26. September 2026

Israel: Wahlen und „ewiger Krieg“

Das Problem mit dem ewigen Krieg
von Meron Rapoport

Netanyahus Versprechen eines »vollständigen Sieges« sicherte ihm die Macht. Sie könnte ihm zum Verhängnis werden.

Etwas mehr als einen Monat nach dem 7.Oktober 2023 veröffentlichte der israelische Sender Channel 12 die erste Hochrechnung über die Verteilung der Knesset-Sitze nach dem Angriff der Hamas. Für Ministerpräsident Netanyahu fiel sie katastrophal aus. Seine Likud-Partei fand sich fast halbiert, die Regierungskoalition war von 64 auf 45 Sitze zurückgefallen. Netanyahus politischer Ruin schien so gut wie besiegelt.

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26. September 2026

Kriegsdienstverweigerung in Israel

›Oma, was hast du während des Genozids in Gaza gemacht?‹
Musa Kaplan im Gespräch mit Bar Zvirin

Bar Zvirin ist 18 Jahre alt und kommunistische:r Aktivist:in im besetzten Palästina. Bar wird bald den Kriegsdienst verweigern und dafür ins Gefängnis gehen. Das Interview führte Musa Kaplan.

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27. August 2026

Gaza: Der Krieg wird für die Armen zur tödlichen Hölle

›Wieder sein, was wir einmal waren‹
aus Rosalux.de

Trumps sogenannter Friedensplan für Gaza hat in eine Sackgasse geführt, aus der es politisch weder vor noch zurückgeht. Unter diesem Deckel geht das tägliche Morden am palästinensischen Volk, sein Aushungern, Dahinvegetieren, die Auslöschung seiner sozialen und kulturellen Einrichtungen weiter. Der Theaterdirektor und Schauspiellehrer Ali Abu Yassin gibt einen erschütternden Bericht von dieser Situation. Er lebt im Strand-Flüchtlingslager (al-Shati) in Gaza-Stadt, einem der größten Flüchtlingslager im Gazastreifen.

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27. August 2026

Siedlergewalt in der Westbank

Subventionierte Straflosigkeit
von Riad Othman

Ermutigt von einer Politik der Straflosigkeit und im Schatten des Krieges gegen Gaza haben Siedlergewalt und Enteignung palästinensischen Landes dramatisch zugenommen.

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1. Juli 2026

Massenprotest gegen Handel mit Israel

EU-Bürgerinitiative sammelt Unterschriften
von ak

Eine Europäische Bürgerinitiative für die Aussetzung des Assoziierungsabkommens zwischen der EU und Israel sammelt eine Million Unterschriften unter diese Forderung.

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30. Juni 2026

Schweigen und Schuld

Psychologische Mechanismen im Umgang mit dem Genozid in Gaza


von Iris Hefets

Der nachstehende Beitrag ist das bearbeitete Transkript eines Vortrags, den Iris Hefets am 28.Juni 2025 in Bremen gehalten hat.

Die Veranstaltung sollte ursprünglich in den Räumen der Uni Bremen stattfinden, doch die gebuchten Räumlichkeiten wurden wieder entzogen – obwohl das Rektorat sich intern angeblich gegen die Antisemitismus-Resolution des Bundestags stellt. Dazu reichte allein ihre Mitgliedschaft bei der Jüdischen Stimme, die wohlgemerkt 2019 noch den Göttinger Friedenspreis verliehen bekommen hat. Die Veranstaltung fand deshalb in der Bremer Zionskirche statt.

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Nur Online 12. Juni 2026

Kriegerische neue Welt


Es herrscht Krieg; im Iran, im Libanon, in Gaza, in der Westbank, in Israel, im Sudan, in der Ukraine, und überall leiden die Menschen, werden traumatisiert, sterben Zivilisten und Soldaten. Zu Hunderttausenden.

medico international ist in vielen der Länder seit Jahrzehnten mit Partnerorganisationen aktiv, hilft, medizinische Versorgung zu organisieren, sammelt hierzulande Spenden für diverse Projekte vor Ort.


Entsprechend haben ihre Mitarbeiter, die immer wieder in die Region reisen, Einblicke in den Alltag, in das Leiden und in das Fühlen der Menschen. Wie ist die Lage im Iran? Was bedeutet der Krieg für die israelische Gesellschaft? Wie leben ukrainische Kinder mit den Raketen- und Drohnenangriffen?


Der neue medico-Rundbrief gibt einen Überblick dazu in der kollektiven Reportage „Schöne neue Welt“ sowie in weiteren Beiträgen über die Situation in Gaza.

1. April 2026

Sie haben eine Meinung? Vergessen Sie’s!

Zur Zensurdebatte in Deutschland und anderswo
von Kurt Hofmann

Was ist da passiert? Da hat eine etwas »Falsches« gesagt und schon wird öffentlich nach Konsequenzen verlangt. Der Ort des Geschehens: Die Berlinale 2026. Die nicht »aufgepasst« hat oder Vorkehrungen zur Vermeidung verpasst haben soll, ist die Festivalleiterin Tricia Tuttle.

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1. Januar 2026

Ein Sieg für den Widerstand?

Eine Erwiderung auf Hermann Dierkes’ Kritik in SoZ 12/25
von Angela Klein

Meine Einwände gegen Hermanns Leserbrief lassen sich in fünf Punkten zusammenfassen:

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1. Dezember 2025

Gaza muss selbst über seine Zukunft entscheiden

Bei relativer Waffenruhe beginnt die Debatte über die Zukunft Palästinas
von Mahmoud Mushtaha

Am 13.Oktober versammelten sich die Staats- und Regierungschefs der Welt in Sharm El-Sheikh um zu fördern, was sie als neuen »Weg zum Frieden« in Gaza bezeichnen. Wie üblich waren die Betroffenen von den Gesprächen ausgeschlossen und erhielten nur bruchstückhafte, zudem von ausländischen Medien und Spekulationen gefilterte Informationen.

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Nur Online 6. November 2025

Die italienische Rechte und Israel: Eine Komplizenschaft mit Geschichte

von Matteo Tiratelli

Von den Rassengesetzen bis zur Komplizenschaft beim Völkermord in Gaza: der Weg der italienischen Rechten

Nur wenige Länder weisen, wenn es um Palästina geht, eine so große Kluft zwischen der öffentlichen Meinung und dem Staat auf wie Italien. Die italienische Regierung ist eine von nur drei Regierungen – die anderen sind Deutschland und die USA –, die seit 2020 weiterhin konventionelle schwere Waffen an Israel liefern. Neben Kampfhubschraubern, Schiffsgeschützen und Bauteilen für israelische F-35-Kampfflugzeuge hat die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni ihrem israelischen Amtskollegen Netanyahu weiterhin diplomatischen Rückhalt gewährt und sich geweigert, auch nur die symbolische Geste der Anerkennung des (noch weitgehend nominellen) palästinensischen Staates zu vollziehen. Das italienische Volk hingegen hat lautstark seine Unterstützung für die Befreiung Palästinas zum Ausdruck gebracht.

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1. November 2025

Palästinensische Reaktionen

Kein Frieden, kein Plan
von Angela Klein

Lange Trecks von Palästinensern, die nach Hause zurückkehren – ein Steinhaufen, kein Zuhause –, und die Freilassung der restlichen Geiseln haben für einen kurzen Moment einen Hoffnungsschimmer verbreitet. Er hat sich bereits wieder verdüstert. Noch während Donald Trump sich in Jerusalem und im ägyptischen Sharm-el-Scheikh als Friedensapostel feiern ließ, erschoss die israelische Armee fünf Palästinenserkinder.

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