Gauland und Konsorten
Literatur und Info zum Thema AfD
von Paul B. Kleiser
Olaf Sundermeyer: Gauland. Die Rache des alten Mannes. München: C.H.Beck, 2018. 176 S., € 14,95
Melanie Amann: Angst für Deutschland. Die Wahrheit über die AfD: wo sie herkommt, wer sie führt, wohin sie steuert. München: Droemer, 2018. 318 S., € 16,99
Alexander Gauland, der 40 Jahre Mitglied der CDU war und unter Ministerpräsident Wallmann, dem Nachfolger von Dregger aus der «Stahlhelmfraktion», in der hessischen Staatskanzlei gearbeitet hat, klammert die verschiedenen Strömungen (einschließlich der Rechtsextremen) in der AfD zusammen.
Peter Zudeick: Heimat. Volk. Vaterland. Eine Kampfansage an rechts
Frankfurt a.M.: Westend, 2018. 187 S., € 18
von Paul B. Kleiser
Kampf um Worte und Begriffe
In Umbruchzeiten, wie wir sie im Gefolge der großen Krise von 2008 und der raschen Digitalisierung gerade erleben, werden bei vielen Menschen sicher geglaubte Gewissheiten und Lebensplanungen zerstört.
Trauerspiele, in Chemnitz und in Berlin
Ein Nachtrag zum „Wunder“ von Chemnitz
von Helmut Dahmer, Wien
Am 27. August 2018 ereignete sich im sächsischen Chemnitz (vormals „Karl-Marx-Stadt“) ein Wunder – nicht das erste dieser Art. Dort hatte sich die Nachricht verbreitet, am Rande eines Stadtfests sei am Vorabend ein 35jähriger, David H., bei einer Auseinandersetzung mit Ausländern erstochen worden. Zuvor habe er noch versucht, eine deutsche Frau vor Zudringlichkeiten zu bewahren…
Seehofer muss gehen
Rechtskurs kann nicht akzeptiert werden
von Angela Klein
Auf die SPD kommt es jetzt an. Von ihr hängt es ab, ob einer wie Seehofer, den man inzwischen ohne Umschweife einen Türöffner der extremen Rechten nennen muss, einer Bundesregierung, an der die SPD beteiligt ist, seinen Stempel aufdrücken darf – ob also die AfD durch die Person des Innenministers das Regierungsprogramm diktieren darf.
Arbeiterbewegung von rechts
Ist «klare Kante» immer das Richtige gegen den rechten Einfluss?
von Violetta Bock
Was tun, wenn ein Kollege der AfD zugeneigt ist, oder gar ein Vertrauensmann oder Betriebsrat? Ist klare Kante in der Politik immer die richtige Option?
Rudi Dutschke und die Achtundsechziger
«Der sozialistischen Bewegung das Unterscheidungsvermögen wiedergewinnen»
von Paul B. Kleiser
Es gibt wenige Namen und Gesichter, die mit der Bewegung von 1968 in Theorie und Praxis so eng verbunden sind wie die von Rudi Dutschke.
Aufgrund der Hetze der Springerpresse und anderer rechter Medien, die im Klima des Kalten Krieges besonders in Westberlin auf fruchtbaren Boden fiel, wurde er am Gründonnerstag 1968 Opfer eines Mordanschlags. Der Täter Josef Bachmann schoss Dutschke mit drei Kugeln nieder.
Betriebsratswahlen 2018
Rechte Betriebsräte simulieren die Rebellion
von Michael Sankari
Das Potenzial für eine Betriebsarbeit jenseits der IG Metall wurde wohl gehörig unterschätzt – mitsamt der Fähigkeit rechter Kader, dieses für sich nutzbar zu machen.
Leserbrief
Betr.: «Nachrichten aus dem Bundestag», SoZ 2/2018, S.17
von Hermann Dierkes
Der Kurznachricht aus dem Bundestag zum Thema «Antisemitismus»-Entschließung von Tim Fürup in der Januar-SoZ muss ich widersprechen. Tim zufolge – und hier bringt er offenbar die Meinung der Linksfraktion zum Ausdruck – sei kein gemeinsamer Antrag der Bundestagsparteien zustandegekommen, weil es den Mainstreamfraktionen wichtig gewesen sei, die LINKE (und die AfD gleichermaßen) als extremistisch zu brandmarken.
Die rechte Kampagne zu den Betriebsratswahlen
Mit der Losung «Deutsche zuerst»
von vb
Dieses Jahr finden wieder Betriebsratswahlen statt. Die AfD-nahe rassistische Bürgerinitiative «Ein Prozent» ruft zur professionell rechtspopulistischen Kampagne «Patrioten schützen Arbeitsplätze» auf, bietet Seminare für Betriebsräte an und versteht sich als Verteidigerin deutscher Interessen.
Hilfloser Antipopulismus
Die Bürgerlichen vermögen gegen die AfD nichts auszurichten
von Ingo Schmidt
Verunsichert steht das politische Establishment vor seinem Wahlvolk. Es ist stolz, das Land mehr oder minder unbeschadet durch Börsenkrach und Eurokrise gesteuert und dann noch einen Superaufschwung aufs Gleis gebracht zu haben. Und fragt sich: Wieso wählen die jetzt AfD? Kaum, dass wir uns an DIE LINKE gewöhnt haben? Und erklären am Ende von oben herab: Die Populisten sind eine Gefahr für Demokratie und Weltmarkt. Die darf man nicht wählen.
Italiens extreme Rechte auf dem Sprung ins Parlament?
CasaPound: Von einer sozialen Bewegung zur politischen Partei
von der Redaktion
Bei den Parlamentswahlen am 4.März könnte die faschistische Rechte ins italienische Parlament einziehen.
Die Formierung einer offen faschistischen Rechten macht in Italien beängstigende Fortschritte. Kristallisationspunkt solcher Formierung ist die Bewegungspartei CasaPound.
AfD marschiert zum Kanzleramt
Rassistische Hetze unter dem Deckmantel von Frauenrechten
von Ute Abraham
Für den 17.Februar mobilisierte die AfD nach Berlin zu einem «Marsch der Frauen zum Kanzleramt».
Leyla Bilge, AfD-Mitglied und selbsternannte Frauenrechtlerin, rief auf: «Lasst uns gemeinsam auf die Straße gehen, um für unsere Rechte auf Freiheit und Selbstbestimmung zu kämpfen – die Freiheit der Frau ist nicht verhandelbar.»