Faschistische Propagandashow
Olympische Spiele in Nazideutschland
von Ulrich Schneider
Faschistische Propagandashow und antifaschistischer Widerstand
Vor 90 Jahren, 1936, erhielt das faschistische Deutschland eine, aus seiner Sicht großartige Gelegenheit, sich als »friedlicher« und »weltoffener« Staat zu präsentieren, in dem Ruhe, Recht und Ordnung herrschten. In dem Jahr fanden die Olympischen Spiele in Deutschland statt. Vom 6. bis 16.Februar war Garmisch-Partenkirchen Austragungsort der Olympischen Winterspiele. Vom 1. bis 16.August folgten die Sommerspiele in Berlin, der »Reichshauptstadt«.
Putsch gegen die Republik
Vor 90 Jahren: Putsch und Bürgerkrieg in Spanien
Was wir daraus lernen können…zum Beispiel für die Vergesellschaftungsdebatte
von Paul Michel
Am 17.Juli 1936 begann in Spanien ein Putsch faschistischer Generäle. Mit Unterstützung der Kirche sowie der faschistischen Staaten Italien und Deutschland versuchten sie, die Regierung der Volksfront zu stürzen. Aus der ganzen Welt strömten Freiwillige nach Spanien, um die Republik in dieser ersten großen internationalen Konfrontation mit dem Faschismus, dem Vorspiel zum Zweiten Weltkrieg, zu verteidigen.
Letztlich vergeblich. Während Italien und Deutschland Waffen schickten und die deutsche Luftwaffen-Legion Condor für die Putschisten bombte, hatten die westlichen Demokratien Frankreich und England ein Waffenembargo verhängt. In gewisser Weise waren sie damit nicht ganz unschuldig am Sieg der Faschisten 1939, die unter anderem auch britische Bergbauinteressen gegen die Arbeiter verteidigten.
Wir beleuchten in vier Beiträgen den Beginn des Bürgerkriegs. Über sein Vorgeschichte hatten wir kürzlich bereits hier geschrieben.
Sowjetische Ehrenmale bedroht
Geschichtspolitik der Berliner Grünen
von Wolfgang Pomrehn
Die Berliner Grünen sind der Meinung, dass die sowjetischen Ehrenmale der Stadt »kontextualisiert« werden müssen. Mehrere zehntausend Rotarmisten hatten einst sterben müssen, weil die Naziführung einen längst verlorenen Krieg bis zum bitteren Ende weiterführen wollte, hatten sterben müssen, weil die Bevölkerung des einst roten Berlins keinen Aufstand zuwege brachte. Die Ehrenmale erinnern an sie und sind zugleich für einen Teil von ihnen Begräbnisstätten.
weiterlesen1936: Volksfront bringt bezahlten Urlaub
Frankreich: für die Arbeitenden öffnete sich das Tor zu einer sozialen Revolution
von Paul Michel
Am 3. Juni 1936 übernahm eine Volksfrontregierung mit Leon Blum an der Spitze in Frankreich die Regierungsgeschäfte. Die Bilanz dieser Regierung ist zwiespältig. Sie hatte Sonnenseiten und Schattenseiten. Im nachfolgenden Text geht es überwiegend um die Sonnenseiten.
weiterlesenDie Ursprünge der Friedensbewegung
Vor 75 Jahren: Gegen die Wiederbewaffnung
von Gisela Notz
Nie, nie, nie woll’n wir Waffen tragen!
Nie, nie, nie woll’n wir wieder Krieg!
Lasst die hohen Herrn sich selber schlagen,
wir machen das nicht länger mit!
Refrain aus einem Lied der Roten Falken
Geschichte und politische Macht ökonomischer Ideen (Teil X)
Neoliberalismus: Markt gegen Sozialismus
von Ingo Schmidt
Nach dem Zweiten Weltkrieg war in konservativ-liberalen Kreisen die Ansicht verbreitet, der Marsch in den Sozialismus lasse sich vielleicht verlangsamen, aber nicht aufhalten. Der Sozialismus war, obwohl gespalten in Kommunisten im Osten, Sozialdemokraten im Westen und nationale Befreiungsbewegungen im Süden, zu einer realen Kraft geworden.
weiterlesen500 Jahre Bauernkrieg, Teil 13
…die Enkel fechten’s besser aus
von Angela Klein
Im Vorwort zu seiner Arbeit über den »deutschen Bauernkrieg« hebt Friedrich Engels die Leistungen hervor, die die »Bauern und Plebejer« damals erbracht haben: dass sie »mit Ideen und Plänen schwanger gingen, vor denen ihre Nachkommen oft genug zurückschaudern«.
