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Wer kann schon von sich sagen, ein Gedankengang gehöre ihm?

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Nur Online Januar 2019 Buch,Nordafrika/Nahost, | 

Antisemitismus und Israelsolidarität

Moshe Zuckermann: Der allgegenwärtige Antisemitismus oder Die Angst der Deutschen vor der Vergangenheit. Frankfurt a.M.: Westend, 2018. 255 S., € 20
von Larissa Peiffer-Rüssmann

In Deutschland wird jede Kritik an der israelischen Politik umgehend mit dem Vorwurf des Antisemitismus geahndet. Trotzdem können wir angesichts des Unrechts, das den Palästinensern tagtäglich angetan wird, nicht schweigen und müssen uns gleichzeitig der deutsch-jüdischen Vergangenheit stellen. Moshe Zuckermann greift in seinem Buch die Widersprüche in diesem Konflikt auf und analysiert den Realitätsverlust gegenüber Israel. Er zeigt auf, wie das Gedenken an die Judenverfolgungen im Nationalsozialismus begrifflich instrumentalisiert und eine Auseinandersetzung mit der realen israelischen Politik verhindert wird. weiterlesen

Nur Online Juni 2018 Nordafrika/Nahost,Staat/Parteien, | 

Deutschland, Israel und der Antisemitismus

Israelis mahnen Realitätsbewusstsein an
von Arn Strohmeyer*

Die Bundesregierung und die Regierungsparteien haben zum 70.Geburtstag Israels eine Resolution verabschiedet, die die üblichen Formeln abspult: Lob für die Aufbauarbeit des Staates und seine Demokratie, Erinnerung an den Holocaust, Schuldbekenntnis und die Beschwörung der deutschen Verantwortung für die Existenz und Sicherheit Israels. Kritik an der Landraubpolitik, der rechtswidrigen Besatzung und der Unterdrückung von Millionen Palästinensern kommen in dem Text nicht vor. Und natürlich ist in solchen Texten – ob direkt oder indirekt ausgesprochen – immer die rituelle Formel vermerkt, dass Kritik an der israelischen Politik «israelbezogener Antisemitismus» sei. weiterlesen

Nur Online Juni 2018 Buch,Nordafrika/Nahost,Startseite, | 

Arn Strohmeyer: Die israelisch-jüdische Tragödie. Von Auschwitz zum Besatzungs- und Apartheidstaat Israel. Das Ende der Verklärung

Herne: Gabriele Schäfer Verlag, 2017. 277 S., € 19,80
von Hermann Dierkes

Unheilvolle «Vergangenheitsbewältigung»

Arn Strohmeyer publiziert seit Jahren sehr lesenswerte Artikel und Bücher zum deutsch-israelischen Verhältnis, zum Holocaust, zum Aufstieg des Zionismus und seiner Dominanz gegenüber völlig anderen, humanen Denktraditionen im Judentum, zum Antisemitismus und über die Unterdrückung der Palästinenser. weiterlesen

Verwirkte Relevanz

DIE LINKE ist mit aktueller Radikalisierung ihres Pro-Israel-Kurses endgültig im ­deutschen Nationalkonsens aufgegangen
Gespräch mit Moshe Zuckermann*

Das Projekt Kritische Aufklärung (PKA) sprach mit dem israelischen Marxisten Moshe Zuckermann über den Antisemitismus-Antrag der Fraktion DIE LINKE im Bundestag. Wir veröffentlichen Auszüge. weiterlesen

Nur Online Mai 2018 Europa,Geschichte, | 

1968 in Polen

Studentenunruhen und antisemitische Kampagnen
von Stefan Bekier für Le Monde Diplomatique/Polska

Im März 1968 kam es auch in Polen zu bedeutenden Studentenunruhen. Die Studierenden forderten vor allem mehr Meinungsfreiheit. Der polnische Staat machte Juden als Strippenzieher dafür verantwortlich. Nach unterschiedlichen Quellen wanderten deshalb 13000–20000 Polen jüdischer Abstammung mit ihren Partnern aus Polen aus. Auf ihre polnische Staatsangehörigkeit mussten sie verzichten. Sie bekamen sog Reisepapiere, die nur für eine Ausreise galten. weiterlesen

Nur Online März 2018 Europa, | 

Ein schwieriges Erbe

Antisemitismus in Polen
von Stanislaw Obirek

Seit dem 29.Januar 2018 verstummt nicht die Kritik an der Novellierung des Gesetzes zum «Nationalen Gedenken» und der «Verfolgung von Verbrechen gegen das polnische Volk». weiterlesen

Nur Online März 2018 Europa,Startseite, | 

Moshé Machover – Rausschmiss aus Labour Party unter dem Vorwurf des Antisemitismus?

«Der Vorwurf des Antisemitismus ist eine Waffe im Kampf der Labour-Rechten gegen die Parteilinke»
Gespräch mit Moshé Machover

Moshé Machover ist Mathematiker, Philosoph und Aktivist aus Israel/Palästina/Großbritannien. Er war eingeladen zur Konferenz «Zur Zeit der Verleumder», die am 10.Februar in Berlin stattfand. Machover konnte dazu jedoch nur per Skype beitragen. Anliegen der Konferenz war es gewesen, sich einmal mehr darüber zu verständigen, inwiefern Antizionismus nicht Antisemitismus ist. Sophia Deeg führte das Gespräch mit Moshé Machover deshalb in einem Telefonat mit London. weiterlesen

Nur Online Februar 2018 Nordafrika/Nahost,Rassismus/Rechtsextremismus, | 

Was ist Antisemitismus?

Ist die Forderung des Zentralrats der Juden nach stärkerer Bestrafung antisemitischer Umtriebe antisemitisch?
von Anton Holberg

Der Bonner General-Anzeiger (GA) berichtete, wie vermutlich die meisten bundesdeutschen Zeitungen, um den 14.12.2017 herum über die Erklärung des Zentralrats der Juden zu antisemitischen Umtrieben in Deutschland und stellte sie in einen Zusammenhang mit großenteils von Arabern und Angehörigen anderer mehrheitlich muslimischer Volksgruppen getragenen Demonstrationen gegen die Ankündigung von US-Präsident Trump, die US-Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem, der «Hauptstadt Israels», zu verlegen. weiterlesen