Vorbemerkung:
Wenn ich mich hier an Linke wende, so meine ich durchaus auch liberale Linke, nicht jedoch Linksliberale.
Leserbrief: Die «Zukunftsprojekte» von ZF: Klimaschädliche Mogelpackungen
Betr.: Artikel von Manfred Dietenberger in SoZ 2/2021, S.8
von Paul Michel
Im Artikel «Für die Zukunft gerüstet – Der Autozulieferer ZF legt in Sachen E-Mobilität einen neuen Gang ein» stellt Manfred Dietenberger dar, woran das Unternehmen ZF, einer der größten deutschen Autozulieferer mit Sitz in Friedrichshafen, arbeitet.
LESERBRIEF
Betr.: Corona – Vom Versagen der Kritik, SoZ 11/2020, S.2
dokumentiert
Albrecht Kieser fordert auf der Premiumseite der SoZ 11/2020: «Die Linke muss endlich offen über die gesellschaftliche Krise diskutieren, die das Corona-Managment hervorgerufen hat.» Ja, warum tut er das nicht? Stattdessen krude Behauptungen und Unwahrheiten!
LESERBRIEF
Betr.: Greta Thunberg und die fff-Bewegung
dokumentiert
Beschreiben können wir diese neue Bewegung. Einschätzen können wir sie nicht.
Und nicht nur den Linken geht es so. Auch der «Politik». Das politische Establishment flippt aus, gerät in Panik. Nicht weil Greta mit der Apokalypse droht, sondern weil sie alle politischen Regeln und Gewissheiten umstößt.
Leserbrief: Greta Thunberg und die fff-Bewegung
Beschreiben können wir diese neue Bewegung. Einschätzen können wir sie nicht
dokumentiert
Und nicht nur den Linken geht es so. Auch der „Politik“. Das politische Establishment flippt aus, gerät in Panik. Nicht weil Greta mit der Apokalypse droht, sondern weil sie alle politischen Regeln und Gewissheiten umstößt.
LESERBRIEF: Lehrerstreik in Polen ausgesetzt
Betr.: Den Lehrerinnen und Lehrern reicht es, SoZ 5/2019, S.9
von Norbert Kollenda
Im Artikel über den Lehrerstreik in der Mai-Ausgabe ist ein Fehler aufgetreten: Bei den Wahlgeschenken der PiS handelt es sich nicht um solche aus dem Jahr 2015, sondern aus 2019, vor den Europawahlen und auch mit Blick auf die kommenden Parlamentswahlen. Jetzt bekommen nicht die 700.000 Lehrer eine Lohnerhöhung, diese «Linken» wählen ja doch nicht die PiS. Es bekommen die 9 Millionen RentnerInnen seit Anfang Mai eine 13.Rente, schließlich sind sie potenzielle PiS-Wähler. 2015 gab die PiS nach der Regierungsübernahme ab dem 2.Kind 500 Zloty, jetzt gibt es schon ab dem 1.Kind 500 Zloty. Dankbare Eltern werden doch wohl die PiS wählen!?
LESERBRIEF Die SPD-Linke: Zerrieben und in die Krise gestürzt
Betr.: Ingo Schmidt zur SPD, SoZ 4/2019
dokumentiert
In seinem Beitrag untersucht Ingo Schmidt die Probleme der SPD als Schwäche der «Linken im weitesten Sinne» und verortet die Ursachen in den 70er Jahren. Dazu muss aber daran erinnert werden, dass die reformistisch orientierte Linke damals (in ganz Westeuropa) ihre erste große Niederlage erlebte und diese seither nie aufgearbeitet hat.
An die Redaktion
Frauen* werden streiken!
von Eleonora Roldán Mendívil, Hannah Vögele
Betr.: «Kritischer Einwurf zum Frauenstreik», SoZ 1/2019
Am 8.März ist Frauen*streik. Wirklich? Ja. Denn am Internationalen Frauen*kampftag werden dieses Jahr erneut Frauen* auf der ganzen Welt auf die eine oder andere Weise ihre Arbeit niederlegen.
