Wer kann schon von sich sagen, ein Gedankengang gehöre ihm?

Bert Brecht hielt nicht viel vom Recht auf geistiges Eigentum. Wir auch nicht. Wir stellen die SoZ kostenlos ins Netz, damit möglichst viele Menschen das darin enthaltene Wissen nutzen und weiterverbreiten. Das heißt jedoch nicht, dass dies nicht Arbeit sei, die honoriert werden muss, weil Menschen davon leben.

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1. Juli 2026

Massenprotest gegen Handel mit Israel

EU-Bürgerinitiative sammelt Unterschriften
von ak

Eine Europäische Bürgerinitiative für die Aussetzung des Assoziierungsabkommens zwischen der EU und Israel sammelt eine Million Unterschriften unter diese Forderung.

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30. Juni 2026

Schweigen und Schuld

Psychologische Mechanismen im Umgang mit dem Genozid in Gaza
von Iris Hefets

Der nachstehende Beitrag ist das bearbeitete Transkript eines Vortrags, den Iris Hefets am 28.Juni 2025 in Bremen gehalten hat.

Die Veranstaltung sollte ursprünglich in den Räumen der Uni Bremen stattfinden, doch die gebuchten Räumlichkeiten wurden wieder entzogen – obwohl das Rektorat sich intern angeblich gegen die Antisemitismus-Resolution des Bundestags stellt. Dazu reichte allein ihre Mitgliedschaft bei der Jüdischen Stimme, die wohlgemerkt 2019 noch den Göttinger Friedenspreis verliehen bekommen hat. Die Veranstaltung fand deshalb in der Bremer Zionskirche statt.

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Nur Online 12. Juni 2026

Kriegerische neue Welt


Es herrscht Krieg; im Iran, im Libanon, in Gaza, in der Westbank, in Israel, im Sudan, in der Ukraine, und überall leiden die Menschen, werden traumatisiert, sterben Zivilisten und Soldaten. Zu Hunderttausenden.

medico international ist in vielen der Länder seit Jahrzehnten mit Partnerorganisationen aktiv, hilft, medizinische Versorgung zu organisieren, sammelt hierzulande Spenden für diverse Projekte vor Ort.


Entsprechend haben ihre Mitarbeiter, die immer wieder in die Region reisen, Einblicke in den Alltag, in das Leiden und in das Fühlen der Menschen. Wie ist die Lage im Iran? Was bedeutet der Krieg für die israelische Gesellschaft? Wie leben ukrainische Kinder mit den Raketen- und Drohnenangriffen?


Der neue medico-Rundbrief gibt einen Überblick dazu in der kollektiven Reportage „Schöne neue Welt“ sowie in weiteren Beiträgen über die Situation in Gaza.

1. April 2026

Sie haben eine Meinung? Vergessen Sie’s!

Zur Zensurdebatte in Deutschland und anderswo
von Kurt Hofmann

Was ist da passiert? Da hat eine etwas »Falsches« gesagt und schon wird öffentlich nach Konsequenzen verlangt. Der Ort des Geschehens: Die Berlinale 2026. Die nicht »aufgepasst« hat oder Vorkehrungen zur Vermeidung verpasst haben soll, ist die Festivalleiterin Tricia Tuttle.

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1. Januar 2026

Ein Sieg für den Widerstand?

Eine Erwiderung auf Hermann Dierkes’ Kritik in SoZ 12/25
von Angela Klein

Meine Einwände gegen Hermanns Leserbrief lassen sich in fünf Punkten zusammenfassen:

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1. Dezember 2025

Gaza muss selbst über seine Zukunft entscheiden

Bei relativer Waffenruhe beginnt die Debatte über die Zukunft Palästinas
von Mahmoud Mushtaha

Am 13.Oktober versammelten sich die Staats- und Regierungschefs der Welt in Sharm El-Sheikh um zu fördern, was sie als neuen »Weg zum Frieden« in Gaza bezeichnen. Wie üblich waren die Betroffenen von den Gesprächen ausgeschlossen und erhielten nur bruchstückhafte, zudem von ausländischen Medien und Spekulationen gefilterte Informationen.

