26. September 2026

Solidarität und der Budapest-Komplex

Film und Repression: Die unhaltbaren Haftbedingungen für Maja T. in Ungarn
von Marina Hoffmann

Am 12.Februar treffen sich jährlich zahlreiche Neonazis in Budapest, um den »Tag der Ehre« zu begehen. Sie kommen in Tarnkleidung, vermummt oder verkleidet in Uniformen der Wehrmacht. Die Vorbilder sind offensichtlich: Diese Menschen wollen Nazis sein.

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26. September 2026

Klassenkampf reloaded

Entwurf einer anderen Arbeitswelt
von Peter Nowak

Jeder Acker, jede Fabrik. Ideen für eine notwendige Revolution
Regie: Labournet.TV und Angry Workers
BRD 2026, 68 Min.
Vorführtermine auf der Webseite: www.jederacker.de

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26. September 2026

Ein gefährlicher Bürger

Locarno 2026: Die Retro »›Red & Black‹. Hollywood Left and the Blacklist«
von Kurt Hofmann

Ein zentrales Ereignis des diesjährigen Festivals in Locarno war die Retro »Red & Black«. Sie war jenen Regisseur:innen, Drehbuchautor:innen, Kameraleuten u.a. gewidmet, die als »politisch verdächtig«galten, also blacklisted waren – eine Ergebenheitsgeste Hollywoods gegenüber dem HUAC, das in den 50er Jahren auf Initiative McCarthys »unamerikanische Aktivitäten« untersuchte.
Es ist eine repräsentative Auswahl geworden, die das herausragende kreative Potential derer zeigt, die blacklisted waren – auch die vielen Genrefilme der Retro verweisen auf einen gesellschaftskritischen Impetus.

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27. August 2026

Zapatistas in Europa: Chiapas trifft Hambi

Ein Leben des Widerstands
von Musa Kaplan

In Los sueños que compartimos (Die Träume, die wir teilen) folgt die mexikanische Dokumentarfilmerin Valentina Leduc Navarro der zapatistischen Delegation auf ihrer Reise nach Europa, wo sie sich auf die Suche nach widerständigen Gemeinschaften machen. Im Zentrum steht die Frage, was unsere politischen Kämpfe verbindet und was wir voneinander lernen können.

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27. August 2026

›Jeder Acker, jede Fabrik‹

Termine der Filmvorführungen
dokumentiert

Die Art und Weise, wie wir unser Leben produzieren, ist dumm, gefährlich und grausam. Es ist an der Zeit, über eine Revolution nachzudenken, die die Gesellschaft grundlegend verändert.
Wir haben Genoss:innen zu den revolutionären Momenten der 1970er Jahre befragt. Wir haben mit Leuten gesprochen, die sich derzeit an Debatten über eine neue Produktionsweise beteiligen. Wir haben dutzende Arbeiter:innen interviewt, die sich aktuell auf Gemüseäckern, in Umspannwerken, Krankenhäusern oder U-Bahn-Schächten zur Wehr setzen.
In dem Film Jeder Acker, jede Fabrik entwickeln wir aus all diesen Stimmen ein konkretes Bild davon, wie der Übergang in eine postkapitalistische Gesellschaft aussehen könnte. – Für alle, die ihren Kopf nicht in den Sand stecken wollen.
Um die Diskussion zu vertiefen und erste organisatorische Schritte zu machen, laden wir euch im Herbst 2027 zu einer Konferenz ein. Näheres auf www.jederacker.de/de.

September-Termine

Berlin: 26.8., Rio Reiser Platz, open air, 20 Uhr
26.9. Kino in der Brotfabrik, 19 Uhr
28.9. IDA (Initiative demokratische Arbeitszeitrechnung)

Bielefeld: 20.9., Ostblock, Kulturhaus Bielefeld, 19 Uhr, in Anwesenheit der Filmemacherinnen

Bochum: 9.9., Endstation Kino, 18 Uhr, Wallbaumweg 22, in Anwesenheit der Filmemacherinnen

Braunschweig: 31.8., Universum Kino, 19 Uhr

Bremen: 29.9., Gewerkschaftshaus Bremen, mit Unkürzbar und Verdi, in Anwesenheit der Filmemacherinnen, 19 Uhr

Chemnitz: 24.9., Subotnik, Vetterstr.34a, in Anwesenheit der Filmemacherinnen, 19 Uhr

Dresden: 8.9., Thalia Kino, Görlitzer Str.6, im Rahmen der anarchistischen Tage Dresden, 19.30 Uhr
23.9., veranstaltet von der FAU Dresden, in Anwesenheit der Filmemacherinnen, 19 Uhr

Duisburg: 10.9., Syntopia, Gerokstr.2, in Anwesenheit der Filmemacher:innen, veranstaltet von der FAU Ruhr, 19 Uhr

Hamburg: 2.9., ATIF, Bartelsstr.25, in Anwesenheit von Protagonist:innen und der Filmemacherinnen, veranstaltet vom Jour Fixe Gewerkschaftslinke Hamburg, 18.30 Uhr
7.9., medienpädagogik zentrum mpz, Sternstr.4, 19 Uhr

Kassel: 12.9., veranstaltet von den Falken Kassel, im Club Commune, in Anwesenheit der Filmemacherinnen, 19 Uhr