LESERBRIEF
Betr.: «Die Parteilinke kann mehrheitsfähig werden», SoZ 7-8/2018
von Marcus Schwarzbach
Liebe Kollegen und Kollegen,
in den heutigen Zeiten noch großen Optimismus zu zeigen, ist bewundernswert. Sicher ist Parteipolitik für manche eine interessante Sache, dann kann der letzte Parteitag der Linkspartei als spannend angesehen werden. Eine andere Sichtweise ist aber auch möglich: im Kampf einer Egomanin gegen eine andere Egomanin hat die eine einen Punktsieg erreicht.
Leserbrief: ’68 kann es heute wieder geben – wozu denn?
Betr.: «68 kann es heute wieder geben», SoZ 3/2018, S.4
von A. Holberg
Das ist schön, dass Alain Krivine, laut SoZ «Seele der Bewegungsfraktion vom Mai 68», ein neues «’68» für möglich (gar wahrscheinlich?) hält, ohne dabei darauf zu verzichten, darauf hinzuweisen, dass die Arbeiterklasse seitdem zwar gewaltig gewachsen aber auch stärker differenziert ist.
Leserbrief
Betr.: «Nachrichten aus dem Bundestag», SoZ 2/2018, S.17
von Hermann Dierkes
Der Kurznachricht aus dem Bundestag zum Thema «Antisemitismus»-Entschließung von Tim Fürup in der Januar-SoZ muss ich widersprechen. Tim zufolge – und hier bringt er offenbar die Meinung der Linksfraktion zum Ausdruck – sei kein gemeinsamer Antrag der Bundestagsparteien zustandegekommen, weil es den Mainstreamfraktionen wichtig gewesen sei, die LINKE (und die AfD gleichermaßen) als extremistisch zu brandmarken.
Leserbrief: Gegen die Unabhängigkeit
Betr.: Katalonien in der SoZ, November 2017
von Matthias Schindler
Die Repression der Regierung Rajoy gegen Katalonien ist zurückzuweisen. Das Recht der Katalanen auf Selbstbestimmung muss verteidigt werden. Die undemokratische Konstruktion des spanischen Staates, die Verfassung von 1978, die Dreieinigkeit König–Militär–Katholische Kirche und der spanische Nationalismus müssen kritisch hinterfragt werden. Daraus folgt aber nicht automatisch, die Abtrennung Kataloniens von Spanien anzustreben.
Leserbrief zum Katalonien Thema
Zu SoZ, Nov. 2017, Katalonien
von Matthias Schindler
Es gibt aus linker Perspektive keinen Zweifel daran, dass die Repression der Regierung Rajoy gegen die katalanischen Bewegungen für mehr Autonomie bis hin zur staatlichen Unabhängigkeit energisch zurückgewiesen werden muss. Ebenso muss das Recht auf Selbstbestimmung für die Katalan/innen, wie auch für jede andere Volksgruppe, ohne Wenn und Aber verteidigt werden. Bedeutet dies aber auch, dass es richtig ist, die Abtrennung Kataloniens von Spanien und die Gründung eines neuen katalanischen Staates zu unterstützen?
Leserbriefe
Bezüge auf Februar Ausgabe der SoZ
dokumentiert
Unfair
Betr.: «Die Verirrungen von Sahra Wagenknecht», SoZ 2/2017, S.2
Ich halte den Artikel von Thies gegen Sahra für sehr unfair und nicht durchdacht. Warum macht er aus ihrer Positionierung eine solche Karikatur,
Leserbriefe
zu: Kristin Helberg, «Frieden gibt es nur ohne Assad» (SoZ10/2016, S. 3)
dokumentiert
Zum Beitrag hat uns eine Reihe von Leserbriefen erreicht, die wir nachstehend leicht gekürzt wiedergeben.
LESERBRIEF
Selbst der Papst hatte Gegenkandidaten!
