Wer kann schon von sich sagen, ein Gedankengang gehöre ihm?

Bert Brecht hielt nicht viel vom Recht auf geistiges Eigentum. Wir auch nicht. Wir stellen die SoZ kostenlos ins Netz, damit möglichst viele Menschen das darin enthaltene Wissen nutzen und weiterverbreiten. Das heißt jedoch nicht, dass dies nicht Arbeit sei, die honoriert werden muss, weil Menschen davon leben.

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26. Dezember 2009

Amerika, China und die Arbeiterfrage

von Ingo Schmidt

1957 bezeichnete der chinesische KP- Führer Mao Zedong die USA als imperialistischen Papiertiger. Ein halbes Jahrhundert später führen die US-Regierung und ihre NATO-Verbündeten Kriege, die sie nicht gewinnen können und werfen einem maroden Finanzsystem Geld hinterher, über das sie nicht verfügen. Kommunisten alten Schlags sollte dies ein paar bissige Bemerkungen über westliches Papiergeld und lahme Tiger wert sein.
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26. Dezember 2009

Die osmanische Geschichte der Uhlandstraße in Herne

Fragmentarische Erinnerungen

von Hatice Aksoy-Woinek

Da wallt dem Deutschen auch sein Blut,
Er trifft des Türken Pferd so gut,
Er haut ihm ab mit einem Streich
Die beiden Vorderfüß‘ zugleich.
Als er das Tier zu Fall gebracht,
Da fasst er erst sein Schwert mit Macht,
Er schwingt es auf des Reiters Kopf,
Haut durch bis auf den Sattelknopf,
Haut auch den Sattel noch zu Stücken
Und tief noch in des Pferdes Rücken;
Zur Rechten sieht man wie zur Linken,
Einen halben Türken heruntersinken.

Ludwig Uhland, „Als Kaiser Rotbart lobesam”, 4.Strophe

Ob der alte Dichter sich wohl im Grabe umdrehen würde, wenn er wüsste, welche Straße ausgerechnet nach ihm benannt wurde, hier in Herne-Sodingen? Welche Schublade auch alle zehn Jahre geöffnet wird, eins ist klar: Die Osmanen kamen doch, Herr Uhland!

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26. Dezember 2009

Die Bedingungen des Tabakanbaus in Malawi

«Ich weiß, dass Tabak für andere Leute den Tod bedeutet, aber für uns bedeutet Tabak das Leben», erklärt Godfrey Chapola von der malawischen Tabakkontrollkommission vor laufender Kamera. Er spricht vom Leben der etwa 7 Millionen Menschen in Malawi, die ihren Lebensunterhalt durch Tabakanbau verdienen. Ein Leben, das gekennzeichnet ist von harter, ungesunder Arbeit, von Armut, von Schulden. Ein Leben in Schuldknechtschaft.
von Sonja von Eichborn

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26. Dezember 2009

Wir trauern um Willi Scherer

13.Dezember 1921–2.November 2009
Wir trauern mit der Familie und vielen Menschen in der Arbeiterbewegung, in sozialistischen Organisationen und in der Gewerkschaft um einen Weggefährten in langen Jahren sozialistischer Arbeit, unermüdlicher Aufklärung und tätiger Veränderung der Verhältnisse. Wir verdanken Willi Scherer eine stetige Diskussion um alle wichtigen Probleme der Arbeiterbewegung, die Mitarbeit bis ins hohe Alter an unserer Zeitung und an vielen Projekten über seine Heimatstadt Gelsenkirchen hinaus.

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26. Dezember 2009

Wassili Grossman: Leben und Schicksal

Berlin: Claassen, 2007, 1084 S., 24,80 Euro; Taschenbuch- Ausgabe: Berlin: List, 2009, 1084 S., 14,90 Euro
von Jochen Gester

Der Winter steht vor der Tür, lange dunkle Abende und vielleicht eine Insel mit lohnarbeitsfreier Zeit am Jahresende. Zeit, sich auch mal wieder etwas mehr zuzumuten an schwerer Kost und langer Lektüre. Mein Tipp: Leben und Schicksal (Originaltitel: Shisn i sudba) von Wassili Grossman.

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26. Dezember 2009

Teza, Äthiopien/BRD 2008

Buch und Regie: Haile Gerima, Kamera: Mario Masini. Mit Aron Arefe, Abiye Tedla, Takelech Beyene, Teje Tesfahun u.a. Kinostart: voraussichtlich im Januar 2010
von Andreas Bodden

Während Anberber, der Protagonist des Films, in Deutschland Medizin studiert, wird in seiner Heimat Äthiopien Kaiser Haile Selassie gestürzt. Die damals überwiegend links orientierten äthiopischen Studierenden an der Universität Köln verfolgen die Ereignisse gespannt am Fernsehen und begrüßen enthusiastisch den Sturz des reaktionären Feudalherrschers. Endlich
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26. Dezember 2009

John Brown (1800–1859)

Eine Geißel der weißen Vorherrschaft
von Terry Bisson

Vor 150 Jahren, am 16.Oktober 1859, führte der weiße Abolitionist John Brown als Anführer einer aus 19 Schwarzen und Weißen bestehenden Guerillagruppe einen Angriff auf ein Waffenarsenal der US-Armee in Harpers Ferry (Virginia) durch. Der Anschlag scheiterte; Brown wurde gefangengenommen, hingerichtet und — zusammen mit zehn seiner Männer, die bei der Aktion getötet worden waren, darunter einer seiner Söhne — auf seiner Farm in North Elba, New York, beigesetzt. Militärisch war Browns Aktion ein Fehlschlag.

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