LeserInnenbriefe schreiben und lesen
Die Briefe von Lesern und Leserinnen sind Diskussionsbeiträge, die nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wiedergeben. Hier können Sie einen Leserbrief schreiben. Bisherige Leserbriefe:
An die Redaktion
Frauen* werden streiken!
von Eleonora Roldán Mendívil, Hannah Vögele
Betr.: «Kritischer Einwurf zum Frauenstreik», SoZ 1/2019
Am 8.März ist Frauen*streik. Wirklich? Ja. Denn am Internationalen Frauen*kampftag werden dieses Jahr erneut Frauen* auf der ganzen Welt auf die eine oder andere Weise ihre Arbeit niederlegen.
LESERBRIEF
Betr.: «Die Parteilinke kann mehrheitsfähig werden», SoZ 7-8/2018
von Marcus Schwarzbach
Liebe Kollegen und Kollegen,
in den heutigen Zeiten noch großen Optimismus zu zeigen, ist bewundernswert. Sicher ist Parteipolitik für manche eine interessante Sache, dann kann der letzte Parteitag der Linkspartei als spannend angesehen werden. Eine andere Sichtweise ist aber auch möglich: im Kampf einer Egomanin gegen eine andere Egomanin hat die eine einen Punktsieg erreicht.
Leserbrief: ’68 kann es heute wieder geben – wozu denn?
Betr.: «68 kann es heute wieder geben», SoZ 3/2018, S.4
von A. Holberg
Das ist schön, dass Alain Krivine, laut SoZ «Seele der Bewegungsfraktion vom Mai 68», ein neues «’68» für möglich (gar wahrscheinlich?) hält, ohne dabei darauf zu verzichten, darauf hinzuweisen, dass die Arbeiterklasse seitdem zwar gewaltig gewachsen aber auch stärker differenziert ist.
Leserbrief
Betr.: «Nachrichten aus dem Bundestag», SoZ 2/2018, S.17
von Hermann Dierkes
Der Kurznachricht aus dem Bundestag zum Thema «Antisemitismus»-Entschließung von Tim Fürup in der Januar-SoZ muss ich widersprechen. Tim zufolge – und hier bringt er offenbar die Meinung der Linksfraktion zum Ausdruck – sei kein gemeinsamer Antrag der Bundestagsparteien zustandegekommen, weil es den Mainstreamfraktionen wichtig gewesen sei, die LINKE (und die AfD gleichermaßen) als extremistisch zu brandmarken.
Leserbrief: Gegen die Unabhängigkeit
Betr.: Katalonien in der SoZ, November 2017
von Matthias Schindler
Die Repression der Regierung Rajoy gegen Katalonien ist zurückzuweisen. Das Recht der Katalanen auf Selbstbestimmung muss verteidigt werden. Die undemokratische Konstruktion des spanischen Staates, die Verfassung von 1978, die Dreieinigkeit König–Militär–Katholische Kirche und der spanische Nationalismus müssen kritisch hinterfragt werden. Daraus folgt aber nicht automatisch, die Abtrennung Kataloniens von Spanien anzustreben.
Leserbrief zum Katalonien Thema
Zu SoZ, Nov. 2017, Katalonien
von Matthias Schindler
Es gibt aus linker Perspektive keinen Zweifel daran, dass die Repression der Regierung Rajoy gegen die katalanischen Bewegungen für mehr Autonomie bis hin zur staatlichen Unabhängigkeit energisch zurückgewiesen werden muss. Ebenso muss das Recht auf Selbstbestimmung für die Katalan/innen, wie auch für jede andere Volksgruppe, ohne Wenn und Aber verteidigt werden. Bedeutet dies aber auch, dass es richtig ist, die Abtrennung Kataloniens von Spanien und die Gründung eines neuen katalanischen Staates zu unterstützen?