Betr.: Helmut Born, «Ver.di-Bundeskongress: Linke Öffnungen, Probleme in der Durchsetzung» (SoZ 11/2015)
In der Novemberausgabe der SoZ kommt Helmut Born in seinem Artikel über den Bundeskongress von Ver.di zu dem Schluss: «Im Ergebnis kann festgehalten werden, dass Ver.di sich im Spektrum der DGB-Gewerkschaften als linke, kämpferische Gewerkschaft positioniert hat.» Vielleicht hat Gen. Helmut sein Urteil an den Resolutionen oder an der guten Stimmung auf dem Bundeskongress festgemacht, nicht aber an der Rolle von Ver.di im Klassenkampf.
Paul Kleiser‘s Bilanz zu 100 Tagen Syriza
siehe SoZ Juni 2015
Unvollständiges Bild
Paul Kleiser`s Zwischenbilanz von 100 Tage Regierung Tsipras beschränkt sich auf die Benennung zahlreicher konkreter Maßnahmen der Regierung Tsipras. Viele andere Aspekte, die für eine Bilanz der Entwicklung unerlässlich sind, bleiben außen vor. Tsipras` befremdliches Schönreden der Vereinbarung vom 20. Februar zum „Erfolg“ für Syriza ist ebenso wenig Thema wie die Frage, warum nach jedem an grundsätzlichen Widersprüchen gescheiterten Verhandlungstermin mit der Troika Tsipras oder Varoufakis erklärten, man stehe kurz vor einer Einigung.
Leserbrief zu Charlie Hebdo, SoZ 02/2015
Der Leserbrief bezieht sich vor allem auf die auf Seite 2 abgebildeten Karikaturen sowie insgesamt auf das Dossier zu Charlie Habdo in der Ausgabe.
Liebe SoZ,
zu eurem Dossier Charlie Hebdo in der aktuellen Nummer ein paar Kommentare.
Zunächst auf eurer Seite zwei, dort bildet ihr drei vermeintliche Titelblätter von Charlie Hebdo ab, übernommen von der Berliner Zeitung, und
kritisiert im Kommentar daneben, dass sich die Zeitung für diese Publikation danach entschuldigt habe.
Leserbrief Charlie Hebdo SoZ 02/2015
Betr.: Artikel von Sophia Deeg auf Seite 3, von Shlomo Sand auf Seite 4, von Angela Klein auf Seite 2
von Winfried Czeyka
Ausgehend von der sicherlich zutreffenden Feststellung, dass es die langjährige Praxis der Wochenzeitung Charlie Hebdo ist, „von Muslimen als beleidigend empfundene Karikaturen zu bringen“ (In der SoZ vom Februar 2015, im Artikel Die Tage danach, kennzeichnet Sophia Deeg mit diesen Worten inhaltlich das, was sie als den Gegenstand einer Diskussionsrunde wahrnahm, die im Anschluss an den Abdruck der dänischen Mohammed-Karikaturen in Charlie Hebdo stattfand.) thematisiert die Autorin den Rassismus in der französischen Gesellschaft. Mit ihrer Feststellung, dass „Muslime und Araber in Frankreich auf Schritt und Tritt rassistisch diskriminiert werden“ (ebenda) hat sie Recht, und man möchte nur noch hinzufügen, dass Frankreich differenzierte Muster der Diskriminierung entwickelt hat, mit denen auch die Menschen, die in anderen Teilen des früheren französischen Kolonialreiches ihre Wurzeln haben, in jeweils spezifischer Weise rassistisch diskriminiert werden.
Betr.: Charlie Hebdo und Berliner Zeitung, SoZ 2/2015
Charlie Hebdo: Groteske Zuschreibung, Nazi-Verharmlosung und ein tatsächlicher Fehler
von Bernard Schmid
In ihrer letzten Ausgabe ist die SoZ einer schweren journalistischen Verfehlung, für welche ein bürgerliches Presseorgan die Schuld trägt, aufgesessen. Man sollte den bürgerlichen Zeitungen eben nie zu viel Glauben schenken! In diesem Falle ist es die Berliner Zeitung, die dafür verantwortlich zeichnet, und also zu einer Entschuldigung allen Grund hätte – eine solche wird durch die SoZ auch erwähnt, allerdings aus einem anderen Motiv als dem, das tatsächlich vorliegt.
