Von den Klimaverhandlungen ausgeschlossen
von Wolfgang Pomrehn
Von den USA ist bekannt, dass sie gelegentlich Diplomaten und gar Staatschefs von den Verhandlungen der UNO ausschließen. Im letzten Jahr erhielt zum Beispiel Mahmoud Abbas, Präsident der palästinensischen Selbstverwaltung, kein Visum, und erst kürzlich wurde einem stellvertretenden Minister Russlands die Teilnahme an einer Sitzung des UN-Sicherheitsrats in New York verweigert.
Aber Deutschland, das das Sekretariat der UN-Klimaschutzrahmenkonvention (UNFCCC) beherbergt, steht dem nicht nach, nur das es etwas subtiler vorgeht und einfach unüberwindbare bürokratische Hürden errichtet. Das UNFCCC-Sekretariat, das seit 1995 den fortwährenden Verhandlungsprozess für mehr Klimaschutz organisiert, hat seinen Sitz in Bonn am Rhein. Dort, in der alten westdeutschen Hauptstadt, hat gerade eine wichtige Vorbereitungskonferenz für die diesjährige UN-Klimakonferenz begonnen.