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Monatsarchiv für Dezember 2010

Kolumne Ingo Schmidt, Dezember 2010

G20-Gipfel in Seoul

Währungskrieg vertagt
von Ingo Schmidt

Zwei Jahr nach dem Krisengipfel in Washington, auf dem sich die Regierenden in seltener Einigkeit darauf verständigt hatten, öffentliche Gelder zu Kriseneindämmung einzusetzen, herrschte auf dem diesjährigen G20-Gipfel bereits wieder neoliberale Normalität.

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Buch, Dezember 2010

E.Meiksins Wood, Demokratie contra Kapitalismus

Beiträge zur Erneuerung des historischen Materialismus
Köln/Karlsruhe: Neuer ISP Verlag, 2010
304 S., 29,80 Euro

von Nancy Holmstrom

Es ist ein verblüffendes Paradox, wie Wood mehrfach bemerkt, dass gerade im Moment der weltweiten Dominanz des Kapitalismus theoretische Richtungen auf der Linken Überhand nehmen, durch die diese Tatsache unwichtig, unbegreifbar oder gar unsichtbar wird. Die postmoderne Feindseligkeit gegenüber jeder Vorstellung von System, Struktur und «großer Erzählung» macht es unmöglich, den Kapitalismus als ein System mit spezifischen Gesetzen oder seinen totalisierenden Charakter zu begreifen;

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Feuilleton, Dezember 2010

Der unbekannte Mark Twain

Zum 175.Geburtstag des amerikanischen Schriftstellers
von Helen Scott

Vor 175 Jahren, am 30.November 1835, wurde Mark Twain geboren. Hierzulande ist er hauptsächlich als Humorist, Spaßmacher und Kinderbuchautor bekannt. Der folgende, hier stark gekürzt wiedergegebene Beitrag* zeigt den anderen Mark Twain: den Antiimperialisten, Sozialkritiker und Verteidiger unterdrückter Völker.
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Feuilleton, Dezember 2010

Eberhard Fiebig: Kunstwerk ist Handwerk

Plädoyer für eine Produktionsästhetik
Ein Gespräch mit dem Metallbildhauer Eberhard Fiebig über Material und Materialismus in der Kunst, das materielle Fundament des künstlerischen Schaffens und die Frage, wozu Kunst gut ist.
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Buch, Dezember 2010

Rudolf Brunngraber, Karl und das 20.Jahrhundert

Wien: Milena Verlag, 2010
270 S., 21,90 Euro

von Dieter Braeg

Dieser Roman wurde erstmals im Jahre 1932 im Frankfurter Societätsverlag veröffentlicht. In Österreich wurde das Buch ausgezeichnet. In Deutschland im Jahre 1933 wurde es von der Gestapo verboten.

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Film, Dezember 2010

Water Makes Money

Regie: Leslie Franke und Herdolor Lorenz
Deutschland 2010, 90 Min.

von Angela Huemer

Der Film beginnt in Paris, dort wo auch die Geschichte beginnt, um die es im Film geht: die Privatisierung der wohl wesentlichsten Grundlage eines jeden Gemeinwesens, Wasser.

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Krimi, Dezember 2010

Blinde Zeugen und London Boulevard

Stuart MacBride Blinde Zeugen, Manhattan: 2010, 606 Seiten, 14,99 Euro
Ken Bruen
London Boulevard, Frankfurt: Suhrkamp 2010, 262 Seiten, 8,95 Euro
von Udo Bonn

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Rassismus/Antifa, Dezember 2010

Der Mythos der christlich-jüdischen Zivilisation

Goethe, ein Muselmann – Über die deutsche Leitkultur und die Rolle des Islam
von Peter-Anton von Arnim

Rassismus ist ein gesellschaftliches Gift, das sich am unteren Ende der Gesellschaft, bei den sog. Unterschichten, in Gewalt äußert gegen diejenigen, die man als «andersartig» abgestempelt hat, bis hin zur Tötung. Das dazugehörige ideologische Gift wird jedoch in scheinbar komplizierteren Formen zubereitet von Teilen der Oberschicht bzw. denen, die sich dazu rechnen.

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