Kiel: 3.9., Hansa 48, in Anwesenheit der Filmemacherinnen, veranstaltet von TKKG und Chefduzen, 20 Uhr

Köln: 12.9., Lichtspiele Kalk, in Anwesenheit der Filmemacherin, Veranstalter: ISO, 16 Uhr

Leipzig: 22.9., veranstaltet von translib, in Anwesenheit von Protagonistinnen & der Filmemacherinnen, 19 Uhr

Magdeburg: 28.8., Stadtteilladen, Maxim-Gorki-Str.40, in Anwesenheit von Protagonistinnen und der Filmermacherinnen, veranstaltet von der FAU Magdeburg, 19 Uhr

Münster: 8.9., Cinema Kurbelkiste, mit Ende Gelände Münster, FAU Münster, Treibhausdefekt und Furious Farmworkers, in Anwesenheit der Filmemacherinnen, 18.15 Uhr

Paderborn: 21.9., Akka, Giersstr.31, in Anwesenheit der Filmemacherinnen, 17 Uhr

Saarbrücken: 15.9., Kino 8 1/2, veranstaltet von Solidarische Aktion Saar, in Anwesenheit der Filmemacherinnen, 19 Uhr

Witzenhausen: 11.9., Scheunenkino in der Menschmeierei, Ludwigsteinstr., in Anwesenheit der Filmemacher:innen, veranstaltet von Fette Beute e.V., 19 Uhr

30. Juni 2026

Das Festival ›Crossing Europe‹ in Linz

Von oben nach unten
von Kurt Hofmann

«Crossing Europe« ist das Festival des jungen europäischen Films. Was vielfach längst glatt und oberflächlich am Markenprodukt »Europäischer Film« erscheint, ist hier, bei ersten Filmen junger Filmemacher:innen mit »Ecken und Kanten« versehen, inhaltlich und ästhetisch abseits des ewig Gleichen.

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21. Mai 2026

„Eine Zukunft auf diesem Planeten erkämpfen“

Über die Verbindung von Klima- und sozialen Bewegungen zur Überwindung des Kapitalismus
Angela Klein im Gespräch mit Johanna Schellhagen

Johanna Schellhagen hat 2011 Labournet TV mitgegründet. Sie dreht, produziert und schneidet Videos und Dokumentarfilme.
Vor vier Jahren präsentierte sie ihren Film Der laute Frühling. In diesem Jahr erschien ihr Buch Wie wir uns eine Zukunft auf diesem Planeten ­erkämpfen. Mit Johanna Schellhagen sprach ­Angela Klein.

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30. April 2026

Zur Diagonale 2026 in Graz

Fahle Bilder der Unausweichlichkeit
von Kurt Hofmann

Einmal mehr bot das Festival des österreichischen Films den Cinephilen ein vielfältiges und spannendes Programm. Ab der nächsten Saison ist mit Einsparungen durch die Förderer zu rechnen, trotz aller Lippenbekenntnisse ist der Stellenwert der Kultur längst nicht so hoch wie in Sonntagsreden beschworen. Bloß an den »richtigen Stellen« sparen – bei manchen Sozialausgaben und vor allem bei den Asylwerbenden hat es schon angefangen und in Landesregierungen mit FPÖ-Beteiligung stehen viele kleine Kulturinitiativen schon jetzt vor dem Aus. Der Bund zögert in Sachen Kürzungen in manchen Bereichen (noch), macht vage Versprechungen in Sachen Alternativen, aber auch die Diagonale muss sich wohl auf kalte Zeiten vorbereiten.

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1. April 2026

Sie haben eine Meinung? Vergessen Sie’s!

Zur Zensurdebatte in Deutschland und anderswo
von Kurt Hofmann

Was ist da passiert? Da hat eine etwas »Falsches« gesagt und schon wird öffentlich nach Konsequenzen verlangt. Der Ort des Geschehens: Die Berlinale 2026. Die nicht »aufgepasst« hat oder Vorkehrungen zur Vermeidung verpasst haben soll, ist die Festivalleiterin Tricia Tuttle.

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1. November 2025

Apokalypse in den Tropen

Ein Film über Brasiliens Evangelikale
von Ayse Tekin

Der Film von Petra Costa* beleuchtet den anhaltenden politischen Kampf in Brasilien und die Hintergründe der Evangelikalen, die in jüngster Zeit in diesem Kampf die Politik des Landes geprägt haben.

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1. Oktober 2025

Das Filmfestival in Locarno

Der Preis der Perfektion
von Kurt Hofmann

Das Festival in Locarno bot einmal mehr jenen, die nicht wieder sehen wollen, was sie ohnedies schon kennen, Raum für Entdeckungen.

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1. Oktober 2025

Stimme aus dem Nichts

Hind Rajab auf der Biennale von Venedig
von Marina Hoffmann

Am 7.Oktober 2023, dem jüdischen Feiertag Simchat Tora (Freude der Tora), greift die Hamas Israel an. Raketen detonieren. Zu Land, zu Wasser und aus der Luft überfallen Terrorkommandos Zivilist:innen und filmen ihre Taten – von Hinrichtungen zu Vergewaltigungen.

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