Leserbriefe
Bezüge auf Februar Ausgabe der SoZ
dokumentiert
Unfair
Betr.: «Die Verirrungen von Sahra Wagenknecht», SoZ 2/2017, S.2
Ich halte den Artikel von Thies gegen Sahra für sehr unfair und nicht durchdacht. Warum macht er aus ihrer Positionierung eine solche Karikatur,
Leserbriefe
zu: Kristin Helberg, «Frieden gibt es nur ohne Assad» (SoZ10/2016, S. 3)
dokumentiert
Zum Beitrag hat uns eine Reihe von Leserbriefen erreicht, die wir nachstehend leicht gekürzt wiedergeben.
LESERBRIEF
Selbst der Papst hatte Gegenkandidaten!
Betr.: Helmut Born, «Ver.di-Bundeskongress: Linke Öffnungen, Probleme in der Durchsetzung» (SoZ 11/2015)
In der Novemberausgabe der SoZ kommt Helmut Born in seinem Artikel über den Bundeskongress von Ver.di zu dem Schluss: «Im Ergebnis kann festgehalten werden, dass Ver.di sich im Spektrum der DGB-Gewerkschaften als linke, kämpferische Gewerkschaft positioniert hat.» Vielleicht hat Gen. Helmut sein Urteil an den Resolutionen oder an der guten Stimmung auf dem Bundeskongress festgemacht, nicht aber an der Rolle von Ver.di im Klassenkampf.
Paul Kleiser‘s Bilanz zu 100 Tagen Syriza
siehe SoZ Juni 2015
Unvollständiges Bild
Paul Kleiser`s Zwischenbilanz von 100 Tage Regierung Tsipras beschränkt sich auf die Benennung zahlreicher konkreter Maßnahmen der Regierung Tsipras. Viele andere Aspekte, die für eine Bilanz der Entwicklung unerlässlich sind, bleiben außen vor. Tsipras` befremdliches Schönreden der Vereinbarung vom 20. Februar zum „Erfolg“ für Syriza ist ebenso wenig Thema wie die Frage, warum nach jedem an grundsätzlichen Widersprüchen gescheiterten Verhandlungstermin mit der Troika Tsipras oder Varoufakis erklärten, man stehe kurz vor einer Einigung.
Leserbrief zu Charlie Hebdo, SoZ 02/2015
Der Leserbrief bezieht sich vor allem auf die auf Seite 2 abgebildeten Karikaturen sowie insgesamt auf das Dossier zu Charlie Habdo in der Ausgabe.
Liebe SoZ,
zu eurem Dossier Charlie Hebdo in der aktuellen Nummer ein paar Kommentare.
Zunächst auf eurer Seite zwei, dort bildet ihr drei vermeintliche Titelblätter von Charlie Hebdo ab, übernommen von der Berliner Zeitung, und
kritisiert im Kommentar daneben, dass sich die Zeitung für diese Publikation danach entschuldigt habe.
Leserbrief Charlie Hebdo SoZ 02/2015
Betr.: Artikel von Sophia Deeg auf Seite 3, von Shlomo Sand auf Seite 4, von Angela Klein auf Seite 2
von Winfried Czeyka
Ausgehend von der sicherlich zutreffenden Feststellung, dass es die langjährige Praxis der Wochenzeitung Charlie Hebdo ist, „von Muslimen als beleidigend empfundene Karikaturen zu bringen“ (In der SoZ vom Februar 2015, im Artikel Die Tage danach, kennzeichnet Sophia Deeg mit diesen Worten inhaltlich das, was sie als den Gegenstand einer Diskussionsrunde wahrnahm, die im Anschluss an den Abdruck der dänischen Mohammed-Karikaturen in Charlie Hebdo stattfand.) thematisiert die Autorin den Rassismus in der französischen Gesellschaft. Mit ihrer Feststellung, dass „Muslime und Araber in Frankreich auf Schritt und Tritt rassistisch diskriminiert werden“ (ebenda) hat sie Recht, und man möchte nur noch hinzufügen, dass Frankreich differenzierte Muster der Diskriminierung entwickelt hat, mit denen auch die Menschen, die in anderen Teilen des früheren französischen Kolonialreiches ihre Wurzeln haben, in jeweils spezifischer Weise rassistisch diskriminiert werden.