Betr.: Wolfgang Leonhard, in SoZ 10/2014
von Arno Klönne
Zutreffend schildert Manuel Kellner, welche aufklärende Bedeutung seinerzeit Wolfgang Leonhards Buch „Die Revolution entläßt ihre Kinder“ hatte. Ergänzend ist zu überlegen, ob zeitgeschichtliche Aufschlüsse in der politischen Biographie des Autors nach seinem Wechsel gen Westen liegen können.
Betr.: Das Tempelhofer Feld in Berlin, SoZ 5/2014
zu Birger Scholz, Bebauen oder nicht bebauen?
von Iris Bührmann, Gärtnerin auf dem T-Feld und Aktivistin bei 100%
Das Feld ist einer der wenigen Orte in Berlin, an dem Integration praktiziert wird. Dies zeigt die tagtägliche Erfahrung von gemeinsamer Arbeit und lebendigem Austausch in den Allmendegärten auf der Neuköllner Seite. Die Tätigkeit dort ist für uns ein bereicherner Ausgleich zu anderer politischer Arbeit.
Friedensbewegung 2014, Linke und Ukraine
LESERBRIEFE
Betr.: SoZ 6/2014
Die SoZ hat in ihrer Ausgabe vom Juni 2014 einen Artikel veröffentlicht, in dem über die Vita wichtiger Führer der russophonen «Separatisten» in der Ukraine informiert wird. Das ist gut so, denn möglichst umfassendes Wissen ist immer von Vorteil. Ob die Informationen über den nationalistischen bis rechtsradikalen Hintergrund der erwähnten Protagonisten in allen Fällen voll und ganz stimmen und wie weit damit der ideologische Hintergrund der bewaffneten Kämpfer im russischsprachigen Teil der Ukraine adäquat beschrieben ist, kann ich nicht beurteilen, aber es würde mich wundern, wenn sich heutzutage in Europa – und nicht nur dort – bewaffnete Formationen in nennenswertem Ausmaß aus pazifistischen, linksliberalen oder gar linken Kreisen rekrutierten. Soweit also zu diesem Artikel.
Den Faschismus konsequent bekämpfen
von Huck Finn
Die Ursachen für den Faschismus liegen zum einen in der Gewalt in den Familien begründet; zum anderen in den sozialen Verhältnissen, die der Kapitalismus mit sich bringt. Zu beiden ist zu sagen: «Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch.»
Friedensbewegung 2014, Linke und Ukraine
Betr.: SoZ 6/2014
von Lothar A. Heinrich
Die SoZ hat in ihrer Ausgabe vom Juni 2014 einen Artikel veröffentlicht, in dem über die Vita wichtiger Führer der russophonen «Separatisten» in der Ukraine informiert wird. Das ist gut so, denn möglichst umfassendes Wissen ist immer von Vorteil. Ob die Informationen über den nationalistischen bis rechtsradikalen Hintergrund der erwähnten Protagonisten in allen Fällen voll und ganz stimmen und wie weit damit der ideologische Hintergrund der bewaffneten Kämpfer im russischsprachigen Teil der Ukraine adäquat beschrieben ist, kann ich nicht beurteilen, aber es würde mich wundern, wenn sich heutzutage in Europa – und nicht nur dort – bewaffnete Formationen in nennenswertem Ausmaß aus pazifistischen, linksliberalen oder gar linken Kreisen rekrutierten.
Betr.: Das Tempelhofer Feld in Berlin, SoZ 5/2014
zu Birger Scholz, Bebauen oder nicht bebauen?
von Paul Grasse
Ich weiß, eine Kolumne ist parteilich und zugespitzt. Das Haudrauf-Prinzip auf alle Kräfte, die das Feld erhalten und die Rundumbebauung des Senats verhindern wollen, finde ich allerdings, gelinde gesagt, besserwisserisch, engstirnig und von Ignoranz geprägt. Ich will nur einige Aspekte anführen.
