von Gerhard Klaas
Tatsächlich: Wer AfD wählt, darf sich nicht beschweren, wenn er anschließend noch mehr Miete bezahlen muss. Das geht u.a. aus einer Anfrage an die Hamburger Bürgerschaft hervor. Sie betrifft das selbstverwaltete Mietshäusersyndikat, das in der Hansestadt mehr als ein Dutzend Hausprojekte unterhält und dort erschwinglichen Wohnraum zur Verfügung stellt – zum Teil in Immobilien, die es zuvor günstig von der Hansestadt erworben hat.
Genau das bezeichnet die AfD als „Wettbewerbsverzerrung“ und hebt kritisch hervor, dass solche Projekte das Ziel hätten, „Immobilien langfristig dem freien Markt [..] und einer spekulativen Verwertung zu entziehen“.
Solche Ziele verfolgt nicht nur das Mietshäusersyndikat, sondern auch viele Wohnungsbaugenossenschaften. Für die AfD offensichtlich eine Horrorvorstellung. Die rechtsextreme Partei steht offensichtlich auf Privateigentum und Konzerne wie Deutsche Wohnen und Vonovia, die ihre Mieter:innen bis aufs Blut auspressen.
Wir haben einen Tipp: Wählt eine Partei, die sich für eine Mietpreisbremse und die Vergesellschaftung großer Konzerne wie Deutsche Wohnen oder Vonovia einsetzt, spart Geld und schließt ein Abonnement der SoZ-Sozialistischen Zeitung ab.
Enteignung sei ein Rezept von gestern, meinen neoliberale Politiker aus verschiedenen Parteien. Ist also „voll retro“ und liegt eigentlich total im Trend. Genauso wie die monatlich erscheinende SoZ, die sich auch noch – „voll retro“ – eine Papierausgabe leistet. Das reguläre Jahresabo kostet 65 Euro (28 Euro ermäßigt).
Siehe auch: „Wer finanziert die AfD?„, „Was will die AfD in Bezug auf den Frieden?„, „Was will die AfD? Beispiel: Arbeit und so„
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