Nur Online 8. Juli 2026

von Redaktion

Das antifaschistische Aktionsbündnis widersetzen berichtet von massiven Angriffen der rechten Presse auf seine Sprecher:innen. Wir veröffentlichen in der Folge zwei Pressemitteilungen des Bündnisses und verweisen auf den am Montag veröffentlichen Bericht von den Aktionen gegen den AfD-Parteitag, die Hintergrund der Anfeindungen und Drohungen sind.

+++ widersetzen erhält Morddrohungen +++ Debatte um Pressefreiheit und Apollo News +++

7.7.: widersetzen erhält Morddrohungen. Die aktuelle Debatte um Pressefreiheit und den Umgang mit Apollo News und Junge Freiheit nutzt das Bündnis für eine Klarstellung und kritisiert, dass Aussagen medial verdreht wurden.

„Wir haben von Anfang an zur Deeskalation aufgerufen. Menschen anzugreifen, und seien es rechte Provokateure, ist nicht unser Aktionskonsens. Jetzt stehen unsere Sprecher*innen im Fokus eines koordinierten rechten Angriffs. Sie werden diffamiert, rassistisch und transfeindlich beleidigt, ihre Arbeitgeber ins Visier genommen und sie bekommen Morddrohungen. Apollo, Bild, Nius, Welt und junge Freiheit hetzen den rechten Mob auf uns. Ihr Geschäftsmodell sind politische Hetzkampagnen. Das ist der Grund, warum man ihnen keine Interviews geben darf. Ich bin erschüttert davon, wie wenig Solidarität es mit den Betroffenen gibt.“, sagt Lena Raupach von widersetzen.

widersetzen ist ein bundesweites antifaschistisches Bündnis mit Lokalgruppen in über 80 Städten. An den Aktionen gegen den Parteitag in Erfurt beteiligten sich 50.000 Menschen, davon allein 17.000 bei widersetzen.

+++ Debatte um Pressefreiheit +++ widersetzen veröffentlicht interne Anleitung zum Umgang mit rechten Streamern ++

8.7.: Das Aktionsbündnis widersetzen veröffentlicht seine interne Anleitung zum Umgang mit rechten Medien wie Appollo News oder der Jungen Freiheit. Die Anleitung hatte das Bündnis etwa 10 Tage vor den Blockaden gegen den AfD-Parteitag an alle Teilnehmenden geschickt.

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Liebe widersetzen-Aktivist*innen,

Bitte seid nett zu Journalist*innen – wir von der Presse-AG haben sie eingeladen!

In jedem Finger gibt es Aktivist*innen die bereit sind mit der Presse zu sprechen und auch darauf vorbereitet sind. Wenn Presse auf euch zukommt, schickt sie gerne weiter.

Es wird auch fotografiert und gefilmt. Wenn ihr keine Nahaufnahmen wollt, sagt das bitte freundlich.

Keine Interviews geben wir: BILD, Junge Freiheit, Tichys Einblick, NIUS, Compact, WELT und rechten Streamern.

Wenn ihr sie seht: ignorieren oder wegschicken, aber nicht eskalieren.

Denkt dran: Presse schützt uns gegen Polizeigewalt und zeigt der Welt, wie krass widersetzen ist. Manche Journalist*innen haben Angst vor Aktivist*innen – zeigt ihnen, dass sie willkommen sind!

Liebe Grüße
Die widersetzen-Presse-AG

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Dazu Noa Sander von widersetzen:

„Presse ist bei unseren Aktionen willkommen – wir laden sie sogar offen dazu ein. Mit seriöser Berichterstattung haben rechte Provokateure wie Apollo News und Junge Freiheit aber nichts zu tun: Sie halten sich nicht an journalistische Standards, bedrängen Aktionsteilnehmer*innen und überschreiten persönliche Grenzen. Damit wollen sie Vorfälle provozieren, die sie propagandistisch ausschlachten können. widersetzen hat im Vorfeld empfohlen, nicht mit ihnen zu sprechen, sie zu ignorieren oder wegzuschicken, ohne zu eskalieren. Fast 17.000 Menschen haben das getan. Die Vertreter*innen der Presse fordern wir auf, sich von falschen Kollegen nicht für Hetz-Kampagnen instrumentalisieren zu lassen.“

widersetzen ist ein bundesweites antifaschistisches Aktionsbündnis mit Lokalgruppen in über 80 Städten. Am Wochenende demonstrierten in Erfurt 50.000 Menschen gegen den AfD-Parteitag, davon 17.000, die sich an den Blockaden von widersetzen beteiligten.

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