Torquemcalcenin*
Soziales Anti-Coronicum, Wirkstoff: Solidarität
dokumentiert
Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor mit der Anwendung dieses Arzneimittels begonnen wird, denn sie enthält wichtige Informationen.
Famous last words?
«Sag mir, wo du stehst» – oder: Coronadeutungsmanöver
dokumentiert
Ist die Krise eine Chance? Und für wen? Nicht wenige hoffen, dass sich nach den tiefen Einschnitten ins Alltagsleben nun neue Räume öffnen werden, um effektiv gegen die Missstände des Kapitalismus im 21.Jahrhundert vorzugehen: Klimaerhitzung, Umweltzerstörung, soziale Ungleichheit, Rassismus und Frauenunterdrückung.
Diese Gesellschaft macht krank
Gesundheitskollektiv Berlin plant Lösungen
Interview mit Kirsten Schubert
Nach etwa sieben Jahren Vorbereitung will das Berliner Gesundheitskollektiv im April kommenden Jahres in Berlin-Neukölln ein Stadtteilgesundheitszentrum eröffnen. Dass die Verzahnung medizinischer Versorgung mit politischer Arbeit im Stadtteil möglich ist, hat bereits die Poliklinik Veddel in Hamburg unter Beweis gestellt.
Körper zwischen Herrschaft und Widerstand
Die Linke und das Thema Gesundheit: Häufig genug eine Pflichtübung
von Slave Cubela
Für eine emanzipative Gesundheitspraxis in Zeiten der globalen Pandemie
Gesundheit ist zumeist erst dann ein Thema, wenn sie akut gefährdet ist. Die Corona-Pandemie stellt eine solche Gefährdung dar und insofern verwundert es nicht, dass COVID-19 das Themenfeld Gesundheit in die Mitte des gesellschaftlichen Diskurses gerückt hat.
Neue Krisen – neue Solidaritäten
Überlegungen vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie
von Slave Cubela
Kapitalistische Akkumulationsprozesse sind notwendig krisenförmig. Das ist für das Kapital bedrohlich, denn Kapitalzerstörung führt zu sozialen Polarisierungen und die wiederum destabilisieren Herrschaftsverhältnisse. Entsprechend greift der bürgerliche Staat in den letzten Jahrzehnten vermehrt zu immer drastischeren Mitteln, um die zyklischen Kapitalkrisen abzudämpfen.
Freiheit oder Gesundheit?
Auf eine Zigarette
Gespräch mit Kirsten Huckenbeck und Angela Klein
Wir haben uns beide darüber aufgeregt, dass Linke auf die Coronakrise so ignorant reagiert haben. Das reichte von der Teilnahme an oder Inschutznahme der Grundrechtedemos bis zur schlichten Ausblendung der Tatsache, dass die Pandemie eine neue Dimension der Systemkrise des Kapitalismus offengelegt hat.
Kontrastprogramm
An den Rand notiert
von Rolf Euler
Das Ende der strengen Corona-Maßnahmen zeigt merkwürdige Widersprüche auf.
Wozu brauchen wir die Corona-App?
Und wie handhaben es Frankreich & Co.
von Angela Klein
Alle sind voll des Lobes, selbst eingefleischte Kritiker des Überwachungsstaats wissen wenig an der Corona-App auszusetzen: bedienungsfreundlich sei sie, wahrt die Anonymität, die Nutzung ist freiwillig (zumindest vorerst), die Daten werden nicht zentral gespeichert und nach 14 Tagen gelöscht. Alles paletti?
Selbstbestimmtes Leben produzieren
Erfolg nach zehn Jahren Kampf: In der Persönlichen Assistenz in Berlin gilt jetzt der Tarifvertrag der Länder
Gespräch mit Klaus Drechsel
Bei den Assistenzbetrieben Neue Lebenswege GmbH und ambulante dienste e.V. in Berlin mit zusammen etwa tausend Beschäftigten ist es im April und Mai gelungen, zwei der ersten Haustarifverträge in der Persönlichen Assistenz durchzusetzen – mit beinahe vollständiger Angleichung an den Tarifvertrag der Länder (TVL).
Corona und Gesundheitsschutz im Betrieb
Was hilft gegen eine Gefahr, die man nicht sieht?
von Wolfgang Hien*
Die Corona-Krise zeigt: Der klassische Arbeitsschutz geht teilweise am Problem vorbei.
Verschwörungslegenden und Impfgegner
Der Abscheu vor dem Ungewissen
von Paul B. Kleiser
Die sog. «Corona-Krise» hat zu einer Neubelebung und massenweisen Ausbreitung von Verschwörungstheorien, vor allem im Internet, geführt. Dort wird noch der krudeste Schwachsinn «gelikt», auch, weil es um Emotionen geht und im Netz eine kritische Debatte kaum möglich ist. Vieles davon ist altbekannt und taucht nur in immer neuem Gewand auf.
Das abschreckende Beispiel der Lombardei
Öffentlich-Privat (ÖPP) im Gesundheitssystem
Ein Interview mit Vittorio Agnoletto
Vittorio Agnoletto war das Gesicht der italienischen globalisierungskritischen Bewegung Anfang des Jahrtausends und der Massenproteste gegen den G20-Gipfel in Genua im Mai 2001, gegen die die Regierung Berlusconi ein regelrechtes Massaker inszenierte.
Agnoletto ist Arbeitsmediziner und Dozent an der Università degli studi in Mailand mit dem Schwerpunkt Globalisierung und Gesundheitspolitik. Er ist seit langem im Kampf gegen AIDS engagiert und Mitbegründer der Italienischen Liga für den Kampf gegen AIDS (Lila).
Das nachstehende Interview mit ihm, das wir gekürzt wiedergeben, führte Sara Zanisi am 16.Mai 2020 für die Onlinezeitung Officina Primo Maggio. Darin skizziert Agnoletto die Probleme, die im Zusammenhang mit Covid-19 in der Lombardei aufgetreten sind, ihre Ursachen und die Gesundheitspolitik in Italien in den letzten Jahrzehnten.