Nein zum Umbau auf Kriegswirtschaft!
Nachfolgend dokumentieren wir eine Erklärung von VW-Kolleginnen und Kollegen, die sich gegen Aufrüstung und den Umbau ihrer Betriebe für die Rüstungsindustrie aussprechen. Zugleich erinnern sie an das klare Bekenntnis der IGM-Satzung zur Friedenspolitik. Es werden noch weitere Unterstützungsunterschriften gesucht.
Kampf um Kobanê
von Musa Kaplan
Kobanê ist wieder unter Beschuss – die von Merz hofierte islamistische Regierung in Damaskus schickt ihre Milizen gegen die kurdischen Gebiete.
Entführung in Caracas
von Tariq Ali
Zwei Jahrzehnte bevor US-Streitkräfte an diesem Wochenende den venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro entführten, hat Hugo Chávez dieses Vorgehen vorhergesagt:
„Vor Jahren sagte mir jemand: ‚Am Ende werden sie dich beschuldigen, ein Drogenhändler zu sein – dich persönlich – dich, Chávez. Nicht nur, dass die Regierung den Drogenhandel unterstützt oder zulässt – nein, nein, nein. Sie werden versuchen, die Noriega-Formel auf dich anzuwenden.‘ Sie suchen nach einer Möglichkeit, Chávez direkt mit dem Drogenhandel in Verbindung zu bringen. Und dann ist alles gegen einen „Drogenhändler-Präsidenten“ erlaubt, oder?“
Nachkriegskinder gegen Militarisierung
Gegen Militarisierung und Kriegsdienst!
Wir sind Kriegs- und Nachkriegskinder des Zweiten Weltkrieges. Wir sind 70 Jahre und älter und viele von uns sind noch durch Trümmerlandschaften gelaufen. Sie waren Ergebnis eines Krieges, den Deutschland mit dem Schlachtruf „Angriff ist die beste Verteidigung!“ begann und 1941 auch nach Russland trug. Am Ende kostete er über 60 Millionen Menschen das Leben.
Riesiger Erfolg für das Bündnis widersetzen
Newsletter vom Aktionsbündnis widersetzen
Über 50.000 Menschen kommen zur größten antifaschistischen Mobilisierung in der Geschichte der Bundesrepublik.
Gießen. Das Bündnis widersetzen sieht einen riesigen Erfolg seiner Aktionen des zivilen Ungehorsams gegen die Gründung der AfD-Jugend. 15.000 Menschen nahmen an Blockaden von widersetzen teil und versperrten die Zugänge zum Gründungskongress. Zehntausende weitere Personen demonstrierten in Gießen gegen die AfD. Damit geht der heutige Tag als größte antifaschistische Mobilisierung in die Geschichte der Bundesrepublik ein.
Syrien gefangen zwischen alter und neuer Ordnung
Eine Analyse von Mohammad Abu Hajar
Ein Jahr ist seit Assads Sturz vergangen – ein Satz, von dem ich noch vor zwei Jahren dachte, dass ich ihn niemals aussprechen würde. Doch Syrien ist ein Kontext, der beweist, dass es kein endgültiges Ende gibt. Hay’at Tahrir al-Sham, die Gruppierung, die tiefgreifende existentielle Veränderungen in ihrer Präsenz, Ideologie und der Zusammensetzung ihrer Führung durchlebt hatte, führte die letzte Operation an, die sehr plötzlich und sehr schnell zum Fall des Assad-Regimes am 8. Dezember 2024 führte – und damit eine 54 Jahre andauernde Familienherrschaft beendete, die ewig zu währen schien.
Moral in Zeiten des Krieges kennt keine Ethik mehr
von Jürgen Meier
Der Krieg ist die Fortsetzung des ökonomischen Konkurrenzkampfes, geführt unter der Leitung einer Regierung, deren Aufgabe es ist, das Militär-/Industrie-/Energie-/Bildungs- und Gesundheitswesen, die Kirche, die Infrastruktur so auszurichten, dass die Bevölkerung einer Nation bereit ist gegen andere Völker zu kämpfen.
