Streikfreudige Häfen
Tarifrunde 2026 – Eskalation oder Sozialpartnerschaft?
von Kay Jäger
In den deutschen Nordseehäfen stehen die Zeichen auf Sturm.
8,2 Prozent mehr Lohn, mindestens aber 2,50 Euro pro Stunde, bei einer Laufzeit von zwölf Monaten: Mit dieser Forderung sind die rund 11.000 Beschäftigten in den deutschen Seehäfen in die Tarifrunde 2026 gegangen.
Reloaded: Der Kampf um Lohnfortzahlung
1956/57: der Große Streik für die Lohnfortzahlung
von Günther Stamer
Mitten im sogenannten »Wirtschaftswunder«, die Auftragsbücher der Betriebe waren prall gefüllt, erlebte die Bundesrepublik den bis heute längsten Arbeitskampf ihrer Geschichte. 114 Tage lang streikten von Oktober 1956 bis zum Februar 1957 die Beschäftigten der schleswig-holsteinischen Metallindustrie. Im Ergebnis erkämpften sich die Arbeiter:innen damit die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall.
weiterlesenKämpferische Töne aus Stuttgart-Untertürkheim
›Die Bosse wollen Klassenkampf? – Können sie haben‹
von Heinrich Neuhaus
Das Mercedes-Benz-Werk Untertürkheim hat aufgrund seiner Tradition eine besondere Stellung. Nicht nur für die Entwicklung und die Produktion von Kraftfahrzeugen, sondern immer wieder auch für die Entwicklung der IG Metall.
weiterlesenPflegekräfte kämpfen für ihre Rechte (mit Update)
Berliner Krankenhausbewegung kämpft für Aufnahme in den TVöD
von Gerhard Klas
»Wir können nur durch den Streik wirklich Macht ausüben.« Mit diesem Satz fasst Silvia Habekost, Pflegekraft mit über 40 Jahren Berufserfahrung, die Erfahrung der Berliner Krankenhausbewegung zusammen, die von Pflegekräften der Charité und den landeseigenen Vivantes-Kliniken getragen wird.
weiterlesenProtest, Widerstand, Streik!
Langsam tut sich auch in den Betrieben was. Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter fordern zum Widerstand gegen den geplanten Kahlschlag bei Rente, Krankenversicherung, Arbeitszeit, Bürgergeld, Bildung und anderem auf.
Unter der Überschrift „Schluss jetzt. Protest, Widerstand, Streik!“ ruft der Vertrauensleutekörper der IG Metall bei Mercedes-Benz Stuttgart Untertürkheim dazu auf, Haltung zu zeigen, wieder mehr im Betrieb und in der Gewerkschaft zu diskutieren und den Protest zu organisieren: „Bis hin zum Streik. Und wenn die Gewerkschaftsspitzen sich zieren, dann machen wir das selbst.“ Hier gibt es die ganze Resolution zu lesen.
Kürzlich hatten wir über eine Initiative von IG-Metall-Kolleginnen und -Kollegen berichtet, die Widerstand gegen Aufrüstung und Umstieg auf Kriegsproduktion fordern. Wäre wünschenswert, wenn diese Initiativen zusammenfänden.
Ansonsten gibt es hier bei der Linkspartei eine Übersicht über Protestkundgebungen gegen die Regierungspläne in den nächsten Wochen. Mit dabei sind unter anderem Lörrach, Passau, Berlin, Saarbrücken und Flensburg.
138 Tage aktiv gegen DuMont-Schauberg
Ein Streik wie aus einem Krimidrehbuch
von Ayse Tekin
Streik doch einfach mit! 138 Tage Arbeitskampf beim Bundesanzeiger Verlag. Hrsg. Jan Schulze-Husmann et al. Hamburg: VSA, 2025. 168 S., 12 Euro
Das Buch ist handlich und hat nur 165 Seiten, erzählt aber eine Geschichte wie aus dem Lehrbuch des Klassenkampfs gegen den Kapitalismus.
weiterlesen›Streiks mehr Sichtbarkeit nach außen geben‹
Labournet TV stellt Filme über Arbeitskonflikte zur Verfügung und produziert auch selbst welche
Gespräch mit Johanna Schellhagen
Johanna Schellhagen hat 2011 Labournet TV mitgegründet. Sie dreht, produziert und schneidet Videos und Dokumentarfilme. Mit ihr sprach Gaston Kirsche über ihre Arbeit als Filmverleih und Produktionskollektiv.
weiterlesen„Ich möchte nicht arbeiten, wenn ich krank bin“
Lieferando-Rider kämpfen gegen moderne Tagelöhnerei
von Gerhard Klas
Lieferando galt in der Branche lange als Vorzeigeunternehmen. Der Großteil der Fahrer ist direkt fest angestellt und es gibt Betriebsräte an mehreren Standorten. Doch damit soll jetzt Schluss sein. Im Juli kündigte Lieferando an, 2000 fest angestellte Kuriere zu entlassen und stattdessen auf Fleetlery und weitere Subunternehmer zu setzen.
weiterlesen24stündiger Vollstreik
›Wir bleiben Ford – gemeinsam weiterkämpfen für Köln‹
von Manfred Neugroda
Am 14.Mai 2025 haben die Kolleginnen und Kollegen von Ford Köln einen 24stündigen Vollstreik für einen Sozialtarifvertrag in den drei Standorten Niehl/Produktion, Merkenich/Entwicklungszentrum und Merkenich/Ersatzteilzentrum durchgeführt. Zu den Kundgebungen an den Toren haben sich jeweils mehr als 500 Kolleg:innen eingefunden.
weiterlesen›Wir sind der öffentliche Dienst‹
Arbeitgeber suchen die Machtprobe
von Levent Hacioglu
Der öffentliche Dienst begleitet einen von morgens bis abends und von der Geburt bis zum Tod. Wenn wir morgens das Licht anschalten, duschen gehen, mit der Straßenbahn fahren, die Geburt eines Kindes erleben, heiraten, krank sind oder unsere Liebsten bestatten – immer nehmen wir den öffentlichen Dienst in Anspruch.
weiterlesenBangladesh: Textilarbeiterinnen rebellieren
Die Regierung Yunus pflegt weiter den Kontakt zu Geschäftsfreunden des alten Regimes
von Dominik Müller

Eigentlich hatten die Textilarbeiterinnen in Bangladesh gehofft, dass sich ihre Situation mit dem Sturz des Regimes von Sheik Hasina Wajeed Anfang August verbessert.
Die Arbeitsbedingungen der Textilarbeiterinnen gehören zu den schlechtesten weltweit: In der Presse wird Bangladesh auch als »Schmuddelkind der globalen Textilindustrie« bezeichnet. Fast alle großen Modelabels lassen hier produzieren.
weiterlesenEx-GKN Florenz
Bereit zur Aufnahme der neuen Produktion
von Kathy Ziegler
Am 13.Oktober 2024 fand in Campi Bisenzio bei Florenz die erste Versammlung der Genossenschaft GKN For Future (GFF) statt; viele Arbeiter des Fabrikkollektivs Ex-GKN, das auch GFF-Gründer ist, Genossenschaftsmitglieder und Vertreter:innen verschiedener Gruppen wie Fridays for Future aus Florenz nahmen daran teil. Prominenter Gast war Greta Thunberg, die in ihrer Rede alle ermutigte, weiter an das ökosoziale Projekt der GFF zu glauben und dafür zu kämpfen.
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