Wer kann schon von sich sagen, ein Gedankengang gehöre ihm?

Bert Brecht hielt nicht viel vom Recht auf geistiges Eigentum. Wir auch nicht. Wir stellen die SoZ kostenlos ins Netz, damit möglichst viele Menschen das darin enthaltene Wissen nutzen und weiterverbreiten. Das heißt jedoch nicht, dass dies nicht Arbeit sei, die honoriert werden muss, weil Menschen davon leben.

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11. Juni 2026

Von den Klimaverhandlungen ausgeschlossen

von Wolfgang Pomrehn


Von den USA ist bekannt, dass sie gelegentlich Diplomaten und gar Staatschefs von den Verhandlungen der UNO ausschließen. Im letzten Jahr erhielt zum Beispiel Mahmoud Abbas, Präsident der palästinensischen Selbstverwaltung, kein Visum, und erst kürzlich wurde einem stellvertretenden Minister Russlands die Teilnahme an einer Sitzung des UN-Sicherheitsrats in New York verweigert.

Aber Deutschland, das das Sekretariat der UN-Klimaschutzrahmenkonvention (UNFCCC) beherbergt, steht dem nicht nach, nur das es etwas subtiler vorgeht und einfach unüberwindbare bürokratische Hürden errichtet. Das UNFCCC-Sekretariat, das seit 1995 den fortwährenden Verhandlungsprozess für mehr Klimaschutz organisiert, hat seinen Sitz in Bonn am Rhein. Dort, in der alten westdeutschen Hauptstadt, hat gerade eine wichtige Vorbereitungskonferenz für die diesjährige UN-Klimakonferenz begonnen.

Eigentlich sollten alle 199 Mitglieder der Konvention an den Gesprächen teilnehmen können. Doch nicht alle konnten kommen, wie die britische Zeitung „The Independent“ berichtet. Länder wie Sudan, Jemen, Senegal, Gambia oder Sierra Leone hätten Schwierigkeiten gehabt, ausreichend Visa für ihre Delegierten zu bekommen. Ausgerechnet Länder, die zu den härtesten von der Klimakrise betroffenen gehören und zugleich am wenigsten Ressourcen haben, sich an die Veränderungen anzupassen.

Deutschland ist übrigens mit 88,5 Milliarden Tonnen emittierten CO2 seit 1850 die Nummer sechs unter den weltweiten Klimasündern. Umgerechnet auf die Einwohnerzahl rangiert Deutschland sogar hinter den USA und Russland auf Platz drei und sehr weit vor China.

22. Mai 2026

Passagierzahlen im Luftverkehr

Zahlensalat
von Wolfgang Pomrehn

Gute Nachrichten vom Berliner Flughafen BER: Die Zahl der Passagiere lag 2025 bei 25 Millionen (Berliner Zeitung, andere Quellen sprechen von 26,1 Millionen). Die beiden Vorgänger Tegel und Schönefeld hatten in ihrem letzten Betriebsjahr 2019 zusammen 36 Millionen Fluggäste. Es wird also weniger von und nach Berlin geflogen, und das, obwohl sich die Deutsche Bahn mit ihren Baustellen und Verspätungen alle Mühe gibt, Fahrgäste loszuwerden.

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22. Mai 2026

Ernährungsdemokratie

Die Konzernmacht der Agrar- und Lebensmittelindustrie und Alternativen
von Volker Brauch

Konzernatlas. ­Daten und Fakten über die Agrar- und Lebensmittelindustrie 2026
Kostenfrei zu beziehen über die Heinrich-Böll-Stiftung, www.boell.de/konzernatlas

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22. Mai 2026

Klima und Klassenkampf

Ihr Verhältnis aus polnischer Sicht
von Norbert Kollenda

Przemyslaw Wielgosz: Pogoda dla rewolucjonistów. Jak zmienic swiat w czasie katastrofy (Ein Wetter für Revolutionäre. Wie die Welt verändern in einer Zeit der Katastrophe)
Krakau: karakter, 2026

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21. Mai 2026

Frankreichs Atommüll

Widerstand gegen Atommüll-Endlager
von Bernard Schmid

Ob die 13 eine Unglückszahl ist, sei dahingestellt und möge Abergläubischen überlassen bleiben. Gesichert ist hingegen, dass der 13. Mai dieses Jahres – nein, kein Freitag – wirklich kein glückliches Datum für demokratische Rechte, Bürgerinitiativen und die Ökologiebewegung in Frankreich war.