No Kings – „Wir sind die Mehrheit“
von Malik Miah, 23. Oktober 2025
Die Proteste gegen Trump nehmen Fahrt auf
Über sieben Millionen Menschen versammelten sich am 18. Oktober in den Vereinigten Staaten zu Protesten unter dem Motto „No Kings”. Demonstrationen fanden in 2700 Städten und Gemeinden in 50 Bundesstaaten sowie in Washington DC statt. Demonstrationen gab es zudem in 18 Ländern. Es war der zweite „No Kings Day”, seit Donald Trump vor neun Monaten Präsident wurde. Der erste im Juni dieses Jahres hatte landesweit fünf Millionen Menschen auf die Straße gebracht.
Gemeinnütziger Diktator
von Gaston Kirsche
Die Nationale Stiftung Francisco Franco soll 50 Jahre nach dessen Ableben wegen Verherrlichung des Diktators und seines Regimes aufgelöst werden.
Die Fundación Nacional Francisco Franco (Nationale Francisco-Franco-Stiftung, FNFF) wurde am 8. Oktober 1976 von Carmen Franco Polo, der einzigen Tochter des Diktators in das spanische Register der gemeinnützigen Organisationen eingetragen. 11 Monate zuvor, am 20. November 1975 war der Diktator an Altersschwäche gestorben. Der von Franco eingesetzte König Juan Carlos I. war 1976 bereits Staatsoberhaupt und Spanien mitten in der Transición, dem Übergang zur Demokratie.
Junge Union: Ein Haufen unreflektierter, narzisstischer Egos
ein Kommentar von Gerhard Klas
Wer erinnert sich noch an Junge Unionler, damals, in der Schule, 70er, 80er, 90er Jahre? Das Gendern erübrigte sich. Ihr Motto im Unterricht: Durchkommen ohne anzuecken. Karriereristen eben. Mit 18 gleich ein möglichst fettes Auto. Oder mit dem Mercedes von Papa fahren. Ein bisschen spekulieren an der Börse. Einmal im Jahr verteilten sie Werbezettel, auf denen sie zu JU-Parties mit schlechter Musik, kostenlosen Bratwürsten und Bier einluden. Bezahlt von der Partei. Schülerinnen verirrten sich kaum dorthin. Nach dem Abi Bundeswehr.
Die italienische Rechte und Israel: Eine Komplizenschaft mit Geschichte
von Matteo Tiratelli
Von den Rassengesetzen bis zur Komplizenschaft beim Völkermord in Gaza: der Weg der italienischen Rechten
Nur wenige Länder weisen, wenn es um Palästina geht, eine so große Kluft zwischen der öffentlichen Meinung und dem Staat auf wie Italien. Die italienische Regierung ist eine von nur drei Regierungen – die anderen sind Deutschland und die USA –, die seit 2020 weiterhin konventionelle schwere Waffen an Israel liefern. Neben Kampfhubschraubern, Schiffsgeschützen und Bauteilen für israelische F-35-Kampfflugzeuge hat die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni ihrem israelischen Amtskollegen Netanyahu weiterhin diplomatischen Rückhalt gewährt und sich geweigert, auch nur die symbolische Geste der Anerkennung des (noch weitgehend nominellen) palästinensischen Staates zu vollziehen. Das italienische Volk hingegen hat lautstark seine Unterstützung für die Befreiung Palästinas zum Ausdruck gebracht.
Die islamistische HTS im Bündnis mit den USA und Israel
von Joseph Daher
Der Sturz des Regimes von Baschar al-Assad im Dezember 2024 und die darauffolgende Aufhebung der US-Sanktionen haben Hoffnungen für die Zukunft Syriens geweckt. Mehr als zehn Monate später wird der undemokratische, neoliberale und proimperialistische Charakter des Regimes jedoch immer deutlicher.