Wer kann schon von sich sagen, ein Gedankengang gehöre ihm?

Bert Brecht hielt nicht viel vom Recht auf geistiges Eigentum. Wir auch nicht. Wir stellen die SoZ kostenlos ins Netz, damit möglichst viele Menschen das darin enthaltene Wissen nutzen und weiterverbreiten. Das heißt jedoch nicht, dass dies nicht Arbeit sei, die honoriert werden muss, weil Menschen davon leben.

Hier können Sie jetzt Spenden
Aufmacher Klima 1. April 2026

Fossile Knechtschaft

Gas und Sprit weder billig noch sicher
von Wolfgang Pomrehn

Trumps und Netanyahus Krieg in Westasien verursacht nicht nur unendliches Leid. Bis zu einer Million Libanesinnen und Libanesen, 20 Prozent der Bevölkerung, mussten bereits vor der massiven Gewalt fliehen, heißt es bei der UNO-Flüchtlingshilfe. 280.000 Kinder seien von der Eskalation betroffen. Angst und Verlust würden ihren Alltag bestimmen. In Iran waren nach knapp drei Wochen Krieg drei Millionen Menschen auf der Flucht.

AKW 1. April 2026

Als das Unmögliche geschah

Vor 40 Jahren flog in der Sowjetunion ein Akw in die Luft
von Wolfgang Pomrehn

Am 26.April ist es 40 Jahre her, dass sich in der Sowjetunion, unweit von Kiew die bis dahin schwerste Atomkatastrophe Europas ereignete. Gewaltige Mengen radioaktiven Materials wurden freigesetzt. Winde verteilten sie und der Regen wusch den Strahlenstaub unter anderem über Bayern, Österreich, der Tschechoslowakei und Teilen Skandinaviens aus. Explosionen verteilten radioaktive Splitter in der Nachbarschaft. Am stärksten betroffen waren die umliegenden Gebiete in der nordöstlichen Ukraine und im angrenzenden Weißrussland.

AKW 1. April 2026

Zu spät, zu teuer, zu alt

Von einer echten Renaissance der Atomenergie kann nicht die Rede sein
von Wolfgang Pomrehn

Es soll offensichtlich mal wieder eine Renaissance der Atomkraft herbeigeredet werden. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hält die Windkraft für eine Übergangstechnologie und meint, man solle lieber neue Atomkraftwerke (Akw) bauen, seine vom Energiekonzern E.on übergewechselte Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) hält die Energiewende für viel zu schnell und liebäugelt mit neuen Akw, und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (ebenfalls CDU) hält den deutschen (Teil-)Ausstieg aus der Atomenergie für einen Fehler.

Aufmacher 4 1. April 2026

Atomare Zeitenwende

Wie Deutschland wieder lernt, die Bombe zu lieben
von Claudia Haydt

Anfang Januar 2026 sorgte ein LinkedIn-Post für Aufsehen: Frank Pieper, Direktor für Strategie an der Führungsakademie der Bundeswehr, erklärte öffentlich, Deutschland brauche eigene Atomwaffen – »in erster Linie mobile taktische«. Geteilt wurde dieser Post und der damit verbundene Vorstoß unter anderem vom CDU-Außenpolitiker Roderich Kiesewetter.

AKW 1. April 2026

Atommüll: Es gibt kein sicheres Endlager

Von Kartoffelscheunen, Castorlawinen und Abkürzungen in die Sackgasse
von Helge Bauer

37 deutsche Atomkraftwerke (Akw) haben in etwa 60 Jahren 27.000 Kubikmeter hochradioaktive Abfälle produziert. Wenn einst die letzten Brennstäbe aus den Abklingbecken der Akw entfernt sind, werden sie 1900 Castorbehälter gefüllt haben. Einige dieser Stoffe brauchen eine Million Jahre, bis ihre Strahlung weitgehend abgeklungen ist. Das entspricht in etwa 33.000 menschlichen Generationen. Bisher kommt der Homo sapiens auf etwa 12.000 Generationen.

Klima 1. April 2026

Das Gebäudemodernisierungsgesetz

Zahlensalat
von Wolfgang Pomrehn

Die Bundesregierung ist auf dem besten Wege, die Verbraucherinnen und Verbraucher in eine regelrechte Kostenfalle zu locken. Mit dem zur Änderung anstehenden Gebäudemodernisierungsgesetz – ehemals Gebäudeenergiegesetz und als Heizungsgesetz bekannt – soll der Einbau neuer Gasheizungen wieder erlaubt sein. Wie bereits berichtet, kommen auf die Kunden jedoch langfristig steigende Abgaben für das Gasnetz zu, da dessen Kosten auf immer weniger Schultern verteilt werden.

Gesundheit 1. April 2026

Covid-19: Lernen aus der Pandemie

Bereit sein für Epidemien
von Matthias Becker

Sind wir mittlerweile bereit, die Covid-19-Pandemie aufzuarbeiten? Tatsächlich mauern viele Linke und tun die anstehende Aufarbeitung als »Pandemie-Revisionismus« ab. Aber es geht dabei um mehr als die Frage, wer damals recht hatte. Für eine sozialistische Gesundheitspolitik in den Zeiten der Vielfachkrise müssen wir selbstkritisch zurückschauen und uns auf die kommenden Gesundheitskrisen vorbereiten.

AKW 1. März 2026

15 Jahre Fukushima

Zahlensalat
von Wolfgang Pomrehn

Am 11.März sind es 15 Jahre her, dass ein schweres Seebeben der Stärke 9 bis 9,1 nordöstlich von Tokio einen gewaltigen Tsunami auslöste. Auf einer Länge von 180 Kilometern hatte sich der Meeresboden um sechs bis acht Meter verschoben. Zuvor waren weltweit nur drei Beben in der Geschichte der bis 1900 zurückreichenden seismischen Aufzeichnungen stärker. Rund 18.000 Menschen fanden den Tod, über 2500 gelten bis heute als vermisst. Mehr als 450.000 Menschen wurden obdachlos.

Aufmacher Klima 1. März 2026

E-Mobilität: Hier beginnt die Lieferkette

Beschäftigte der Autoindustrie besuchten Bergbaubetriebe in Serbien
von Lars Hirsekorn

Die Transformation zur Elektromobilität ist in aller Munde. Bei VW und anderen Autobetrieben diskutieren wir über neue Technologien, Qualifizierung, Standort- und Beschäftigungssicherung. Doch selten sehen wir, unter welchen Bedingungen die Rohstoffe unserer Zukunft tatsächlich abgebaut werden – oder wie unsere Kolleg:innen in der Zulieferindustrie außerhalb der EU arbeiten müssen.

Klima 1. Februar 2026

Angriff auf Deutsche Umwelthilfe

Gegen Umweltschutz – Mit aller Gewalt
von Wolfgang Pomrehn

Umwelt- und Klimaschützer sind weltweit unter Beschuss: Je härter der Klassenkampf, je repressiver der jeweilige Staat, desto mehr.

Klima 1. Februar 2026

Zahlensalat

Massiver Energieverbrauch in KI-Datenzentren
von wop

Der Hype um Künstliche Intelligenz sowie die dafür benötigten Datenzentren drohen die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern zu verstärkten, warnt urgewald.

Aufmacher Klima 1. Februar 2026

Pakistan: Wer schadet, muss haften

Klimaklagen gegen RWE & Heidelberg Materials
von Karin Zennig

Während eine Klimakatastrophe die nächste jagt und die Institutionen des regelbasierten Multilateralismus demontiert werden, verteidigen 39 pakistanische Bäuerinnen und Bauern mutig ihr Recht, nicht geschädigt zu werden.