Energiewende rückwärts
Windkrafthersteller werden in die Zange genommen
von Wolfgang Pomrehn
Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche, bis 2024 noch Vorstand der E.on-Tochter Westenergie, will die Axt an die Energiewende legen und lieber neue Gaskraftwerke bauen. Anlagen mit 20 Gigawatt Leistung stehen auf der Wunschliste ihrer Auftraggeber. Die ersten Neubauten sollen noch in diesem Jahr ausgeschrieben werden.
weiterlesenAntikriegsbewegung
Die Jugend ist wieder da
von Dominik Müller
Der 30.August markiert ein trauriges Kapitel im Umgang mit Antikriegsprotesten: Ein großer Block der Abschlussparade des bundesweiten Camps »Rheinmetall entwaffnen« in Köln wurde von mehreren Polizeieinheiten brutal zerschlagen. Das »kriegsfähige« Deutschland lässt grüßen.
weiterlesenunserlidl.de – Für die Vergesellschaftung des Einzelhandels
Die Kampagne unserlidl kontra Dieter Schwarz
von Hanna Fuhrbach
Gegen private Städte, Supermarktimperien und Über-Reiche kämpft die Kampagne unserlidl für Lebensmittel für alle statt Profite für einige wenige.
weiterlesenNeues aus dem Bundestag
Haushalt, Herbst oder doch einfach Vergesellschaftung
von Violetta Bock
Nach einem halben Jahr stellt sich auf eine gewisse Art Ernüchterung ein. Die erste längere sitzungsfreie Zeit hat man hinter sich, direkt gefolgt von gefühlt ununterbrochenen Sitzungswochen, die einen durch die Haushaltsberatungen direkt wieder zurück ins Hamsterrad katapultieren. Der Herbst steht an.
weiterlesen„Ich möchte nicht arbeiten, wenn ich krank bin“
Lieferando-Rider kämpfen gegen moderne Tagelöhnerei
von Gerhard Klas
Lieferando galt in der Branche lange als Vorzeigeunternehmen. Der Großteil der Fahrer ist direkt fest angestellt und es gibt Betriebsräte an mehreren Standorten. Doch damit soll jetzt Schluss sein. Im Juli kündigte Lieferando an, 2000 fest angestellte Kuriere zu entlassen und stattdessen auf Fleetlery und weitere Subunternehmer zu setzen.
weiterlesenLang lebe der Verbrennermotor
IG Metall und Automobilindustrie gegen EU-Klimaschutzziele
von Thies Gleiss
Das Verfahren ist hinlänglich bekannt, der Zeitpunkt aber etwas verspätet: Immer dann, wenn eine neue Regierungsbildung und Koalitionsverhandlungen anstehen, haben sich in der Vergangenheit Unternehmerverbände und Gewerkschaftsvorstände in »gemeinsamen Erklärungen« oder »Mahnbriefen« zu gesellschaftlich strittigen Themen geäußert, wo soziale Interessen und Umweltschutz oder Friedenspolitik aufeinander prallen, und angeblich gemeinsame Forderungen vorgetragen.
weiterlesenfifty-fifty
An den Rand notiert
von Rolf Euler
Glückwunsch an die Straßenzeitung fifty-fifty aus Düsseldorf, die 30 Jahre alt geworden ist! Glückwunsch an die vielen Verkäufer:innen, die nicht nur in Düsseldorf diese Zeitung auf den Straßen und Plätzen verkaufen, und die vom Verkaufspreis von jetzt 2,80 Euro die Hälfte für sich bekommen.
weiterlesenWer finanziert die AfD?
Die Partei erhält doppelt soviel vom Staat wie von Großspendern
von David Stein
Die AfD hat vergleichsweise wenig Mitglieder, gerade mal 60.000. Sie ist auf Großspenden angewiesen, u.a. vom Lübecker Unternehmer Winfried Stöcker und über Umwege vom Duisburger Immobilienmilliardär Henning Conle. Das meiste Geld kommt aus staatlichen Mitteln.
Alternativen für die Agrarproduktion
Wie Landwirtschaft ökologisch nachhaltig und solidarisch werden kann
von Matthias Becker
Landwirtschaft bedeutet: sich Sorgen machen. Kommt genug Regen? Genug Sonne? Wie wird das Erntewetter? Wegen der klimatischen Veränderungen wird der Anbau immer mehr zu einer Zitterpartie.
weiterlesenLandwirtschaft als öffentlicher Dienst
Bäuerliche Kleinwirtschaft hat nicht wirklich eine Zukunft
von Meinhard Creydt
„Solidarische Landwirtschaft“ wird derzeit neu diskutiert: Könnten
Äcker als öffentliches Gut und Feldarbeit als öffentlicher Dienst der Umweltzerstörung einen Riegel vorschieben und ausreichend gute Ernährung für alle sicherstellen? Fast die Hälfte der landwirtschaftlichen Betriebseinkommen wird heute durch staatliche Subventionen finanziert. Öffentliche Kassen sind es auch, die die Kosten für die Beseitigung der ökologischen Folgeschäden der konventionellen Landwirtschaft übernehmen.
„Unser Ziel ist es, die Entfremdung aufzuheben“
Probleme und Zukunft der solidarischen Landwirtschaft
Gespräch mit Karl Giesecke
Karl Giesecke ist Soziologe, Gärtner und Aktivist der solidarischen Landwirtschaft der ersten Stunde. Er arbeitet für den Verein Allmende Taucha, der Bildungsarbeit, Forschung und Vernetzung alternativer Formen von Landwirtschaft betreibt. Das Interview führte Matthias Becker.
weiterlesenKlimakollapscamp: Jenseits der Dystopie
Ein Camp in Brandenburg bereitet sich vor
von Annette Schlemm
Dass die kapitalistische Produktions- und Lebensweise Menschen wie auch die außermenschliche Natur nur begrenzt reproduziert und letztlich zerstört, ist lange bekannt. Wie lange kann das noch gut gehen? Für viele ging es noch nie gut und inzwischen kommen die sog. »Polykrisen« auch im Herzen der Bestie an.
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