von Wolfgang Pomrehn
Heute vor 87 Jahren begann mit dem Überfall Deutschlands auf Polen offiziell der Zweite Weltkrieg. Deutschlands ebenfalls faschistische Verbündete Italien und Japan hatten zuvor schon 1935 Abessinien (heute Äthiopien) und 1937 China überfallen. Wie schon bald Deutschland gingen sie dort mit brutalster Gewalt gegen die Zivilbevölkerung vor.
Italien setzte zum Beispiel in Abessinien systematisch Giftgas ein und bombardierte gezielt Lazarette des Roten Kreuzes. 330.000 bis 760.000 Abessinier und Abessinierinnen wurden laut Wikipedia getötet. Die italienischen Kriegsverbrechen wurden nie gesühnt. Ein internationales Tribunal scheiterte am Widerstand der westlichen Alliierten.
Japan wütete ähnlich schlimm in China. Besonders berüchtigt ist das Massaker von Nanjing (Nanking), der seinerzeitigen Hauptstadt der Republik China. Bis zu 200.000 Menschen, überwiegend Kriegsgefangene und Zivilisten – darunter viele Frauen und Kinder – wurden dort von Dezember 1937 bis März 1938 ermordet.
Die deutschen Faschisten sollten schon bald die Verbrechen ihrer Verbündeten bei weitem übertreffen. Ab dem ersten Tag wurde der Krieg gegen Polen als Vernichtungskrieg geführt. Dörfer werden geplündert und niedergebrannt, Kampfflugzeuge machen aus der Luft Jagd auf Zivilisten.
Schon bald werden Konzentrationslager errichtet, in denen Millionen Polen, mehrheitlich Juden, ermordet werden. Konzerne wie die IG Farben (heute Hoechst, Bayer und BASF) eröffnen Fabriken in den KZs, in denen die Häftlinge arbeiten müssen, sich zu Tode schuften müssen, wenn sie nicht schon bei der Ankunft im Lager in die Gaskammern geschickt werden.
Insgesamt wird der von Deutschland begonnene Zweite Weltkrieg in den nächsten sechs Jahren rund 65 Millionen Menschen das Leben kosten, darunter allein 27 Millionen Sowjetbürgerinnen und -bürger (mehr als jeder Zehnte). In Polen starben über fünf Millionen Menschen, ganz überwiegend Zivilisten, und annähernd jeder fünfte.
Erklärtes Ziel der deutschen Führung war es, große Teile Osteuropas mit Deutschen zu besiedeln und entsprechend möglichst viele Einwohner umzubringen. Entsprechend wurde in der deutschen Bevölkerung ein anti-slawischer Rassismus gefördert und gepflegt, der durchaus bis in die heutige Zeit virulent ist und derzeit wieder gegen Russland mobilisiert wird.
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Der Sender Arte hat darüber eine Dokumentation über den Überfall auf Polen produziert.
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