Zum Nachruf auf Karlheinz Deschner
von Gabriele Röwer, Mainz Wer meint, Karlheinz Deschner habe die Neuzeit nicht mehr erreicht, übersieht, dass er bereits vor dem Erscheinen des 1. Bandes der dann zehnbändigen, Ende des 18. Jahrhunderts endenden „Kriminalgeschichte des Christentums“ (1986-2013) in mehreren Phasen die neueste, durch die (zumeist geheimdiplomatischen) Verbindungen von Vatikan und europäischem (inkl. kroatischem) Faschismus besonders verbrechensreichenreiche Papstgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts geschrieben hat:
Betr.: Interview mit Josef Daher, SoZ 4/2014
Schulterschluss
von Pitt aus Oberhausen
Für Josef Daher lebt die syrische Revolution, weil noch «Strukturen der Selbstorganisation» auf «niedrigstem Niveau» existieren. Was ist das für eine politische Revolution, in der die Jihadisten der ISIS, Al Nusra und die Salafisten der Islamischen Front täglich stärker werden, die Komitees unterdrücken können und mit ethnischen Säuberungen gegen ArmenierInnen und KurdInnen begonnen haben?
Russische konstruktivistische Avantgarde
Betrifft: Umsturz und Krieg, SoZ 2/2014, S.24
von Walter Zehringer
Bezugnehmend auf die Ausstellung «1914, die Avantgarden im Kampf» schreibt Angela Klein, dass sich die westeuropäische Künstleravantgarde zwar antibürgerlich gab, aber trotzdem für Gott, Kaiser und Vaterland in den Krieg zog, eine neue Formsprache in der Malerei entwickelte, doch keine Kritik an den sozialen Verhältnissen formulierte. Hier möchte ich auf die russische Konstruktivistische Avantgarde hinweisen,
Vorschlag zur diplomatischen Lösung des Konflikts um die Ukraine
Betr.: Die Krim
von Huck Finn
Die diplomatische Lösung eines Konflikts beinhaltet immer, dass es beiden Konfliktparteien möglich ist, ihr Gesicht zu wahren: gleichzeitig werden im Falle einer diplomatischen Lösung beide Seiten eine oder zwei Kröten zu schlucken haben, im Interesse der Bewahrung des Weltfriedens!!
Erlebnisorientiertes Emotainment
Betr.: Interview mit Michael Prütz, SoZ 3/2014, S.5
von Meinhard Creydt
Michael Prütz nennt als erstes Thema seines Berliner Sammelbeckens («NAO») die Vorbereitung auf die «Revolutionäre 1.Mai-Demonstration» – also auf ein Phrasenfestival oder Spektakel für erlebnisorientiertes Emotainment.
Widerstand gegen EU und NATO
von Huck Finn
Um kurz einen Blick auf die Geschichte zu werfen: Der Widerstand gegen die EU in Dänemark war ursprünglich ein linkes Projekt; es gab damals die „Volksbewegung gegen die EU“ und diese war von Linken getragen und hatte auch erheblichen Zulauf aus der Bevölkerung; es war eine ganz kleine Bewegung. Und die EU ist doch ein bürokratisch/imperialistisches Gebilde, da beißt die Maus doch keinen Faden ab.
In den südeuropäischen Krisenstaaten sollte der Widerstand gegen die EU und NATO oberste Priorität haben, denn dass aus der Revolte z.B. in Griechenland noch keine Revolution geworden ist, liegt an der zögerlichen Haltung der Linken, was diese Frage betrifft.
Gender-Gerechtigkeit, Kommunismus, Eritrea
Betr.: Gespräch über geschlechtergerechte Gesellschaft, SoZ 11/2013
von Huck Finn
Die Gewerkschaften sind in hohem Maße eine Männerdomäne geblieben. Deswegen könnte ich mir gut vorstellen, dass gewerkschaftliche Frauengruppen in jedem Betrieb, in dem auch Frauen arbeiten, gegründet werden.
Leserbrief zu: Syrien vor der Entscheidung
Auf welcher Seite steht ihr überhaupt? Soll in Syrien das gleiche geschehen wie in Libyen? Mord und Totschlag, in Besitznahme der Ölquellen durch internationale Konzerne? Ausraubung des Landes durch ausländische Söldner? Berichtet doch mal wie es jetzt in Libyen aussieht.