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21. Mai 2026

„Eine Zukunft auf diesem Planeten erkämpfen“

Über die Verbindung von Klima- und sozialen Bewegungen zur Überwindung des Kapitalismus
Angela Klein im Gespräch mit Johanna Schellhagen

Johanna Schellhagen hat 2011 Labournet TV mitgegründet. Sie dreht, produziert und schneidet Videos und Dokumentarfilme.
Vor vier Jahren präsentierte sie ihren Film Der laute Frühling. In diesem Jahr erschien ihr Buch Wie wir uns eine Zukunft auf diesem Planeten ­erkämpfen. Mit Johanna Schellhagen sprach ­Angela Klein.

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30. April 2026

Energiepolitik von vorgestern

An den Fossilen wird festgehalten, koste es was es wolle
von Wolfgang Pomrehn

Der Krieg gegen den Iran und den Libanon ging bei Redaktionsschluss in die siebente Woche. Millionen Menschen sind auf der Flucht, brennende Gas- und Ölförderanlagen und -lager sorgen für eine toxische Umweltverschmutzung, etliche Schulen, Krankenhäuser und Meerwasserentsalzungsanlagen wurden zerstört, Tausende Zivilisten getötet und der Weltwirtschaft schwerer Schaden zugefügt. Besonders hart ist Süd- und Südostasien betroffen, wo einige Länder Homeoffice-Pflicht und kostenlosen ÖPNV eingeführt haben; aber auch hierzulande sind die Folgen längst zu spüren.

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30. April 2026

Das Klima in Zahlen

Zahlensalat
von wop

Es ist nicht gerade so, dass der Klimawandel gerade Pause machen würde, nur weil Kriegstreiber und andere Freunde der immer noch sehr gewinnträchtigen Steinzeittechnologien gerade viel Rückenwind haben. Im Gegenteil: Die Weltmeteorologie Organisation in Genf lässt in ihrer Jahresbilanz wissen, dass das planetare Klimasystem mehr und mehr aus den Fugen gerät. Mit 1,43 Grad Celsius über dem vorindustriellen Niveau war das vergangene Jahr das zweit- oder drittwärmste seit Beginn der Aufzeichnung. Nur 2024 war wärmer und 2023 in etwa mit dem vergangenen Jahr gleichauf. Die Erwärmung hat sich in den letzten zehn Jahren sichtlich beschleunigt.

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1. April 2026

Covid-19: Lernen aus der Pandemie

Bereit sein für Epidemien
von Matthias Becker

Sind wir mittlerweile bereit, die Covid-19-Pandemie aufzuarbeiten? Tatsächlich mauern viele Linke und tun die anstehende Aufarbeitung als »Pandemie-Revisionismus« ab. Aber es geht dabei um mehr als die Frage, wer damals recht hatte. Für eine sozialistische Gesundheitspolitik in den Zeiten der Vielfachkrise müssen wir selbstkritisch zurückschauen und uns auf die kommenden Gesundheitskrisen vorbereiten.

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1. März 2026

Neues aus dem Bundestag

Ein Jahr nach der Wahl
von Violetta Bock

Im Eiltempo ist damals mit dem alten Bundestag das Aufrüstungsprogramm beschlossen worden. Das prägt die Entscheidungen – Militarisierung des Alltags.
Nicht nur im Gesundheitswesen, auch beim Infrastrukturzukunftsgesetz sollen Planungsvorhaben zulasten von Umwelt- und Naturschutz beschleunigt werden, wenn sie etwa von militärischer Relevanz sind.

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1. Januar 2026

Soziale Wärmewende statt neoliberale Kälte

Bei der Mietenkampagne geht es auch um die Heizungsfrage
von Violetta Bock

Steigende Mieten, explodierende Nebenkosten und unsichere Energiepreise prägen längst den Alltag großer Teile der Bevölkerung – während die Welt aus den Fugen gerät. Bei all den Krisen der Welt würden manche gern die Decke über den Kopf ziehen und gar nichts mehr von Politik hören. Doch die eigenen vier Wände sind auf Grund der gestiegenen Preise längst kein Ort mehr zum Durchatmen.

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1. Januar 2026

Gerangel um die Wärmewende

Um was es geht. Was getan werden muss
von Klaus Meier

Anfang 2024 hatte die seinerzeit regierende Ampelkoalition beschlossen, dass Heizungen in Neubauten zu 65 Prozent mit erneuerbaren Energien betrieben werden müssen. Eigentlich eine sinnvolle klimapolitische Maßnahme. Doch die mächtige Öl- und Gas-Lobby sah dadurch ihre Interessen massiv bedroht.

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