Einige dieser Pläne haben wir im Rahmen dieser Serie vorgestellt, andere wären noch zu nennen. Manche, die besonders weit vorgriffen in der gedanklichen Umgestaltung der Gesellschaft, waren das Werk einzelner Bauernführer, die ihre Vorstellungen zwar zu Papier brachten, aber den Bauernversammlungen gar nicht zur Annahme als Programm vorlegten, ganz zu schweigen von den kommunistischen Vorstellungen eines Thomas Müntzer, der jedoch in der Tradition der mittelalterlichen Ketzerbewegung steht und insofern aus der Reihe fällt.
Geschichte und politische Macht ökonomischer Ideen (Teil IX)
Neokolonialismus: Surplusprofite statt Souveränität
von Ingo Schmidt
Die marxistischen Imperialismustheorien haben klargemacht, weshalb sich die kapitalistische Produktionsweise über die ganze Welt ausbreiten, Produktivkräfte, Macht und Einkommen dabei aber ungleich zwischen imperialen Zentren und kolonialen Peripherien verteilen musste.
Politische Unabhängigkeit der Kolonien galt daher als erster Schritt zur Überwindung der aufgezwungenen Unterentwicklung. Die Sowjetunion, aus dem »peripheren Imperium« des Zarenreichs hervorgegangen, wurde zum Beleg, dass ein vorwiegend agrarisches und vom Weltmarkt ausgeschlossenes Land industrialisiert werden kann.
500 Jahre Bauernkrieg, Teil 12
Die Bauernrepublik
von Angela Klein
Die politisch fortgeschrittenste Bewegung spielte sich wohl in Tirol ab. Hier entzündete sich Anfang Mai 1525 ein erster Funke im Bistum Brixen.
Am Eingang zum Pustertal, lag die Bischofsstadt an der wichtigsten Handelsstraße nach Italien und war reich durch verschiedene Zolleinnahmen und durch Silberbergwerke.
Trotzkisten im Zweiten Weltkrieg
Ein internationalistischer Ansatz trotz Besatzung und Krieg
von Reiner Tosstorff
Über den Widerstand gegen die Nazis im Krieg gibt es immer noch Neues zu berichten. Vor sechs Jahren veröffentlichte Wladek Flakin im Schmetterling-Verlag ein Buch über den deutschen Trotzkisten Martin Monath, Arbeiter und Soldat. Ein Berliner Jude unter Wehrmachtssoldaten.
weiterlesen500 Jahre Bauernkrieg, Teil 11
Die Christliche Vereinigung
von Angela Klein
Die zwölf Artikel von Memmingen geben nur unvollständig die Vorstellungen wieder, die in der Bauernschaft gärten. Daneben hatten die in Memmingen zusammengetroffenen Haufen auch eine Bundesordnung beschlossen, die zum Teil ihre eigene Zusammenarbeit regeln sollte, dann aber auch darüber hinausgriff und Veränderungen in der Repräsentation und die Stellung der Bauernschaft im öffentlichen Leben der Zeit betrafen.
weiterlesenGeschichte und politische Macht ökonomischer Ideen (Teil VIII)
Keynes: Staatsintervention gegen kapitalistische Krise
von Ingo Schmidt
Als Massenideologie aufstrebender Arbeiterbewegungen wurde der Marxismus am Ende des 19.Jahrhunderts zu einer realen Herausforderung kapitalistischer Produktionsverhältnisse. Die Mehrheit der bürgerlichen, oft als neoklassisch bezeichneten Ökonomen reagierte darauf mit dem Rückzug in eine Traumwelt. Dort konnten Individuen nach eigener Fasson kaufen und verkaufen und darüber unbehelligt von Klassenkampf, Krise und Krieg selig werden.
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