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Nur Online 6. November 2025

Die italienische Rechte und Israel: Eine Komplizenschaft mit Geschichte

von Matteo Tiratelli

Von den Rassengesetzen bis zur Komplizenschaft beim Völkermord in Gaza: der Weg der italienischen Rechten

Nur wenige Länder weisen, wenn es um Palästina geht, eine so große Kluft zwischen der öffentlichen Meinung und dem Staat auf wie Italien. Die italienische Regierung ist eine von nur drei Regierungen – die anderen sind Deutschland und die USA –, die seit 2020 weiterhin konventionelle schwere Waffen an Israel liefern. Neben Kampfhubschraubern, Schiffsgeschützen und Bauteilen für israelische F-35-Kampfflugzeuge hat die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni ihrem israelischen Amtskollegen Netanyahu weiterhin diplomatischen Rückhalt gewährt und sich geweigert, auch nur die symbolische Geste der Anerkennung des (noch weitgehend nominellen) palästinensischen Staates zu vollziehen. Das italienische Volk hingegen hat lautstark seine Unterstützung für die Befreiung Palästinas zum Ausdruck gebracht.

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1. November 2025

Palästinensische Reaktionen

Kein Frieden, kein Plan
von Angela Klein

Lange Trecks von Palästinensern, die nach Hause zurückkehren – ein Steinhaufen, kein Zuhause –, und die Freilassung der restlichen Geiseln haben für einen kurzen Moment einen Hoffnungsschimmer verbreitet. Er hat sich bereits wieder verdüstert. Noch während Donald Trump sich in Jerusalem und im ägyptischen Sharm-el-Scheikh als Friedensapostel feiern ließ, erschoss die israelische Armee fünf Palästinenserkinder.

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1. November 2025

Gaza: Das Töten geht weiter

Was bleibt, ist der Zusammenbruch nach dem (hoffentlichen) Ende der Kampfhandlungen
von Muhammad Shehada

Die Tinte unter den „Friedensvertrag“ war noch nicht getrocknet, da detonierten schon wieder die Bomben. Dabei ist ohnehin nicht mehr viel übrig vom Gazastreifen. Gleichzeitig schwankt die Unterstützung für die Hamas. Die Palästinenser sind mit einer brutalen Wahrheit konfrontiert: Die Welt hat den Völkermord nicht verhindert. Zwei Jahre nach dem 7.Oktober 2023 ist Palästina zu einem Friedhof gescheiterter Strategien geworden.

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23. Oktober 2025

Erklärung der BDS-Koalition zum 20-Punkte-Plan von Trump

Palestinian Civil Society

In einer gemeinsamen Erklärung reagieren über dreißig Organisationen der palästinensischen Zivilgesellschaft auf den sogenannten „Trump-Netanyahu-Plan“ für Gaza. Das Palestinian BDS National Committee (BNC) nennt den 20-Punkte-Plan einen Versuch, die israelische Besatzung zu legitimieren und die laufende Vernichtungspolitik fortzusetzen. Die Unterzeichner fordern internationale Sanktionen gegen Israel und rufen weltweit zu zivilem Widerstand gegen Komplizenschaft auf. [d. Red.]

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6. Oktober 2025

Polnische Presseschau 242 vom 27.09.2025

zusammengestellt von Norbert Kollenda

Liebe Leserinnen und Leser,

Polen ist geprägt von enttäuschten Wählerinnen und Wählern – jenen, die einst der „Koalition vom 15. Oktober“ zum Sieg verholfen haben. Die Gründe liegen, wie ein Kommentator der Polityka es nannte, in den „zyklischen Rollen rückwärts“ der Regierung. Die versprochene Straffreiheit für Abtreibung wird von Parlamentspräsident Holownia verschoben, das 800+-Kindergeld für Geflüchtete von Präsidentschaftskandidat Trzaskowski infrage gestellt. Premier Tusk bestätigt den Schießbefehl an der belarussischen Grenze, und das Unterrichtsfach Gesundheit wurde schon im Voraus als freiwillig deklariert – ein weiterer Sieg für PiS und die Bischöfe. (Norbert Kollenda)

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1. Oktober 2025

Das Problem ist nicht allein Netanyahu

Die Massendemonstrationen in Israel richten sich nicht gegen den Völkermord
von Shir Hever

Mitte August und Anfang September demonstrierten jeweils Zehntausende in Israel gegen die Ausweitung des Gazakriegs und für die Freilassung der Geiseln; der Hauptmann Ron Feiner rief zur Desertion auf. Kein Grund zur Hoffnung.

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