Deutschlands Fabrikanten werden immer frecher. Die Mercedes-Benz-Chefetage kündigt Massenentlassungen an, verschiebt Bonuszahlungen und verlangt unbezahlte Mehrarbeit. Die 35-Stunden-Woche soll ohne Lohnausgleich eingestampft werden. Geht es nach den Bossen, sollen wieder 40 Stunden gearbeitet werden. 33.000 Beschäftigte machten nach Angaben der Industriegewerkschaft Metall am Freitag an allen Standorten des Autobauers ihrem Unmut mit kurzen Kundgebungen Luft.
„Bei Benz brennt’s“ titelt die junge Welt am Wochenende. Ein IG Metall-Vertreter kündete gegenüber der Zeitung weitere Aktionen und einen heißen Herbst an. Die IGM-Vertrauensleute von Mercedes-Benz Stuttgart Untertürkheim hatten, wie berichtet, ohnehin schon zu Protesten gegen die Angriffe der Regierung auf die Reste des Sozialstaats aufgerufen. Wenn die Gewerkschaftsvorstände nicht aktiv würden, müsse die Basis das in die Hand nehmen.
Hier geht es zur Presseerklärung der IG Metall zu den Aktionen bei Mercedes-Benz.
Kommentar zu diesem Artikel hinterlassen
Spenden
Die SoZ steht online kostenlos zur Verfügung. Dahinter stehen dennoch Arbeit und Kosten. Wir bitten daher vor allem unsere regelmäßigen Leserinnen und Leser um eine Spende auf das Konto: Verein für solidarische Perspektiven, Postbank Köln, IBAN: DE07 3701 0050 0006 0395 04, BIC: PBNKDEFF
Schnupperausgabe
Ich möchte die SoZ mal in der Hand halten und bestelle eine kostenlose Probeausgabe oder ein Probeabo.
Kommentare als RSS Feed abonnieren