Neues aus dem Bundestag
Ein Jahr nach der Wahl
von Violetta Bock
Im Eiltempo ist damals mit dem alten Bundestag das Aufrüstungsprogramm beschlossen worden. Das prägt die Entscheidungen – Militarisierung des Alltags.
Nicht nur im Gesundheitswesen, auch beim Infrastrukturzukunftsgesetz sollen Planungsvorhaben zulasten von Umwelt- und Naturschutz beschleunigt werden, wenn sie etwa von militärischer Relevanz sind.
Soziale Wärmewende statt neoliberale Kälte
Bei der Mietenkampagne geht es auch um die Heizungsfrage
von Violetta Bock
Steigende Mieten, explodierende Nebenkosten und unsichere Energiepreise prägen längst den Alltag großer Teile der Bevölkerung – während die Welt aus den Fugen gerät. Bei all den Krisen der Welt würden manche gern die Decke über den Kopf ziehen und gar nichts mehr von Politik hören. Doch die eigenen vier Wände sind auf Grund der gestiegenen Preise längst kein Ort mehr zum Durchatmen.
weiterlesenGerangel um die Wärmewende
Um was es geht. Was getan werden muss
von Klaus Meier
Anfang 2024 hatte die seinerzeit regierende Ampelkoalition beschlossen, dass Heizungen in Neubauten zu 65 Prozent mit erneuerbaren Energien betrieben werden müssen. Eigentlich eine sinnvolle klimapolitische Maßnahme. Doch die mächtige Öl- und Gas-Lobby sah dadurch ihre Interessen massiv bedroht.
weiterlesenÖkologische Souveränität
Von gegenseitiger Vernichtung zu planetarischer Langlebigkeit
von Sabrina Fernandes
Der nachstehende Beitrag von Sabrina Fernandes wurde zu Beginn der COP30 (10.–22.November) und mit Blick auf diesen veröffentlicht. Er diskutiert den Zusammenhang zwischen Antiimperialismus und Klimaschutz aus Sicht der Linken in Ländern des globalen Südens und aus ökologischer Perspektive. Wir bringen Auszüge daraus.
weiterlesenVerhandeln bis es brennt
Die EU hat für die COP30 ihre Hausaufgaben nicht gemacht
von Wolfgang Pomrehn
Es wird mal wieder übers Klima gesprochen. Im brasilianischen Belém, an der Amazonasmündung, beginnt kurz nach Erscheinen dieser Ausgabe die diesjährige UN-Klimakonferenz, die 30. ihrer Art. Viel ist in den letzten 35 Jahren über Klimaschutz verhandelt und gestritten worden, doch geschehen ist wenig – viel zu wenig.
weiterlesenKlima und Klassenkampf
Wer zahlt den Preis der Zerstörung?
von John Clarke
Wenn wir an Klassenkampf denken, sehen wir meist Streiks oder Proteste gegen Sozialabbau. Doch die Klimakatastrophe wird zum zentralen Konfliktfeld der Arbeiter:innenbewegung werden. Denn wie bei der Covid-Pandemie treffen ihre Folgen Menschen ungleich – entlang sozialer, rassistischer und globaler Spaltungen.
weiterlesenSchritte zur klimagerechten Gesellschaft
Die Rolle der Arbeit bei der Transformation
von Sarah Glynn
Wenn die Menschheit überleben will, muss sie ihre Gesellschaft grundlegend verändern. Die Klimakrise verlangt nichts weniger als eine Neuorganisation unserer Wirtschafts- und Lebensweise. Doch viele betrachten den Kapitalismus als naturgegeben und verteidigen ihn selbst dann, wenn er unser Überleben bedroht.
weiterlesenNach dem Scheitern des 1,5-Grad-Ziels
Wir stehen kurz vor den Points of no Return
von Annette Schlemm
Seit vielen Jahrzehnten wird vor drastischen Änderungen im Klimasystem durch menschliche Treibhausgasemissionen gewarnt, dennoch gehen die Emissionen immer weiter. Mittlerweile ist klar, dass das Ziel, unter einer globalen durchschnittlichen Temperaturerhöhung von 1,5 Grad zu bleiben, nicht mehr einzuhalten ist.
weiterlesenAlternativen für die Agrarproduktion
Wie Landwirtschaft ökologisch nachhaltig und solidarisch werden kann
von Matthias Becker
Landwirtschaft bedeutet: sich Sorgen machen. Kommt genug Regen? Genug Sonne? Wie wird das Erntewetter? Wegen der klimatischen Veränderungen wird der Anbau immer mehr zu einer Zitterpartie.
weiterlesenKlimaUNgerechtigkeit
Was die Klimakatastrophe mit Kapitalismus zu tun hat
von Rolf Euler
Die Wissenschaftlerin Friederike Otto hat nach »Wütendes Wetter« erneut ein aufrüttelndes Buch zum Klimawandel geschrieben. Diesmal geht es nicht hauptsächlich um die erneute Darstellung aller bekannten Aspekte der Krisen, sondern um die desaströsen Folgen für die Menschen in den vor allem betroffenen Gebieten. Ihre Hauptthese: »Der Klimawandel ist kein unverschuldeter Schicksalsschlag, er ist vor allem ein Unrecht.«
Friederike Otto: KlimaUngerechtigkeit. Berlin: Ullstein, 2023. 336 S., 14,99 Euro
weiterlesenWasser in Bewegung
In Alfter bei Bonn vernetzten sich Aktivist:innen für gerechte Wasserverteilung
von Natalia Riedel
Wasser wird knapper – nicht nur im globalen Süden, sondern zunehmend auch in Deutschland. Rund 300 Menschen aus mehr als zehn Ländern versammelten sich vom 21. bis 23. März an der Alanus-Hochschule zur Konferenz »Wasser.Klima.Gerechtigkeit«, um sich über gerechte Wasserverteilung, lokale Konflikte und globale Perspektiven auszutauschen. Das große Interesse überraschte selbst die Veranstalter:innen.
weiterlesenZerfleddert und ausgeschlachtet
Merz, der grüne Stahl und die Rettung von Thyssen-Krupp
von Klaus Meier
Wer nicht auf die Umstellung der Stahlproduktion auf umweltfreundliche Techniken setzt, der nimmt weitere Pleiten in der Industrie in Kauf.
Anfang Januar erklärte der Bundesvorsitzende der CDU, Friedrich Merz, auf einer Konferenz des CDU-Arbeitnehmerflügels: »Ich glaube persönlich nicht daran, dass der schnelle Wechsel hin zum wasserstoffbetriebenen Stahlwerk erfolgreich sein wird. Wo soll der Wasserstoff denn herkommen?«
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