Monatsarchiv für April 2011
Stagnation oder Lange Wellen der Konjunktur?
Serie zu Krisentheorie und -politik (V.)
von Ingo Schmidt
Krisen gehören zum Kapitalismus – darin sind sich Marxisten einig. Über den Daumen alle acht bis zehn Jahre unterbrechen sie die kapitalistische Akkumulation. Die Existenz dieses Krisenzyklus ist empirisch gut belegt, allerdings steht sie im Widerspruch zur Vorstellung, Krisen würden die Illusion von Freiheit und Gleichheit der Marktteilnehmer zerstören.
Zur NATO-Intervention in Libyen
Das Abschlachten musste verhindert werden
Christian Haasen, Hamburg
Hat die libysche Bevölkerung das Recht, von imperialistischen Nationen Hilfe im Kampf gegen Gaddafi zu fordern?
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Der besondere Charakter der libyschen Revolution
Zur Debatte über Libyen und die NATO-Intervention
von Marco Ferrando
Nachstehend dokumentieren wir einen Auszug aus einem Beitrag von Marco Ferrando, einem führenden Mitglied der PCL (Kommunistische Arbeiterpartei) aus Italien. Ferrando geht hier detailliert auf den Charakter der libyschen Revolution ein.
Mythos Kronstadt
Diskussionsbeitrag zu
Klaus Gietinger, 90 Jahre Aufstand von Kronstadt (SoZ 4/2011)
von Meinhard Creydt
Klaus Gietinger nimmt Partei für die Kronstädter Aufständischen von 1921. Michael Schneider spricht von den Kronstädter Matrosen als «den Sturm- und Elitetruppen des Oktoberumsturzes», die nun, 1921, «von Lenin und Trotzki als Konterrevolutionäre gebrandmarkt wurden.”
No Nazi, No Cry
Eine Dissertation aus Schleswig-Holstein
von Gaston Kirsche
Der Leiter der Staatskanzlei Schleswig-Holsteins, Arne Wulff, verdankt seinen Doktortitel einer apologetischen Dissertation über Hitlers Justizminister Franz Schlegelberger, sagt der Historiker Klaus Bästlein. In Schleswig-Holstein ist das kein Grund zur Aufregung.
Das demokratische Weinbuch
Wein soll das Volk trinken!
Rainer Balcerowiak
Das demokratische Weinbuch
Augsburg: Mondo Communications, 2010
128 S., 14,95 Euro
von Dieter Braeg
Es gibt so Diskussionen in jenen Kreisen, Indiesemihremland, die sich große Sorgen machen, wie man nun den Spargel essen solle – mit Messer und Gabel, mit Spezialbesteck oder gar, ohpfui, mit den Händen. Menschen, die über solche und ähnliche Probleme schreiben, erzeugen dann Sätze wie: «Die Feinschmeckerei als Ausdruck einer hedonistischen Lebensweise gehört mittlerweile zum gängigen Lebensstil.» Ähh, geht‘s denn noch?
Großer Aufwasch im Subunternehmen
Film über Leiharbeiterinnen in Frankreich
Frankreich 2008
Regie: Ivora Cusack
von Angela Huemer
Zu Beginn des Films lernen wir drei der Protagonistinnen kennen, Gnima Seydi aus Senegal, Fatoumata Coulibaly aus Mauretanien und Franzette Lassource aus Martinique. Gnima und Fatoumata wurden von ihren Ehemännern nach Frankreich geholt, beide haben Kinder.
Patrick Pecherot, Belleville-Barcelona
Ein Krimi zur Zeit der Volksfront in Paris.
Hamburg: Edition Nautilus, 2011
224 Seiten, 14,90 Euro
von Udo Bonn
Vor einiger Zeit wurde an dieser Stelle Vilars wunderbarer Roman Die Verschwundenen vorgestellt. Paris 1938, die Endphase der Volksfrontregierung unter Leon Blum, der Vormarsch der Faschisten in Spanien, die dritten Moskauer Prozesse.
Die Pariser Kommune, 18.März–28.Mai 1871
Die erste Regierung der Arbeiterklasse
von Jean-Michel Krivine
Für Marx war die Pariser Kommune «wesentlich eine Regierung der Arbeiterklasse, das Resultat des Kampfes der hervorbringenden gegen die aneignende Klasse, die endlich entdeckte politische Form, unter der die ökonomische Befreiung der Arbeit sich vollziehen konnte». Vor 140 Jahren, im Mai 1871, unterlag sie der blutigen Konterrevolution.
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Nein zu Gaddafi, Nein zum Krieg
von Angela Klein
Die Hauptkriegstreiber sitzen diesmal nicht in den USA, sondern in Europa: Vor allem die alten Kolonialmächte Frankreich, Großbritannien und – nach einer spektakulären Kehrtwende – auch Italien wittern ihre Chance, den Einfluss, den sie durch die Unabhängigkeitsbewegungen der 50er Jahre verloren haben, wieder zurückzugewinnen. (weiterlesen…)